Innerhalb einer Woche vom Chefsessel im Büro zum Gipfel des Mount Everest und wieder zurück – unvorstellbar? Für Menschen, die es sich finanziell leisten können, soll das künftig möglich sein. Vorausgesetzt, die gesundheitlichen Anforderungen stimmen. Die Akklimatisation im Hypoxiezelt kann zu Hause erfolgen. Die neueste Anwendung ist allerdings das Edelgas Xenon, das die körpereigene Produktion des leistungsteigernden Glykoproteins Erythropoietin (EPO) anregt. Was für und was gegen eine einwöchige Besteigung des Mount Everest – wie sie vom österreichischen Expeditionsveranstalter Furtenbach Adventures angeboten wird – spricht, liest du hier:
Seit der großen Gipfel-Katastrophe von 1996 scheint der Wunsch von Bergsteigerinnen und Bergsteigern, selbst einmal auf dem Gipfel des höchsten Bergs der Welt zu stehen, ungebremst und ungehemmt. Doch das Bergsteigen am Mount Everest hat sich so stark verändert, dass viele Alpinistinnen und Alpinisten den Berg strikt meiden und die Verhältnisse dort als „Everest-Tourismus" abkanzeln.
Viele Expeditionsanbieter lassen von Sherpas Unmengen an Flaschensauerstoff auf den Gipfel schleppen. An Wettertagen, die einen Aufstieg erlauben, ist mit stundenlangem, lebensgefährlichem Stau auf der Aufstiegsroute, die auch zugleich die Abstiegsroute ist, zu rechnen. Von selbstständigem Bergsteigen kann in den meisten Fällen nicht die Rede sein.
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