Ali Sadpara und Simone Moro am Gipfel des Nanga Parbat am 26. Februar 2016
Foto: Archiv Simone Moro
Höhenbergsteigen im Winter

Simone Moro: „Manche brauchen extreme Bedingungen“

Interview • 18. November 2020

Simone Moro lässt Kälte kalt. Als erster und einziger Mensch der Welt hat der italienische Extrembergsteiger vier 8.000er-Gipfel im Winter bestiegen und damit alpine Geschichte geschrieben. Warum er Kälte nicht als Qual empfindet, was man aus Glücks- und Rückfällen lernen kann und weshalb er den K2 im Winter vielleicht doch nicht mehr besteigen will.

Das Interview führten Klaus Haselböck und Robert Maruna.

Wenn man Simone Moro eine einfache Frage stellt, wird man keine kurze Antwort erhalten. Man muss darauf gefasst sein, dass ein detailreicher Monolog folgt und seine Gedankensprünge keine zeitliche Stringenz haben: Von Erlebnissen aus langer Vergangenheit spannt er geschickt den Bogen zur Gegenwart und vollendet die Erzählung mit Plänen aus der Zukunft. Der Vollständigkeit halber macht er das, sagt er. Damit man versteht, wie er zu seinen Erkenntnissen kommt. Und dabei untermalt er seine Geschichten gerne mit einer Handvoll Metaphern. Er liebt es bildhaft zu sprechen, sagt der 53-jährige Italiener.

Der italienische Extrembergsteiger Simone Moro im Portrait
Foto: Manuel Ferrigato
Der italienische Extrembergsteiger Simone Moro im Portrait

Bergwelten: Simone, Du bist in Bergamo aufgewachsen, in einer italienischen Kleinstadt abseits der Alpen. 50 Jahre später zählst Du zu den besten Höhenbergsteigern der Gegenwart. Waren die Berge deshalb so anziehend, weil sie nicht direkt vor der Haustüre standen?

Mit Sicherheit. Die ersten 15 Jahre meines Lebens habe ich auf einer Seehöhe von maximal 1.500 Höhenmeter verbracht. Mein Vater war kein Bergsteiger, sondern Rennradfahrer. Er hat sich eher in der Ebene zuhause gefühlt. Als wir das erste Mal unsere Sommerferien in den Dolomiten verbrachten und ich dort all die Bergsteiger und Kletterer sah, habe ich meinen Vater gefragt, warum wir nicht klettern gehen. Er entschloss sich zu einem Kompromiss: das Klettersteiggehen. So konnten wir als Familie gemeinsam die Berge auf sichere Art und Weise entdecken. Er hat aber schnell erkannt, wie anziehend die vertikale Welt für mich war. Also hat er mich zum lokalen Kletterverband in Bergamo gebracht und ich begann mit dem Sportklettern.

Du wurdest dann Teil der italienischen Nationalmannschaft im Klettersport und bist mit 16 Jahren beim Sport Roccia, dem ersten Klettwettkampf der Welt, an den Start gegangen.

Und ich habe nicht gewonnen (lacht). Ich habe überhaupt nie einen Kletterwettkampf gewonnen!

Trotzdem bist Du die folgenden Jahre von Wettkampf zu Wettkampf gereist?

Das stimmt. Ich war vom Sportklettern begeistert und bin viele Routen im Schwierigkeitsgrad 8b+ geklettert, das war damals – wir sprechen von den 1980er-Jahren – auch gar nicht schlecht. Gleichzeitig bin ich aber auch alpine Touren in den Dolomiten geklettert oder habe mich am Eisklettern im Trentino probiert. Im Sportklettern erfolgreich zu sein, bedeutet an Wettkämpfen teilzunehmen. Und die finden vorwiegend in Hallen statt. Dort habe ich mich aber immer wie ein Süßwasserfisch im Meer gefühlt – auf Dauer nicht überlebensfähig. Also bin ich vom Meer den Fluß hinaufgeschwommen, bis ich die Berge gesehen habe. Dort in der alpinen Natur habe ich mich zuhause gefühlt.  

Und wie landete der Fisch aus dem Meer dann in den Bergen des Himalayas?

Über Umwege und durch Zufall. Nach Abschluss meiner Wehrpflicht erhielt ich die Einladung, mich einer Expedition zum Mount Everest anzuschließen. Ich habe gar nicht lange gezögert, das Flugticket gelöst und bin direkt losgelaufen. Zuerst zum Basislager, dann zum Camp 1, Camp 2 und dann, auf über 7.000 Höhenmeter, wiederfuhr mir das, was wohl vielen jungen starken Bergsteigern passiert ist: Das man die Akklimatisierungsphase nicht ignorieren kann, egal wie körperlich fit man ist. Das war ein Schlag ins Gesicht, aber kein Knock-Out. Fortan wusste ich, die hohen Berge und der Himalaya, das war meine Welt.

Der Mittelfinger von Simones linker Hand ist krumm. Eine Verletzung, die an ein Lawinenunglück auf der Annapurna erinnert, bei dem zwei Menschen ihr Leben ließen. Nur er überlebte, nur seine Augen haben es gesehen. Dennoch leuchten die dunkelgrünen Iriden voller Leben. Weil die Berge Simone Moro glücklich machen.

Simone Moro im Aufstieg zu Camp 3 am Nanga Parbat, Februar 2016
Foto: Archiv Simone Moro
Simone Moro im Aufstieg zu Camp 3 am Nanga Parbat, Februar 2016

Weil sie extremer, gefährlicher oder sogar angsteinflößender ist, als es die Berge Europas sind?

Manche Menschen brauchen die Erfahrung extremer Bedingungen, andere weniger. Ich habe mich nie vom Erfolg blenden lassen oder meine Angst überhört. Ich bin sehr rational in meiner Herangehensweise, aber ich hatte auch Glück in den Bergen.

Du sprichst vom Lawinenunglück in der Annapurna-Südwand im Winter 1997?

Als ich Anatoli Boukreev und Dimitri Sobolev vor meinen Augen sterben sah – und ich wie durch ein Wunder überlebt hatte –, verstand ich, dass ich bloß Glück hatte und die anderen beiden nicht. Anatoli war für mich eine Art Übermensch: Er war so bescheiden und zurückhaltend, er stand einfach über den Dingen. Und ich war davon überzeugt, dass er als alter Mann sterben würde. Aber niemand von uns ist unsterblich. Die Frage, die mich danach lange beschäftigt hat: Warum ich wieder zurück in die Berge gehen sollte?

Und die Antwort?

Sie ist banal, aber es ist so: Die Berge machen mich zu einem glücklichen Menschen.

Selbst, wenn sie für den Tod eines Freundes verantwortlich sind?

Wenn wir das Leben wie ein Buch betrachten, dann wissen wir wie dieses Buch enden wird. Der Protagonist, also Du oder ich, werden sterben. Wir haben uns nicht dafür entschieden, dieses Buch aufzuschlagen und wir können auch das Ende nicht ändern, aber wir können entscheiden, was in dieser Geschichte stehen soll, damit sie interessant wird. Ich habe mich dafür entschieden, dass mein Buch ein spannendes und vor allem langes sein soll. Deswegen höre ich ganz genau darauf, was meine Angst mir sagen will. Und: Wie wichtig es ist, von seinem Glück zu lernen. Ich bin kein von Adrenalin getriebener Mensch. Dann wäre mein Buch höchstens eine Kurzgeschichte. Und ich will nicht, dass meine Kinder diese Geschichte lesen müssen.

Simone Moro ist stolz darüber behaupten zu können, dass er stets seiner inneren Stimme gefolgt ist. Egal, ob er Entscheidungen im Schneesturm auf über 8.000 m oder daheim, während des Joggens im Wald von Bergamo, getroffen hat. Falsch gelegen ist er bloß einmal, sagt er. Am Morgen des 18. Januars 2020, als er bei strahlendem Wetter und perfekten Bedingungen mit Tamara Lunger zu Camp 1 am Gasherbrum aufgebrochen ist.

Simone Moro und Ali Sadpara kämpfen bei eisigen Temperaturen und heftigen Schneestürmen am Nanga Parbat
Foto: Archiv Simone Moro
Simone Moro und Ali Sadpara kämpfen bei eisigen Temperaturen und heftigen Schneestürmen am Nanga Parbat

Vor kurzem hätte aber die Geschichte beinahe geendet, als Du am Fuße des Gasherbrum in eine Gletscherspalte gestürzt bist. War es wieder Glück?

Ich hatte unheimliches Glück, dass meine Partnerin Tamara Lunger diesen Sturz halten konnte. Es hätte nur wenig gefehlt und wir wären beide in der Spalte umgekommen. Allerdings ist das Leben eben auch eine Kombination aus Glück und Achtsamkeit. Und ich verrate euch eine Sache: An diesem Morgen habe ich nicht auf meine innere Stimme geachtet, die mir sagte: „Simone, heute bleibst du im Basislager“. Obwohl es keinen Grund gab, nicht zu gehen. Der Himmel war wolkenlos, die Schneebedingungen perfekt, aber dennoch hätte ich der Stimme in meinem Kopf mehr Beachtung schenken müssen.

Du bist viermal zum Nanga Parbat aufgebrochen, bis Du letztlich die erste Winterbesteigung geschafft hast. War es auch die innere Stimme, die Dich zum Umdrehen gebracht hatte?

Ich habe diesem Berg mehr als ein Jahr meines Lebens gewidmet, auf vier Expeditionen aufgeteilt. Dieser Berg ist einfach das Mächtigste und gleichzeitig Schönste, was ich je gesehen habe. Es war weniger der Grund, als erster im Winter am Gipfel zu stehen, als dass ich gar nicht anders konnte. Ich bin diesem Berg verfallen und ich wusste von Beginn an, dass der Preis für den Gipfel hoch sein würde: Die eisigen Temperaturen, das ständige Ausharren im Basislager, die mühselige Versorgung und hinzu kommt die Gewissheit, dass man vielleicht doch umdrehen und die Expedition abbrechen muss. Und ich habe viele Expeditionen abgebrochen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber Fehler gehören zum Leben dazu, sie geben uns die Möglichkeit zu lernen und sie bewahren uns so vor Fehlentscheidungen in der Zukunft.

Simone Moro ist ein bedachter Zuhörer. Weil er neugierig ist zu erfahren, was seine Mitmenschen denken. Nicht zwangsweise über ihn, sondern über sich selbst. Deshalb beantwortet Moro Fragen bevorzugt mit Gegenfragen. Er spricht laut, gestikuliert viel und fixiert sein Gegenüber mit seinen tiefsitzenden Augen: Er will sicher gehen, dass man zuhört; dass man versteht, was er sagt und vor allem: Dass man im Hier und Jetzt ist. Denn für den Extrembergsteiger gibt es nichts Schlimmeres, als zuzusehen wie das Leben an einem vorbeizieht. Er will nicht der Betrachter, sondern Protagonist seines Lebens sein.

Trotzdem setzt Du dich den Qualen einer Winterbesteigung eines 8.000 m hohen Gipfels immer wieder aus.

Die meisten Menschen würden es wohl als Qual bezeichnen, wenn man bei -35°C, mitten in hüfthohem Schnee herumstapft und nach Luft schnappt, nur um einen über 8.000 m hohen Felsriegel mitten im Nirgendwo zu besteigen. Ich nehme diese Qualen auf mich, weil ich sie nicht als solches bezeichne: Niemand zwingt mich dazu. Ich entscheide mich aus freien Stücken dafür, um mein Ziel zu erreichen, um mir einen Traum zu erfüllen. Deshalb gibt es für mich auch keinen Grund über diese Bedingungen zu jammern. Diesen Anspruch stelle ich an mich, und erwarte ich ebenso von meinen Partnern.

Klingt nach einer harten Schule für Deine Kletterpartnerin Tamara Lunger.

Tamara ist eine unglaublich starke Alpinistin und großartige Persönlichkeit, wir ergänzen uns hervorragend. Gerade, weil sie eine Frau ist und oftmals eine andere Perspektive auf die Dinge hat. Sie ist ein sehr enthusiastischer Mensch: leicht zu begeistern und durchwegs positiv, aber sie kann auch schnell ungeduldig werden und deprimiert sein, wenn die Dinge nicht ganz nach Plan laufen. In diesem Punkt bin ich ein wenig „unterkühlter“, vielleicht habe ich doch zu viel Zeit in der Kälte verbracht (lacht). Vielleicht ist es aber auch das Alter und die Erfahrung – Tamara ist noch jung, gerade im Klettern könnte sie noch viel lernen und sich verbessern. Würde ich ein Team für den K2 im Winter zusammenstellen, dann wäre sie fixer Bestandteil der Expedition.

Und was, wenn Tamara ohne Dich, als erster Mensch im Winter auf dem Gipfel des K2 stehen würde?

Dann wäre ich unglaublich glücklich, egal ob es Tamara oder jemand anders ist. Sofern der Gipfel des K2 diesen Winter fällt, dann würde es die Türe zu vielen anderen Winterexpeditionen im Himalaya öffnen – es wäre ein Meilenstein. Allerdings deuten aktuelle Pläne darauf hin, dass es eine kommerzielle Expedition zum K2 im Winter geben wird. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit einem Team von über 20 Menschen gemeinsam zu diesem Berg gehen möchte. Das ist nicht mein Stil. Ich habe 16 Winterexpeditionen in den Himalaya und Karkorum geführt, ich bin der einzige Mensch, der vier 8.000er im Winter bestiegen hat, das wird bleiben. Und ich werde auch diesen Winter eine Expedition auf einen hohen Berg machen, aber ich denke über Alternativen zum K2 nach.

Simone Moro und Tamara Lunger im Aufstieg, oberhalb des Basis Lagers am Nanga Parbat, Diamir-Seite
Foto: Archiv Simone Moro
Simone Moro und Tamara Lunger im Aufstieg, oberhalb des Basis Lagers am Nanga Parbat, Diamir-Seite

Simone Moro sagt, dass nur diejenigen, die die Geschichte des Alpinismus kennen, im Bergsport noch unerforschte Ziele erreichen können. In seinen ersten Kletterjahren durfte er keine Kletterschuhe verwenden. Er solle mit schweren Bergschuhen klettern und so ein Gefühl dafür bekommen, was die alpinen Pioniere vor ihm geleistet haben, meinte sein damaliger Mentor. Und nie hatte er diese Anweisung hinterfragt. So verstand er schon früh, dass die Grenzen des Alpinismus weniger eine Frage der Ausrüstung, sondern mehr der geistigen Vorstellung sind. Und der Willenskraft. Und der zweifache Familienvater hat eine unbändige Willenskraft, wenn er ein Ziel vor Augen hat. Eine Charaktereigenschaft, die in seiner Erziehung wurzelt.

Aber wieso muss es gerade im Winter sein: Sind Winterexpeditionen auf 8.000er die letzten offenen Projekte des Alpinismus?

Wenn du in der modernen Welt noch so etwas wie ein Entdecker sein willst, dann musst du die Geschichte kennen, um zu verstehen, was einen Pionier ausmacht. Nur so kannst du wissen, was noch nicht getan worden ist. Es gibt viele Möglichkeiten in den Bergen, sei es die Wiederholung mancher Leistung aus den 1970er Jahren: Hermann Buhl war damals völlig alleine unterwegs und manche seiner Leistungen wurden nie wiederholt. Selbst 50 Jahre nach ihm wäre es außergewöhnlich hohe Berge in seinem Stil zu besteigen. Ich habe einfach gewusst, dass mir die Kälte nichts ausmacht und, dass ich das Potential habe, den Horizont des Möglichen ein kleines Stück zu verschieben. Ich war im Winter auf vier von vierzehn Gipfeln oberhalb der 8.000er-Grenze. Irgendwann wird es einen Menschen geben, der alle 14 im Winter bestiegen hat. Nichts ist unmöglich.

Abschließende Frage: Verratest Du uns Dein Geheimnis? Wie trainiert man für das Unmögliche?

Einfache Antwort: Laufen. Es gibt kein besseres Training für einen hohen Berg, weil es keine Entschuldigung dafür gibt, nicht die Laufschuhe zu schnüren und rauszugehen. Egal, ob es regnet, stürmt oder schneit. Man kann immer laufen. Außer man hat Schmerzen, aber dann kann man immer noch gehen. Und weitergehen ist der springende Punkt: Auf über 8.000 m musst du weitergehen, du musst absteigen, wenn du überleben willst. Du kannst dich nicht hinsetzen und sagen, ich kann nicht mehr. Diese Fähigkeit zur Überwindung und zur inneren Aufraffung trainiert man am besten durch Laufen. Wie gesagt: Es gibt keinen Grund, nicht zu laufen. Niemals.

Simone Moros Vater, der Rennrad-Champion, ging neben dem tagtäglichen Training einem normalen Beruf nach und sorgte sich gewissenhaft um seine Familie. Und immer, wenn Moro glaubt sein körperliches Limit erreicht zu haben, muss er an seinen Vater denken. Dann steht er auf und trainiert einfach weiter. Vielleicht um den Gipfel des K2 doch noch als Erster im Winter zu besteigen. Vielleicht hat er aber auch ein anderes Ziel vor Augen. Er muss nochmals gut darüber nachdenken, sagt er. Und das kann er am besten, wenn er laufend in Bewegung ist.

Noch mehr über Simone Moro erfahrt ihr im aktuellen Bergwelten Magazin (Dezember/Jänner 2020/2021) und ab 15. Dezember in der neuen Folge des Bergwelten-Podcasts auf Spotify, Apple Podcasts und wo ihr sonst eure Podcasts hört.

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