Trailrunning

Recap: Kick-Off der adidas Infinite Trails Community Tour in Zürich

Anzeige • 10. April 2019
von Robert Maruna

Die adidas Infinite Trails Community Tour steht ganz im Zeichen des Laufsports. Eine Reihe von Trailrun-Events, die einmal quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz führt – der Freude am Laufen wegen. Bergwelten war bei der Auftaktveranstaltung in Zürich vor Ort und hat die Teilnehmer auf dem Haustrail am Uetliberg begleitet.

Kick-Off der adidas Infinite Trails Community Tour am Uetliberg in Zürich
Foto: Mera Film AG
Kick-Off der adidas Infinite Trails Community Tour am Uetliberg in Zürich

„Ihr müsst spielen, spielt mit dem Gelände!“, ruft Jasmin der kleinen Karawane an Bergläufern zu, die sich gerade schnaufend und keuchend über den schmalen Pfad nach oben kämpft. „Nach oben“ ist der Uetliberg in Zürich und Jasmin Nunige ist eine professionelle Trailrunnerin aus Davos. „Du musst breiter laufen und die Arme mehr nach außen drehen, schau so!“, erklärt sie und läuft leichtfüßig wie eine Bergziege einer jungen Studentin aus Zürich voraus. Die versucht das Tempo der mehrfachen Swiss Alpine Marathon-Siegerin zu halten und heftet sich so gut es geht an ihre Fersen. „Und immer leicht nach vorne blicken, nicht nach unten auf eure Füße schauen, okay?“, ruft Jasmin über ihre Schulter den anderen Trailrunnern zu, die nicken mit den Köpfen und laufen hinterher.

Die adidas-terrex-Athletin Jasmin Nunige führt die Trailrunner auf den Uetliberg
Foto: Mera Film AG
Die adidas-terrex-Athletin Jasmin Nunige führt die Trailrunner auf den Uetliberg

Trailrunning

Was nach einem Bootcamp für Bergläufer klingt, ist in Wirklichkeit der erste Tourstopp der adidas Infinite Trails Communtiy Tour in Zürich. Dabei kommen jede Menge Menschen zusammen, die alle die Freude am Laufen teilen – mit Vorliebe auf schmalen Pfaden bergauf und bergab. Denn Trailrunning liegt im Trend, „weil man sich dabei in der Natur bewegt und nicht wie bei einem Marathon eintönig über den Beton brettert“, meint Jasmin. Und Jasmin muss es schließlich wissen, die adidas-terrex-Athletin ist Langstreckenläuferin und hat gerade den 100 km langen Vibram Trail in Hongkong auf dem 6. Platz absolviert. Dabei ging es über 5.000 Höhenmeter und tausende Stufen rauf und wieder runter, „nicht so wie hier: am Uetliberg gilt es bloß eine paar Stufen zu bezwingen und den Rest läufst du auf total schönen Trails in deinem eigenen Tempo“. Stufen bestimmen nämlich die Schrittlänge und zwingen dem Trailrunner einen Rhythmus auf, der ihm vielleicht gar nicht so liegt. „Beim Trailrunnen geht es ja auch irgendwo um die Freiheit im Gelände zu laufen“, gibt Jasmin später im Rahmen ihres Vortrages am Nachmittag zu verstehen. Doch zurück zum Uetliberg.

Los geht's am Fuße des Uetlibergs

Kick-Off in Zürich

Frühmorgens haben sich rund 50 Teilnehmer beim Ochsner Sport zusammengefunden, um gemeinsam über den 12 km langen Trail auf den Züricher Hausberg zu laufen. Nachdem die Trailrunner mit Testware der neuen Adidas-Terrex-Kollektion ausgestattet wurden, geht es nach einem kurzen Aufwärmen, Stretchen und Mobilisieren im gemeinsamen Laufschritt los. Der Frühling zeigt sich von seiner schönsten Seite: strahlender Sonnenschein, milde Temperaturen und eine leichte Brise zieht durch die Laubwälder am Uetliberg. Knapp 800 Höhenmeter geht es nach oben, Head Crew Runner der adidas Runners Zürich Florian Hoch gibt das Tempo vor. Jasmin läuft immer wieder vor und zurück, gibt Tipps und motiviert Erschöpfte zum Weiterlaufen. „Ist nicht mehr weit, gleich sind wir oben und da gibt’s ne kleine Pause“, spornt die zierliche Atheltin das bunt gemischte Starterfeld aus Bergläufern an. Und sie sollte recht behalten, wenige Minuten später sticht der schmale Trail aus dem Wald und kreuzt eine Asphaltstraße – der Aussichtsturm am Gipfelplateau des Uetlibergs ist bereits zu erkennen.

Die ersten Schritte am Trail...

Oben angekommen: Die Anstrengung ist einigen Läufern durchaus anzusehen, doch die Freude überwiegt. Es wird eingeklatscht, gejohlt und die Gruppe formiert sich zum obligatorischen Gipfelfoto. Für einen kurzen Moment heißt es nochmals Luft anhalten, der Fotograf drückt ab und schon setzt sich der Trott wieder in Bewegung. Der Gipfel ist bekanntlich erst die halbe Miete und jeder Bergläufer weiß: Bergab ist meist anstrengender als bergauf. Die Muskulatur ist ermüdet, „also aufpassen, kurze Schritte machen und mit den Armen die Balance halten“, hört man Jasmins Stimme. Die Athletin bleibt nun im hinteren Bereich der Gruppe und hilft, wo sie kann. Nebenbei rinnt ihr nicht mal eine einzige Schweißperle von der Stirn, es wirkt fast so, als ob sie nicht mal ihren Ruhepuls verlassen hätte.

Head Crew Runner Florian Hoch zeigt den Teilnehmern seinen Haustrail
Foto: Mera Film AG
Head Crew Runner Florian Hoch zeigt den Teilnehmern seinen Haustrail

Der Trail wird immer schmäler und führt entlang eines kleinen Abgrundes durch den dichten Wald, das Tempo bleibt unverändert und wir spielen mit dem Gelände. Beinahe jeder Schritt trifft auf einen anderen Untergrund: einmal ist es weicher Laubboden, dann Steine, Äste liegen kreuz und quer über den Weg verteilt und in regelmäßigen Abschnitten gilt es Baumstümpfen auszuweichen. Ein natürlicher Hindernisparcours und eine koordinative Herausforderung, die unglaublich viel Spaß bereitet. Gesprochen wird wenig, selbst Jasmins Stimme verstummt. Alle sind fokussiert oder „im Flow“, wie Trailrunner gerne zu sagen pflegen. Gemeint ist jener Moment in dem die Umgebung ausgeblendet wird, die Augen nur mehr dem Trail folgen und Bewegungen intuitiv passieren. Und ehe man es sich versieht, öffnet sich der Wald und spuckt die gesamte Truppe wieder am Fuße des Uetlibergs aus. Geschafft, lockeres Auslaufen zurück zum Ochsner Sport.

Zurück im Ochsner Sport steht Jasmin weiterhin Rede und Auskunft
Foto: Mera Film AG
Zurück im Ochsner Sport steht Jasmin weiterhin Rede und Auskunft

„Auch wenn Trailrunning mittlerweile durch das Tracken von Trails technologisiert wird, bleibt es die naturverbundenste Variante im Laufsport.“ Jasmin steht im Ochsner Sport weiterhin Rede und Antwort. Für Verpflegung ist reichlich gesorgt, Proteinshakes, Banenbrot, vegane Apfel-Zimt-Cookies und Zitronenwasser. Alles gesund und reich an natürlichen Nährstoffen – wie es sich für echte Athleten gehört. Ein Teilnehmer will wissen, warum sie nicht an Marathons teilnimmt: „Zu viel Beton und viel zu eintönig“, gibt sie lachend zurück. Trailrunning ist eben ein Spiel mit der Natur, mit der Balance, und nicht zuletzt mit dem inneren Schweinehund. Wenn man aber schweißgebadet am Gipfel ankommt und hinab ins Tal blickt, weiß man wieder, warum Berglaufen Spaß macht.

Die adidas Infinite Trails Community Tour

Wollt ihr auch die Faszination Trailrun erleben? Die Tour findet in wöchentlich abwechselnden Locations in Österreich, Deutschland und der Schweiz statt. Jeder Tourstopp wird von einem adidas Terrex Athleten und adidas Runners Captain begleitet, die euch auf ihren Haus-Trails begleiten und auf das große Finale der adidas Infinite Trails Worldchampionships von 27. – 30. Juni 2019 in Bad Gastein vorbereiten.

Alle weiteren Infos und Termine findet ihr hier.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Laufen und sehen uns beim Finale in Bad Gastein.

 

Bergwelten entdecken