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Viertausender im Visier

Wandern im Saastal: Der Almageller Höhenweg

Anzeige • 17. Mai 2022

Ein sonnenverwöhntes Tal, vier gemütliche Gemeinden, eingebettet zwischen dreizehn schneebedeckten Viertausendern – das Saastal ist ein Paradies für Bergsteiger. Doch auch wer nicht so hoch hinauswill, kommt hier im Oberwallis voll auf seine Kosten. 

Im Saastal stehen die höchsten Berge der Schweiz für die Gäste Spalier – 18 Viertausender reihen sich in der Mischabellkette dicht an dicht.
Foto: Schweiz Tourismus – Lorenz Richard
Im Saastal stehen die höchsten Berge der Schweiz für die Gäste Spalier – 18 Viertausender reihen sich in der Mischabellkette dicht an dicht.

Ein erlebnisreicher Start: Ab ins Abenteuer

Die Tour startet mit einer gemütlichen Sessellift-Fahrt von Saas-Almagell hoch zum kleinen Örtchen Furggstalden. Hier beginnt der 1,5-stündige Erlebnisweg – und das Abenteuer kann losgehen. Die ersten Meter spaziert man noch locker durch einen Nadelwald. Doch bald ist die erste Felspassage erreicht und man muss mit beiden Händen zupacken, um die steilen Stufen zu erklimmen.

In der ersten Felspassage heißt es fest zupacken – doch das ist dank der gut versicherten Stahlseile kein Problem.
Foto: Schweiz Tourismus – Lorenz Richard
In der ersten Felspassage heißt es fest zupacken – doch das ist dank der gut versicherten Stahlseile kein Problem.

Nachdem die Schlüsselstelle gemeistert ist, geht es weiter durch den Märchenwald. Besonders in der Mittags- und Abendsonne strahlen hier die Bäume in den unterschiedlichsten Grüntönen um die Wette. Ein leises Vogelzwitschern, das sanfte Plätschern des Baches und das holzige Aroma der knorrigen, alten Bäume verleiht dieser Passage eine märchenhafte Atmosphäre.

Kurz nachdem man den Wald verlässt, liegt sie auch schon vor einem: die Almagelleralp. Tief eingebettet in den Kessel zwischen Almagellerhorn und Trifthorn. Doch auch wenn man sich schon auf die Hütte freut, lohnt ein Blick zurück über die Schulter: Bei guter Sicht zeigt sich gegen Westen das herrliche Panorama der Mischabelkette mit dem 4.546 Meter hohen Dom, dem höchsten, komplett auf Schweizer Boden stehenden, Berg.

Die goldene Mitte: Übernachtung auf der Almagelleralp

Im Berghotel Almagelleralp wird man auf 2.194 Metern freundlich vom Hüttenwirt Urs Anthamatten begrüßt und mit einer Brotzeit und einem kühlen Getränk versorgt. Der pensionierte Lehrer ist Gastgeber aus Leidenschaft und gehört seit Jahren quasi zum Inventar. Das Berghotel wurde 1910 inmitten steiler Fels- und Bergflanken gebaut und beherbergt bis zu 38 Personen. Auf der sonnenverwöhnten Terrasse lässt es sich entspannen und eine Portion Schmugglermakkaroni bringt die nötige Stärkung für den morgigen Weiterweg. 

 

Früh aufstehen lohnt sich, denn am Morgen ist der Ausblick auf die Mischabellgruppe oft besonders schön.
Foto: Schweiz Tourismus – Lorenz Richard
Früh aufstehen lohnt sich, denn am Morgen ist der Ausblick auf die Mischabellgruppe oft besonders schön.

Am nächsten Tag heißt es früh aufstehen. Denn der Höhepunkt der Übernachtung auf der Almagelleralp ist eindeutig der frühe Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen über die Berge kriechen und die mächtigen Flanken der Mischabelkette in ein kräftiges Rot tauchen. Ein magischer Moment, den man so schnell nicht vergisst.

Finale mit Weitblick: Galerie der Viertausender

Nach dem Frühstück geht es weiter Richtung Kreuzboden. Der Almageller Höhenweg schlängelt sich zunächst um das Trifthorn und verlässt dann steil ansteigend über den Triftgrat das Tal. Hier öffnet sich der Blick und gibt ein atemberaubendes Panorama frei: Nebst den mächtigen Gipfeln der Mischabelkette im Westen, kann man im Süden den Naturstaudamm Mattmark im hintersten Saastal erkennen, im Norden das Brückendorf Stalden in Miniaturansicht. Ein Anblick zum Niederknien!

Wo der Weg den Triftgrätji überquert, wartet der wohl schönste Weitblick der Wanderung: Vom Mattmark Stausee bis nach Stalden.
Foto: Schweiz Tourismus – Lorenz Richard
Wo der Weg den Triftgrätji überquert, wartet der wohl schönste Weitblick der Wanderung: Vom Mattmark Stausee bis nach Stalden.

Noch ganz im Rausch des Augenblicks gehen sich die letzten Meter zum Kreuzboden fast wie von selbst. Dort lädt die großzügige Sonnenterrasse des Bergrestaurants nochmal zu einer Stärkung ein, bevor man mit der Gondel ganz gemütlich zurück ins Tal schwebt.

Die wichtigsten Eckdaten zur Tour im Überblick:

  • Strecke: 10,4 Kilometer
  • Höhenmeter: 931 Meter im Aufstieg und 204 Meter im Abstieg
  • Gehzeit: 4 Stunden bei gemütlichem Tempo
  • Schwierigkeit: mittel
  • Beste Jahreszeit: Juli bis September

Zügige Geher bewältigen den Weg auch leicht an einem Tag. Doch die Übernachtung auf der Almagelleralp lohnt sich.

Mehr Informationen

Weitere Ideen zum Wandern, Bergsteigen, Biken, Klettern, Trekking, Trailrunning und Entspannen im Saastal und der Ferienregion Saas-Fee sowie Unterkünfte und nützliche Tipps gibt es auf der Website der Saastal Tourismus AG.

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