Die über 5.000 m hohe, fast ständig unter Wolken verborgene Ruwenzori-Bergkette ist mit keiner anderen Bergregion der Welt vergleichbar, meint Andreas Klotz. Besonders sind die eisbedeckten Gipfel so nah am Äquator, ebenso wie der dichte Urwald, der sie umschließt. Einzigartig auch Die Vegetation: Blumen werden so groß wie Bäume, riesige Moosteppiche leuchten in den unwirklichsten Farben und Flechten hängen teils meterlang von knorrigen Bäumen herunter. Hier herrschen Regen und Schnee, Wolken und Nebel – eine durch und durch mystische Stimmung liegt über allem.
Woher die „Mondberge“, in denen auch die höchstgelegenen Quellen des Nil entspringen, zu ihrem Namen kamen? Legenden gibt es viele – am plausibelsten scheint folgende Erklärung: Tagsüber zeigt sich das Gebirge fast immer in Wolken gehüllt, nachts hingegen lösen sich diese auf und die Bergspitzen mit ihren Eis- und Schneekappen leuchten im Licht des Erdtrabanten.
Unternehmer Andreas Klotz lebt in Rheinbach bei Bonn und ist auch als Autor und Fotograf tätig. Auf seinen weltweiten Expeditionen zieht es ihn besonders in möglichst unberührte Naturgebiete. Er reiste mehrmals nach Ostafrika, bestieg drei Mal den Kilimandscharo, den Mount Kenya und andere afrikanische Berge. Das Ruwenzori-Gebirge durchwanderte er – ebenfalls mehrmals – auf unterschiedlichsten Pfaden. Mit www.mondberge.de betreibt er ein Charity-Projekt, das sich zum Ziel setzt, Gorillas zu retten, Menschen zu unterstützen und Bäume zu pflanzen.
„Mountains of the Moon“, TiPP 4 Verlag, 120 Seiten, 100 Fotos, detaillierte doppelseitige Landkarte; 1. Auflage November 2021; ISBN: 9783943969221; Preis: 29,90 Euro.