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5 Gründe, das neue Bergwelten-Magazin zu lesen

Aktuelles • 29. März 2019

Oops, we did it again! Ja schon wieder haben wir eine neue Ausgabe gedruckt und wie immer, versuchen wir sie noch um ein kleines Stück besser zu machen, als die letzte: Fünf gute Gründe für das neue Bergwelten-Magazin.

5 Gründe, warum ihr das neue Bergwelten Magazin (April/ Mai 2019) lesen solltet
Foto: Bergwelten
5 Gründe, warum ihr das neue Bergwelten Magazin (April/ Mai 2019) lesen solltet

1. Wegen dem Grimming

Wenn man von Osten kommend ins Ennstal fährt, führt kein Weg und Blick an ihm vorbei, dem Grimming. Mit seinen 2.351 m zählt er zwar nicht zu den höchsten, dafür aber imposantesten Bergen, der einfach so das Ennstal vom Salzkammergut trennt und dabei kein schlechtes Gewissen hat. Denn er ist teilend in seiner Erscheinung, aber vereinend in seiner Wahrnehmung. Kaum ein anderer Berg im Ennstal scheint so zu polarisieren, wie es der freistehende Monolith am Rande der Ennstal-Bundestrasse vermag. Lange wurde er für den höchsten Berg der Steiermark gehandelt, bevor ihn der, um knapp 650 m überragende, Dachstein diesen Rang einfach stahl. Der Grimming interessiert sich aber wenig für topografische Zahlen und steht noch immer omnipräsent in der Landschaft wie zuvor. Veronika Dolna hat sich dem einsamen Felsen angenommen und gemeinsam mit dem Fotografen Armin Walcher eine Geschichte mitgebracht, die selbst dem stummen Grimming zum Schmunzeln bringen würde. Zumindest behaupten wir das einmal.

Der Grimming in der Obersteiermark
Einsamer Berg in der Steiermark

Der Grimming

Ein Bild von einem Berg mitten im Ennstal: Wie ein Koloss steht er da, auf allen Seiten steil abfallend, unbeeindruckt vom viel höheren Dachstein oder den lieb gewonnenen Salzkammergutbergen. Der Grimming. Veronika Dolna hat dem einsamen Berg in der Obersteiermark einen Besuch abgestattet und erzählt seine anmutige Geschichte im neuen Bergwelten-Magazin (April/Mai 2019). 

2. Wegen der Individualität des Studentenfutters

Stevan Paul hat es auf den Punkt gebracht: Individualismus über alles! Weil Einzigartigkeit zur gesellschaftlichen Norm geworden ist (oder schon immer war?) und das Alleinstellungsmerkmal nicht einmal vor dem jahrhundertealten Bergsteiger-Snack, dem Studentenfutter, zurückschreckt, geht der Hamburger Autor der Zusammensetzung von Nuss und Trockenfrucht auf den Grund. Dabei klärt er nicht nur die Frage nach der Namensherkunft des heißgeliebten Nuss-Proviants, sondern auch die energetische Sinnhaftigkeit des einfachen Jausen-Snacks. Nebenbei schlägt er auch noch ein Rezept zur Zubereitung vor, das eben je nach individualistischer Laune verändert werden darf.

Der individualisierte und personalisierte Bergsteiger-Snack: das Studentenfutter
Foto: Gunda Dittrich
Der individualisierte und personalisierte Bergsteiger-Snack: das Studentenfutter

3. Wegen der Symbolkraft von Outdoor-Klamotten

Weil die Aussage „Kleider machen Leute“ nicht von ungefähr kommt, hat sich unser Kolumnist David Pfeiffer der Thematik der Outdoor-Garderobe gewidmet. Funktionsjacken in der Innenstadt, Zustieg-Schuhe im Theater oder knallbunte Windbreaker in der Metro: Was einst bloß am Berg getragen wurde, um – ganz einfach gesagt – vor dem Erfrieren zu schützen, hat längst im urbanen Alltag Einzug gehalten. Warum der Multilayer auch zwischen Hochhäusern keine schlechte Figur macht und wieso Hr. Pfeiffer seitenweise über Funktionsbekleidung schreiben kann, ohne dabei Gefahr zu laufen sich einer Verkühlung zu unterziehen, lest ihr am besten selbst nach. Soviel sei aber gesagt: Funktionalität und Modebewusstsein sind kein Widerspruch, weil beides verdammt nützlich ist.

Wie Outdoor-Mode von den Bergen in die Stadt gekommen ist
Foto: Anne Mair
Wie Outdoor-Mode von den Bergen in die Stadt gekommen ist

4. Wegen Nina Caprez

Die furchtlose Alpinkletterin aus dem Schweizer Kanton Graubünden hat keinen Plan, kein Konzept und damit auch kein Problem. Die Dinge allzu ernst zu nehmen liegt der 32-jährigen Felsakrobatin fern: Leidenschaft über Ehrgeiz, Faszination an Stelle von Besessenheit und Nervenkitzel, wo andere Menschen Angst verspüren. Der Spaß steht an erster Stelle, ausgeklügelte Trainingspläne an letzter. Nina Caprez klettert so, wie es ihr Körper ihr sagt. Ganz ohne Zwang tanzt sie leichtfüßig die 200 Meter lange 8b+-Alpinroute „Silbergeier“ im Rätikon nach oben und lächelt dabei als, ob es die Stiegen zum Migros wären. Autor Üsé Meyer hat die sympathische Kletterin begleitet und dabei ein berührendes und gleichzeitig unglaublich humorvolles Portrait mitgebracht, dass ihr in der neuen Ausgabe findet.

Die Schweizer Alpinkletterin Nina Caprez im Portrait
Foto: Stefan Kurzi
Die Schweizer Alpinkletterin Nina Caprez im Portrait

5. Wegen den Frauen

Ganz unbeabsichtigt hat sich in die neue Ausgabe eine Überzahl an Frauen geschummelt (keine falschen Vermutungen bitte, unsere Quote stimmt auch so). Da wäre einmal unsere Fixstarterin Sissi Pärsch, die zwei wunderschöne Geschichten aus dem Südtirol und der Provence mitgebracht hat – eine Reise ins Oh La La-Land, wo Künstler Inspiration und Sportler neue Klettertouren und Bikerouten finden. Rosemarie Schwaiger hat der Innsbrucker Segelflieger-Vereinigung einen Besuch abgestattet und ist für das neue Magazin lautlos über dem Stubaital in die Lüfte gestiegen. Unsere leitende Redakteurin Katharina Lehner wiederum hat 20 geniale Touren vor der Haustür zusammengestellt, während Veronika Dolna den Grimming bestieg und Christina Schwann fünf Hütten für die Skihochtourensaison empfiehlt. Nina Caprez haben wir ja schon erwähnt, und sonst: Anke Eberhardt hat uns ja schon auf Instagram überzeugt, also haben wir ihr kurzerhand eine neue Kolumne gewidmet, die bloß ein Ziel verfolgt: Anke soll die neue Kim Kardashian der Berge werden. Ob sie das schafft oder nicht, lest ihr am besten selbst nach. 

Anke Eberhardt über hüfpende Mädchen in ihrer Super-Kolumne
Foto: Julian Rohn
Anke Eberhardt über hüfpende Mädchen in ihrer Super-Kolumne

Wir wünschen gute Unterhaltung mit dem neuen Magazin, und auch wenn in den Bergen Vorsicht besser als Nachsicht ist, und das alpine Gelände eben kein Kinderspielplatz: Man muss nicht alles immer ganz so ernst nehmen, oder glaubt ihr etwa wirklich, dass die Berge uns ernst nehmen?

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