Zu Besuch im Reich der Viertausender

Über den Arbengrat auf das Obergabelhorn

Anzeige • 22. Juni 2021

Die Überschreitung des Obergabelshorns ist anspruchsvoll. Doch allein wegen der grandiosen Aussicht auf das Matterhorn lohnt sie sich. Die Ortovox Athleten Katharina Sandbichler, Lena Koller, Max Draeger und Fabio Keck sind die anspruchsvolle Hochtour im Wallis angegangen und haben uns eine spannende Geschichte und einige praktische Tipps mitgebracht.

Nichts für Hochtoureneinsteiger: Die Überschreitung des Obergabelhorns über den Arbengrat.
Foto: Max Dräger
Nichts für Hochtoureneinsteiger: Die Überschreitung des Obergabelhorns über den Arbengrat.

Vom verschlafenen Täsch aus erreichen Kathi, Lena, Max und Fabio nach einer kurzen Zugfahrt das wohl bekannteste Bergsteigerdorf der Alpen. Zermatt, ein winziger Ort mit vielen Kontrasten und (vermeintlichen) Gegensätzen: Bergsteiger und Erholungssuchende, Luxushotels und karge Biwaks, Toblerone und Käsefondue. Alle (Hochtour-)Touristen in und um Zermatt haben jedoch wahrscheinlich eines gemein: Den Blick vom allgegenwärtigen Matterhorn abzuwenden, fällt ihnen schwer.

Ausgangspunkt für die abenteuerliche Überschreitung ist das malerische Arbenbiwak – Nordwandblick auf das Matterhorn inklusive.
Foto: Max Dräger
Ausgangspunkt für die abenteuerliche Überschreitung ist das malerische Arbenbiwak – Nordwandblick auf das Matterhorn inklusive.

Das Gewusel in Zermatt ist schnell vergessen. Über Zmutt wandern die vier Athleten Tal einwärts Richtung Schönbielhütte, und dann nordwärts zum Arbenbiwak. Aussichtstechnisch sind Biwaks fast immer bevorzugt, doch der Ausblick vom Arbenbiwak übertrifft alle Erwartungen: Während die vier in der langsam schwindenden Sonne heißes Couscous mit Käse löffeln, freuen sie sich über den fantastischen Ausblick auf die Matterhorn Nordwand. 

Die ersten Schritte am Morgen fallen noch schwer, doch der Anblick des Matterhorns im Mondlicht lässt die Müdigkeit schnell vergessen.
Foto: Max Dräger
Die ersten Schritte am Morgen fallen noch schwer, doch der Anblick des Matterhorns im Mondlicht lässt die Müdigkeit schnell vergessen.

Um 3 Uhr klingelt der Wecker. Die vier packen ihre Rücksäcke und wärmen ihre übermüdeten Körper mit etwas Essen, bevor es rausgeht in die klirrende Kälte. Auf über 3.000 Metern herrschen selbst im Juli eisige Temperaturen und so freuen sich die vier über viele Schichten aus Merino und Swisswool. Bei stürmisch-eisigem Wind erreichen sie den Gradeinstieg, während die Sonne ihren Weg durch die Wolkendecke sucht.

Auch wenn die Aussicht noch so verlockend ist, der Arbengrat verlangt immer volle Konzentration.
Foto: Max Dräger
Auch wenn die Aussicht noch so verlockend ist, der Arbengrat verlangt immer volle Konzentration.

Die vielen Superlativen, die sie im Vorhinein über den Arbengrat gehört haben, werden nun Wirklichkeit: Kompakter Fels, eine logische Wegfindung und beste Verhältnisse ermöglichen Kathi, Lena, Max und Fabio ein zügiges Vorankommen. Ziemlich happy gibt's am Gipfel ein High-Five – noch einmal die 4000er Kulisse ringsum einsaugen – und weiter geht’s. Denn allen ist bewusst: Am Ziel sind sie noch lange nicht, vielmehr ist gerade erst Halbzeit.

High-Five am Gipfel – doch erst die Hälfte des Weges ist geschafft.
Foto: Max Dräger
High-Five am Gipfel – doch erst die Hälfte des Weges ist geschafft.

Im Abstieg ist nochmal volle Konzentration gefragt: es gilt zahlreiche Abseiler, ein steile Firnflanke und brüchiges Gelände zu bewältigen. Am Gletscher kurz vor der Rothornhütte brennt dann plötzlich die Sonne unerbittlich herab. Während es die Stunden zuvor noch bitterkalt war, können die vier jetzt gar nicht genug Schichten ausziehen. Dementsprechend freuen sie sich über Kaffee und Kuchen auf der Rothornhütte, bevor sie – mit vollem Zucker- und Koffeintank – zum Endspurt ins Tal ansetzen.

Der Abstieg beginnt gemütlich, doch es warten noch zahlreiche Abseiler und ein weiter Weg.
Foto: Max Dräger
Der Abstieg beginnt gemütlich, doch es warten noch zahlreiche Abseiler und ein weiter Weg.

Müde, mit brennenden Fersen und vor allem richtig glücklich über die gelungene Tour, kommen Kathi, Lena, Max und Fabio wieder in der Zermatter Zivilisation an. Jetzt erstmal die Bergschuhe ausziehen. Barfuß durch das Gewusel im Dorf schlendernd, ist der Trubel fast ein kleiner Kulturschock. Und wie so oft: Kaum im Tal angekommen drehen sich die Gedanken der vier Athleten bereits jetzt um all die weiteren Gipfelziele rund um Zermatt.

Tipps & Tricks für Hochtouren

Du hast bereits einige Erfahrung im Hochtourengehen und möchtest mit deinen Tourenpartnern mal einen hochalpinen Drei- oder gar Viertausender besteigen? Dann haben die vier Ortovox Athleten Katharina Sandbichler, Lena Koller, Max Draeger und Fabio Keck zum Abschluss noch ein paar hilfreiche Tipps & Tricks für dich:

  1. Digitale Karte der Tour auf das Handy runterladen. Als Backup aber IMMER eine Karte oder einen Ausdruck mitnehmen.
  2. Mit einer Trinkblase sind die Getränke immer griffbereit. Viel Trinken ist vor allem in der Höhe wichtig.
  3. Notfallriegel und Sonnencreme solltest du zu jederzeit griffbereit haben.
  4. Mineralstofftabletten reichern das Schmelzwasser zum Trinken mit den wichtigsten Mineralien an.
  5. Mit einem wasserdichten Packsack behält man selbst im engen Rucksack stets den Überblick. Zudem hält er die Feuchtigkeit fern.
  6. Gamaschenhosen wie die Ortovox Westalpen 3 L Hose sind praktisch in der Handhabung und ersparen dir einen zusätzlichen Ausrüstungsgegenstand.
  7. Faltstöcke erleichtern Auf- und Abstiege. Im einfachen Gelände hält man am besten in einer Hand den Pickel und in der anderen einen Stock. 

Das Ortovox Safety Academy Lab Ice – die digitale Lernplattform für Hochtourengeher

Das Hochtourengehen ist eine der anspruchsvollsten, aber auch eine der faszinierendsten Bergsportdisziplinen. Dabei sind nicht nur die Gipfel hoch, sondern auch die Anforderungen an Mensch und Ausrüstung. Auf Hochtouren muss man nicht nur Kondition und Kraft mitbringen, auch technisches Know-how und Erfahrung im Umgang im Gelände, Ausrüstung und den Sicherungs- und Rettungstechniken sind essenziell.

Zusammen mit dem Verband Deutscher Berg- und Skiführer, seinen zahlreichen Profi-Bergführern und Athleten hat Ortovox mit den „Safety Academy Lab Ice“ eine interaktive, multimediale Ausbildungsplattform geschaffen, um das notwendige Basiswissen zu vermitteln. In 18 lehrreichen Video-Tutorials und umfassenden Lern-Modulen erfährst du in drei Kapiteln alle sicherheitsrelevanten Aspekte des Hochtourengehens. Einfach durchklicken, ausprobieren und lernen!

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