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Schnitzen mit Kindern: So gehts!

Anzeige • 3. Mai 2021

Der Wald und die Berge sind der perfekte Spielplatz für kleine Entdecker, Problemlöser und Künstler. Mit dem richtigen Taschenmesser können Kinder in der Natur nicht nur tolle Dinge zaubern – sie lernen auch, verantwortungsvoll mit dem Taschenmesser umzugehen. Aber ab wann können Kinder eigentlich das Schnitzen lernen und worauf sollte man achten?

Gar nicht so schwer: Die kleinen Holzzwerge sind mit etwas Übung schnell geschnitzt.
Foto: Victorinox
Gar nicht so schwer: Die kleinen Holzzwerge sind mit etwas Übung schnell geschnitzt.

Wer erinnert sich nicht daran? Wenn man das erste Taschenmesser geschenkt bekommt, fühlt man sich vom einen auf den anderen Moment richtig erwachsen. Am liebsten möchte man vor lauter Stolz sofort das Messer zücken und loslegen. Doch damit der Spaß nicht zu kurz kommt und das Schnitzen ohne Verletzungen abläuft, gibt es einige wichtige Dinge zu beachten:

1. Warum Kinder schnitzen sollten

„Ist der Umgang mit dem Messer für Kinder nicht viel zu gefährlich?", werden sich viele fragen. Nein, lautet die klare Antwort. „Taschenmesser sind nicht gefährlicher als ein Fahrrad oder ein Skateboard", weiß Felix Immler – Schnitzexperte, Naturpädagoge, Sozialarbeiter und Autor – zu berichten. „Man muss Kindern nur beibringen, verantwortungsvoll damit umzugehen.“

Mit der richtigen Anleitung versinkt ein Kind innerhalb von Sekunden in seine Schnitzarbeit und kann sich über Stunden darin vertiefen. So fördert es Konzentration, Kreativität sowie Geschicklichkeit und ist der perfekte Ausgleich zu elektronischem Spielzeug wie iPad & Co. Erst recht, wenn das Schnitzmaterial draußen in der Natur gesammelt wird.

Viele gute Gründe also, das Schnitzen beim nächsten Familienausflug einfach einmal auszuprobieren.

2. Ab welchem Alter mit dem Schnitzen starten?

Das richtige Alter zum Erlernen des Schnitzens gibt es nicht. Es kommt vielmehr auf die Fähigkeiten des einzelnen Kindes und sein Interesse an der neuen Tätigkeit an, ganz unabhängig von seinem Alter. Klar ist jedoch: Grundvoraussetzung ist ein sicherer Umgang mit dem Messer. Zudem braucht es zum Schnitzen etwas Kraft. Vor dem fünften Lebensjahr macht es deshalb kaum Sinn.

Tipp:
Wer seine Kleinen früh beim Kochen einbindet und sie z. B. Obst und Gemüse schneiden lässt, schult ihre feinmotorischen Fähigkeiten und lehrt sie spielend, worauf es beim verantwortungsvollen Umgang mit dem Messer ankommt. 

Das Schnitzen ist für Kinder eine besonders schöne Form, die Natur zu entdecken.
Foto: Victorinox
Das Schnitzen ist für Kinder eine besonders schöne Form, die Natur zu entdecken.

3. Was ist beim Schnitzen zu beachten?

Der Umgang mit einem Messer ist nie ganz ungefährlich. Deshalb sollte sich jedes Kind an bestimmte Regeln halten, wenn es gerne schnitzen möchte. Durch das Einprägen der folgenden neun Sicherheitsregeln werden nicht nur Verletzungen vermieden, sondern die Kinder lernen auch Verantwortungsbewusstsein und Disziplin:

Neun Sicherheitsregeln fürs sicheres Schnitzen:

  • Wer schnitzt, der sitzt
  • Immer vom Körper wegschnitzen
  • Mindestens eine Armlänge Abstand zu anderen Personen halten
  • Nur mit scharfer Klinge schnitzen
  • Immer nur ein Werkzeug auf einmal aufklappen
  • Wer sein Messer nicht braucht, packt es ein
  • Taschenmesser werden nur im geschlossenen Zustand weitergegeben
  • Der Natur zuliebe: Keine lebenden Bäume ritzen
  • Ein Taschenmesser ist keine Waffe – nicht einmal im Spiel

Ein Appell an alle besorgten Eltern: Nicht überängstlich sein und den Kindern auch mal was zutrauen. Natürlich sollte gerade bei jüngeren Kindern trotzdem immer ein Erwachsener anwesend sein, bis jeder Handgriff richtig sitzt und die Regeln strikt befolgt werden.

Tipp:
Es lohnt sich, die neun Hauptregeln zum Sicheren Schnitzen mit Kindern noch mal genauer anzuschauen. Hier findest du einige wertvolle Tipps und Erklärungen.

Grundregel Nummer 1: Immer vom Körper wegschnitzen.
Foto: Victorinox
Grundregel Nummer 1: Immer vom Körper wegschnitzen.

4. Wie schaut ein kindgerechtes Messer aus?

Wie bereits erwähnt darf auch ein Messer für Kinder durchaus scharf sein. Gleichzeitig sollte es gut in der Hand liegen und optimalen Halt bieten. Gerade für den Anfang empfiehlt sich deshalb ein spezielles Schnitzmesser für Kinder. Dieses zeichnet sich durch einen kleinen Griff, einen etwas anderen Schwerpunkt und vor allem durch eine nach vorne hin abgerundete Spitze aus, welche das Verletzungsrisiko im Falle eines Abrutschens minimiert.

Tipp:
Besonders praktisch für kleine Schnitzer: das gute, alte Taschenmesser. – Taschenmesser verfügen nicht nur über wichtige Zusatzfunktionen wie z. B. eine Säge, sondern können auch beim Herumtollen kompakt zusammengeklappt und sicher in der Hosentasche verstaut werden. 

5. Womit starten Kinder beim Schnitzen?

Nachdem die Kinder alles über Sicherheit und den richtigen Umgang mit dem Messer gelernt haben, wird es Zeit ein praktisches Gefühl für den neuen Werkstoff und die Bewegungsabläufe zu entwickeln. Besonders gut für die ersten Schnitzversuche mit dem Messer eignet sich ein kleiner Ast von einem Haselstrauch. Sein Holz ist besonders biegsam, hat wenig Astverzweigungen und lässt sich gut bearbeiten. 

Eine gute erste Übung: Die Rinde von dem Haselstrauch lösen und das Ende zu einer Spitze schnitzen. Genutzt werden kann der angespitzte Stock zum Beispiel als Spieß für Würstchen über dem Lagerfeuer. Ist der erste Anfang mal geschafft, sind der eigenen Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Zu den Klassikern unter den Schnitzarbeiten gehören:

Kreative Ideen für Einsteiger:

  • Pfeil und Bogen – perfekt geeignet zum Cowboy und Indianer spielen
  • ein selbstgeschnitzter Wanderstock – eine super Motivation beim Wandern
  • Holzzwerge – schauen lustig aus und verschönern das Kinderzimmer

Anspruchsvolle Projekte für Fortgeschrittene:

  • Boot mit Segel – am besten gleich am Bach austesten
  • Schuhlöffel – das perfekte Geschenk für die Großeltern
  • Kreisel – wessen Kreisel läuft am längsten?

Tipp:
Weitere Ideen und Inspiration findet ihr im Buch „''Werken mit dem Taschenmesser'' – Das kleine Handbuch für unterwegs.

Kindgerechte Taschenmesser von Victorinox

Mit den Kindertaschenmessern von Victorinox, dem bekannten Hersteller des Schweizer Taschenmesser, können Kinder, unter Aufsicht eines Erwachsenen, nach Herzenslust schnitzen, sägen und schneiden: Perfekt dimensioniert für kleinere Hände, handlich & kompakt sowie ausgestattet mit den wichtigsten Funktionen lassen die kleinen Wunderwerke keine Wünsche offen. 

My First Victorinox bringt Kinderaugen zum Strahlen – Das erste Taschenmesser ist etwas ganz Besonderes.

Das My First Victorinox ist ein Taschenmesser mit 8 bzw. 9 Funktionen, das extra für junge Abenteurer entwickelt wurde. Wenn sie sich auf Expedition in die Natur begeben, einen Spieß zum Grillen basteln oder ein Boot für eine wagehalsige Flußbefahrung bauen, gibt es keine Grenze außer ihrer eigenen Vorstellungskraft. Die Klinge ohne Spitze garantiert Sicherheit, während die Metallkette und das Nackenband dafür sorgen, dass der wertvolle Gefährte nirgendwo vergessen wird.

Die Werkzeuge und Details im Überblick:

  • große Klinge ohne Spitze
  • Kapselheber
  • Dosenöffner
  • Schraubendreher
  • 5 mm Drahtabisolierer
  • Ring
  • Zahnstocher
  • Pinzette
  • Holzsäge (Modellserie H und Tier-Edition)
  • Nackenband und ein Malbuch voller Abenteuer (Tier-Edition)

Also raus in den Wald und rein ins Abenteuer!

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