Hörnlihütte

3.260 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juli bis September

Anfang Juli bis Mitte September

Telefon

+41 27 967 22 64

Homepage

http://www.hoernlihuette.ch

Betreiber/In

Edith & Martin Lehner

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
4 Zimmerbetten 122 Schlafplätze 20 Schlafplätze

Details

  • Winterraum
  • Wi-Fi
  • Kreditkarten
  • EC-Karten
  • Dusche

Lage der Hütte

Die Hörnlihütte (3.260 m) liegt am Ausläufer des Hörnligrates (NO-Grat) des Matterhorns (4.478 m). Die Hütte oberhalb von Zermatt dient in erster Linie als Stützpunkt für die Besteigung des Matterhorns über den Hörnligrat und den Zmuttgrat. An schönen Tagen kommen aber auch trittsichere Tagesgäste um die unvergleichliche Aussicht zu geniessen und auf der großzügigen Terrasse Hochgebirgsluft zu schnuppern.

Die erste Hörnlihütte wurde 1880 mit 17 Schlafplätzen gebaut und im Lauf der Jahre mehrfach erweitert, um dem zunehmenden Ansturm der Bergsteiger gerecht zu werden. 1911 entstand daneben das Berghaus Matterhorn (Belvédère). Zusammen hatten beide Unterkünfte bis zu 170 Schlafplätze. 2015, zum 150. Jubiläum der Erstbesteigung des Matterhorns, wurden beide Hütten umfassend renoviert und modernisiert.

Das Matterhorn (italienisch Monte Cervinio, französisch Mont Cervin) mit seiner markanten und unverwechselbaren Pyramidenform gilt als Sinnbild für die Schweiz und als meistfotografierter Berg der Welt.

1865 gelangte das Matterhorn durch die dramatische Erstbesteigung über Nacht zu Weltruhm. Der Engländer Edward Whymper bestieg gemeinsam mit sechs anderen Bergsteigern als Erster den als unbezwingbar geltenden Matterhorngipfel. Beim Abstieg stürzten vier Bergsteiger in den Tod. Whymper überlebt, er und der Rest der Seilschaft schafften es sicher bis zum Fuß des Berges. Seitdem zieht das Matterhorn Bergsteiger aus aller Welt an.

100 Meter hinter der Hütte beginnt der Hörnligrat. Die meisten Bergsteiger, die auf den wohl berühmtesten Berg der Alpen wollen, versuchen es über diesen Weg. Zu viele Menschen am Grat sind gefährlich, Gedränge, Steinschlag und das extreme Gelände forderten schon viele Opfer. Deshalb herrschen für die Aspiranten auf der Hütte strenge Regeln für den Zugang, um allzu großes Getümmel zu vermeiden: Um 3:30 Uhr ist Weckruf, vor 3:50 darf niemand die Hütte verlassen. Zuerst dürfen die Zermatter Bergführer mit ihren Gästen los, danach die übrigen Schweizer Bergführer, anschließend ausländische Bergführer und dann erst die Amateure ohne Bergführer. Dass die Hüttentür in der Nacht versperrt bleibt ist aber bloss ein Gerücht. 

LEBEN AUF DER HÜTTE

Mit dem Neubau hat sich fast alles verändert: Von den über hundert Jahre alten Gebäuden mit Bruchsteinmauern, alten Fenstern, uralter Küche und überholten sanitären Anlagen sind einige Tische, ein paar Geländer und Treppenstufen geblieben. Das Fundament und weitere Bauteile wurden für den Neubau wieder verwendet. Aus den beiden Hütten ist ein einziger moderner, klarer Hüttenbau mit 130 Schlafplätzen, neuer Wasserversorgung und Solarenergie entstanden.

Die Reduktion der Schlafplätze hat gute Gründe: Am Matterhorn sind immer noch zu viele Menschen unterwegs, sagt der Hüttenwirt Martin Lehner. Der Berg müsse wieder entschleunigt werden. So kam auch die Idee, den Berg am Jubiläumstag der Erstbesteigung in Ruhe zu lassen. Niemand stand am 14. Juli 2015 auf dem Gipfel. Stattdessen fand am 17. Juli 2015 eine Sternbesteigung über alle vier Grate des Matterhorns statt. Die Seilschaften stammten aus Italien, England, Frankreich und der Schweiz – den beteiligten Nationen der Erstbesteigung am Matterhorn 1865.

GUT ZU WISSEN

Die Hörnlihütte neu hat 130 Plätze und ist jeweils von Juli bis September geöffnet. Es gibt insgesamt 34 Zimmer: 4 Zimmer mit 8 Betten, 10 Zimmer mit 6 Betten, 6 Zimmer mit 4 Betten und 3 Zimmer mit 3 Betten. Neben den Lagern mit Nasszellen, WCs und Dusche auf der Etage gibt es zwei Doppelzimmer mit eigener Dusche und WC. Ein Innenschlafsack ist für die Übernachtung im Lager obligatorisch.

Es können maximal zwei aufeinander folgende Nächte reserviert werden. Pro Person wird eine Reservationsgebühr eingehoben. Erst nach Erhalt dieser Gebühr ist die Reservation gültig. Diese Gebühr wird in keinem Fall rückerstattet, jedoch bei der Ankunft an die Übernachtung angerechnet. Bis 30 Tage vor Ankunft können Reservationsänderungen kostenlos getätigt werden. Danach verfällt die Reservationsgebühr - eine neue Buchung ist nötig.

WiFi ist auf der Terrasse und im Speisesaal möglich. VISA, Mastercard und Maestro werden akzeptiert.

Hunde können nur im Doppelzimmer akzeptiert werden.

TOUREN UND HÜTTEN IN DER UMGEBUNG

Matterhorn (4.478 m) über den Hörnligrat: Alpine Hochtour, oft mit Eis und Schnee, Klettern (mit Steigeisen) bis UIAA III im Auf- und Abstieg.

Anfahrt

Auf der A2 bis Andermatt und über den Furkatunnel nach Realp. Von dort auf der Route 19 über Visp nach Täsch. 

Zermatt ist autofrei. Anreise von Täsch nach Zermatt deshalb nur mit der Bahn möglich. Mit der Seilbahn von Zermatt bis Schwarzsee.

Parkplatz

Parkhaus in Täsch.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn über Visp nach Zermatt. Mit der Seilbahn von Zermatt bis Schwarzsee.

Hütte • Wallis

Rothornhütte (3.198 m)

Die Rothornhütte in den Walliser Alpen ist eine Berghütte des Schweizer Alpen Clubs im Kanton Wallis und wird von der Sektion Oberaargau betreut. Sie liegt in der Weisshorngruppe, unterhalb des Südostgrats des Zinalrothorns, auf einer Höhe von 3.198 Metern. Alpinisten nutzen die 1948 erbaute Hütte gern als Ausgangspunkt für Touren auf das Zinalrothorn, die Wellenkuppe, das Obergabelhorn und andere lohnenswerte Gipfel. Der Anstieg zur urigen Hütte ist recht lang und anspruchsvoll. Von Zermatt über Trift dauert er etwa 4 - 5 Stunden. Dabei müssen 1.616 Höhenmeter bewältigt werden, wobei ein Teil des Weges südseitig ausgerichtet ist. Als Belohnung bietet sich aber ein einmaliges Panorama auf die 4000er der Walliser Alpen.
Geöffnet
Jul - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Cabane de la Dent Blanche (Cabane Rossier) liegt auf einer Höhe von 3.507 m, gut getarnt und eng an den Felsen geschmiegt am Fuße des Westgrates der Wandfluelücke (3.700 m). Sie ist eine der höchstgelegensten SAC Hütten der Schweiz und im Besitz der Sektion Jaman im Kanton Valais. Der Ausgangspunkt für einen der längsten Hüttenzustiege im Land erfolgt von Férpècle und man muss sich die warme Mahlzeit auf der Cabane de la Dent Blanche wahrlich erarbeiten.  Anfangs geht es auf gut markierten Wanderwegen durch lichte Föhren- und Erlenwälder, später steil zur Alp Bricola (2.145 m). Ab einer Höhe von 2.600 m ist für den Zustieg jedoch alpines Gespür und in weiterer Folge auch Gletschererfahrung notwendig. Die Cabane de la Dent Blanche ist ein Ziel für Alpinisten und Hochalpinisten und somit idealer Ausgangspunkt für die Besteigung der wunderschönen Dent Blanche (4.357 m).
Geöffnet
Jul - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Cabane de Tracuit liegt auf 3.256 m am Rand des Turtmann Gletschers, südöstlich der Les Diablons. Die im Kanton Wallis liegende Hütte ist im Besitz der CAS Sektion Chaussy. Die Cabane ist eine der meist besuchten Hütten der Schweiz. Aus technischer Sicht und Gründen des Umweltschutzes musste die 1929 erbaute ursprüngliche alte Hütte im Jahr 2013 einem Neubau weichen. Die alte Hütte war mit den Besuchermassen maßlos überfordert. Die neue Cabane de Tracuit bietet 116 Schlafplätze, verteilt auf mehrere Schlafsäle und entspricht dem derzeitigen Stand der Technik. Der Hüttenzustieg zur Tracuithütte ist einer der längsten in der Schweiz. Er erfordert alpine Erfahrung und im Sommer mindestens 4:30 h Gehzeit. Im Winter mindestens 6:30 h.
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

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