Ganz gleich, ob man nun eine ambitionierte Hochtour oder eine gemächliche Gipfelwanderung unternehmen möchte: Es gibt im Wesentlichen 3 entscheidende Punkte, die Auskunft darüber geben, ob man sich einen Bergführer nehmen sollte oder nicht.
Sicher am Berg unterwegs ist, wer sicher ist, sicher zu sein. Anders formuliert: Wer zweifelt und nicht absolut davon überzeugt ist, dem Vorhaben am Berg gewachsen zu sein, sollte sich einen Bergführer nehmen.
Das Engagieren eines Bergführers macht auch dort Sinn, wo man selbst nicht die volle Verantwortung tragen möchte. Zur Gänze lässt sich die zwar ohnehin nicht delegieren, denn körperliche Eignung sowie umsichtiges Agieren und Bereitschaft zur Zusammenarbeit am Berg sind bei jeder Tour zwingende Voraussetzung. Die wesentlichen Entscheidungen aber trifft der Bergführer, sodass man selbst den Kopf frei hat, um zuallererst einmal zu genießen. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man über keine Ortskenntnisse verfügt und seine Energien nicht auf Routenfindung und Orientierung aufwenden möchte.
Allein die Einschätzung des eigenen Könnens setzt schon ein gewisses Maß an Erfahrung voraus. Man kann sein Können nur in Bezug auf etwas abwägen: Wer keine Ahnung von dem hat, was ihn erwarten könnte, wird kein realistisches Urteil über seine Fähigkeiten treffen können. Verschiedene Touren mit Bergführern oder gar Ausbildungskurse können dabei helfen, spezifische Bedingungen am Berg kennenzulernen, und seine Grenzen besser einzuschätzen.