Bernhard Kathan prägte den Spruch: „Die Bauern haben mit ihren Füßen die Wege in die Landschaft geschrieben“ – und trifft den Nagel damit auf den Kopf. Denn während Ausflüge ins Gebirge heute eine vergnügliche Selbstverständlichkeit darstellen, waren die Überschreitungen für viele bis vor 100 Jahren noch ein gefährliches, aber unumgängliches Unterfangen. Säumer mussten Lasten übers Gebirge transportieren, Hirten ihr Vieh über Pässe treiben, Bauern notwendige Strecken über den Berg zurücklegen.
Die aktuelle Ausstellung des Lechmuseums „Gehen am Berg“ zeichnet die Entwicklung des Gehens im Gebirge nach und widmet sich dem Losgehen, dem Gehen-Lernen, dem Auf- und Absteigen, dem Gehen-Müssen, dem Weggehen und Heimkommen rund um den Arlberg. Denn auch in und um Lech war das Gehen am Berg über viele Jahrhunderte hinweg weniger eine sportliche Betätigung, als vielmehr eine zweckmäßige Bewältigung von notwendigen Wegstrecken.
Eine Ausstellung des Lechmuseums im Huber-Hus (Dorf 26 in Lech am Arlberg).
Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Sonntag, jeweils 15.00-18.00 Uhr. Führungen gegen Voranmeldung.