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4 Tipps für Mikroabenteuer: Die weite Welt wartet vor der Haustür

Anzeige • 7. Juni 2022

Heiße Sommertage und laue Nächte locken Abenteurer in die Natur. Was aber tun, wenn die Urlaubstage bereits aufgebraucht sind und man ohne lange Flug- oder Autoreise möglichst klimafreundlich seine Abenteuerlust stillen will? Alastair Humphreys setzt in diesem Fall auf sogenannte Mikroabenteuer. Der Brite gilt als Urvater der unvergesslichen Microadventures, die jede Person im Alltag und in unmittelbarer Umgebung erleben kann. Lokal, kostengünstig und einfach. Wir präsentieren dir spannende Ideen für Mikroabenteuer!

Warum in die Ferne reisen, wenn das Abenteuer so nah liegt?
Foto: Unsplash
Warum in die Ferne reisen, wenn das Abenteuer so nah liegt?

1. Übernachten im Freien

Du hast einen kleinen Balkon, eine Terrasse, einen Garten? Das Dach eures Wohnhauses ist zugänglich oder jemand den du kennst hat einen lauschigen Schrebergarten? Am Stadtrand liegt ein Wald? Perfekt, das ist eigentlich schon fast alles, was du für dein erstes Mikroabenteuer brauchst. Dazu noch eine Isomatte und je nach Jahreszeit einen entsprechend isolierenden Schlafsack. Damit das erste Mikroabenteuer nicht das letzte wird, sollte man sich außerdem eine trockene und nicht zu kalte Nacht aussuchen. Es geht hier nicht darum, allen Naturgewalten auf einmal zu trotzen, sondern um ein schönes Erlebnis. Wenn du mit einem Zelt unterwegs bist, informiere dich vorab über die aktuellen Gesetze. Nicht überall ist wildes Campen erlaubt, in Österreich zum Beispiel gelten für jedes Bundesland gelten eigene Regeln. 

Mikroabenteuer unter dem Sternenzelt
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Mikroabenteuer unter dem Sternenzelt

Sternenzauber: Wo die Nacht am dunkelsten ist 

Das Highlight jeder Nacht im Freien ist natürlich ein funkelndes Sternenzelt. Allerdings ist davon durch die Lichtverschmutzung rund um unsere Städte oft wenig zu sehen. Wenn du etwas mehr Zeit für dein Mikroabenteuer hast, kannst du eine Nacht lang auf Sternenjagd gehen – in Österreich gibt es immer mehr Sternenparks, Nacht- und Landschaftsschutzgebiete, in denen die Lichtverschmutzung aktiv reduziert wird. Zum Beispiel im Sternenpark Attersee-Traunsee. Aber auch die Nächte im Nationalpark Gesäuse gehören zu den dunkelsten in Europa. In Altenmark am Zauchensee gibt es einen Mondweg mit Open-Air-Sternenwarte und am südöstlichen Stadtrand von Wien wartet das Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg mit funkelnden Ausblicken ins Weltall.

  • 2. Wanderung zum Sonnenaufgang

    Alternativ kannst du auch eine Wanderung oder einen Spaziergang zum Sonnenaufgang machen. Es kostet zwar etwas Überwindung, aber wer sich den Wecker kurz vor Sonnenaufgang stellt und sich dann auf ins Mikroabenteuer macht, wird mit einer unvergesslichen Stimmung belohnt. Da huscht vielleicht noch das ein oder andere nachtaktive Tier durch die Straßen der Vorstadt, man hört die ersten Vögel den Tag begrüßen und entdeckt die bekannte Umgebung in einem ganz neuen (Morgen-)Licht. Und das Beste daran: Pünktlich zum Morgen-Meeting bist du wieder im Büro. Tiefenentspannt und gleichzeitig voller Energie, weil du dem Alltag ein Abenteuer abgetrotzt hast. 

    Frühstück mit Ausblick: kleine Abenteuer für große Entdecker
    Foto: Pexels
    Frühstück mit Ausblick: kleine Abenteuer für große Entdecker

    Drei Touren, um den Sonnenaufgang deines Lebens zu genießen:

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Sonnenaufgang über der Millionenstadt
      Ein Mikroabenteuer für alle Stadtpflanzen: Der insgesamt 11 Kilometer lange Wiener Stadtwanderweg 1a führt vom Nußdorfer Platz auf den Leopoldsberg am Rande des Wienerwaldes. Hier kannst du auf 425 Metern Höhe der Stadt beim Aufwachen zusehen und bist im Handumdrehen wieder mittendrin im Großstadtdschungel.
       
    • Goldenes Licht über dem Salzkammergut: Guten Morgen am SchafbergFür ein gemächlicheres Mikroabenteuer nimmst du die letzte Schafbergbahn von der Talstation St. Wolfgang. Wenn du besonders gut schlafen möchtest, bewältigst du den steilen Aufstieg auf den Schafberg selbst: Ab Winkl bis zum Gipfel sind es rund zweieinhalb Stunden meist über steinige Waldwege, anspruchsvoller ist die Tour über die Himmelspforte. Die Nacht am Berg und der Sonnenaufgang am Morgen inklusive Ausblicke über insgesamt 13 Seen sind so oder so unvergesslich.
       
    • Sonnenanbeter am Schöckl
      Der Grazer Hausberg ist zwar kein Geheimtipp was Sonnenaufgangstouren betrifft, weil der Schöckl von der steirischen Landeshauptstadt aber in nur einer halben Stunde zu erreichen und der rund einstündige Aufstieg recht einfach ist, darf er hier trotzdem nicht fehlen. Ein wunderbares Mikroabenteuer, das sich auch unter der Woche erleben lässt.

    3. Perspektivenwechsel – deine Stadt neu entdecken

    Der frühe Vogel interessiert dich als Nachteule nicht? Wie wäre es dann mit einem Mikroabenteuer nach Büroschluss? Fahr einfach bis zur Endstation deiner U-Bahn, S-Bahn oder Busstation und erkunde den Stadtrand oder ein ganz neues Viertel. In vielen Städten gibt es Themen- und Stadtwanderwege, die zu Aussichtsplätzen oder Sehenswürdigkeiten führen. Wusstest du zum Beispiel, dass ein Teilabschnitt des Jakobswegs durch Linz führt, der Wanderweg von Bregenz auf den Pfänder in weniger als zwei Stunden zu schaffen ist und es 14 Wiener Stadtwanderwege gibt, die allesamt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind? Den 120 Kilometer langen Rundwanderweg um Wien kannst du in 24 leicht zu bewältigenden Etappen gehen, zum Beispiel nach jedem Arbeitstag eine. Auch wenn du müde bist und der Tag lang war – dieses kleine Abenteuer gibt dir Energie zurück und belohnt dich garantiert mit neuen Aus- und Einblicken.

    4. Ein Tagesausflug ins Ungewisse

    Wenn du am Wochenende etwas mehr Zeit hast, schnapp dir dein Fahrrad, radle zum Bahnhof, setze dich in den nächsten Zug und fahre einige Stationen in irgendeine Himmelsrichtung. Alles, ohne vorher akribisch zu planen und nur so weit, dass du es an diesem Tag mit dem Fahrrad noch gut zurück nach Hause schaffst. Erkunde den Ort, an den es dich verschlägt, such dir den höchsten Punkt in der Nähe, den nächsten Fluss oder gönn dir eine Stärkung am Dorfplatz, bevor du dich auf den Heimweg machst.

    Vom Büro direkt ins Mikroabenteuer
    Foto: YETI
    Vom Büro direkt ins Mikroabenteuer

    Gut gerüstet für jedes Abenteuer

    Eine gewisse Basisausstattung darf bei keinem Ausflug fehlen, der zum unvergesslich schönen Erlebnis wird. Dazu gehören:

    • Isomatte
    • Schlafsack
    • Stirn- oder Taschenlampe
    • Wollmütze
    • Warme, wasserabweisende Kleidung
    • Campingkocher
    • Essen und Wasser

    Verstaut wird das alles am besten in einer Tasche, die tausend Möglichkeiten bietet: Ob Spülbecken, Holztrage, Yoga-Tasche, Tasche für Kletterequipment oder mobile Umkleide für Wassersportler – die wasserdichte, superrobuste YETI Camino Carryall macht alles mit. Sie besteht aus strapazierfähigem und einfach zu reinigendem Nylon in drei verschiedenen Größen: 20 und 35 Liter für Mikroabenteuer, 50 Liter, wenn aus dem Mikro- mal ein Makroabenteuer mit Kletterausrüstung, Zelt oder Angelmontur wird. In der Tasche herrscht jedenfalls immer Ordnung: Wirf deine schlammigen Wanderschuhe einfach in das eine und dein Büro-Outfit in das andere Fach. So bleibt alles trocken und sauber und du bist gerüstet für den Alltag nach dem Mikroabenteuer. Erde, Schlamm und Jausenreste werden einfach ausgeschüttelt oder mit dem Gartenschlauch ausgespült, denn die YETI Camino Carryall ist komplett wasserfest und im Winter und Sommer perfekt zum Verstauen von Ausrüstung. Mehr Informationen zu den Produkten von YETI findest du auf yeti.com.

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