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Radvergnügen

E-Bike: 5 Tipps für Kauf und Pflege

• 2. September 2021

Immer mehr Menschen legen sich ein E-Bike zu. Für alle, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, haben wir gemeinsam mit Zweiradkraft wichtige Tipps zum Kauf zusammengestellt und verraten, wie man mit der richtigen Pflege lange etwas von der Neuanschaffung hat. 

E-Bike
Foto: Adobe Stock / Gorilla
E-(Mountain-)Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit
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1. Vor dem Kauf: Welches E-Bike soll es werden?

Gleich vorab: nicht jedes Fahrrad mit Elektro-Antrieb ist ein E-Bike. Ursprünglich war ein E-Bike ein Mofa. Heute ist es lediglich ein Oberbegriff, der sich anstelle von Pedelec eingebürgert hat. Ein klassisches Pedelec oder E-Bike ist ein Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten, einer E-Motorleistung und einer Antriebsunterstützung bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h.

Um ein Pedelec lenken zu dürfen, ist weder ein Führerschein notwendig, noch besteht Helmpflicht. Besonders für Familien, die das E-Bike mit dem Fahrradanhänger nutzen wollen, ist wichtig zu wissen, dass man nur mit einem gewöhnlichen Pedelec Fahrradanhänger ziehen darf. Alle anderen Arten von E-Bikes, wie das S-Pedelec, sind für Fahrradanhänger nicht zugelassen.

Die Motorleistung eines S-Pedelec bietet eine Antriebsunterstützung bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h – es zählt somit offiziell als Moped. Dazu ist ein Führerschein nötig, ein Mindestalter von 16 Jahren ist Voraussetzung und es besteht Helmpflicht. 

Welche Arten von E-Bikes gibt es?

Bevor man sich für ein E-Bike entscheidet, sollte man sich vorab Gedanken machen, wie man es nutzen möchte. Welche Art von E-Bike hängt von verschiedenen Faktoren ab: Welche Routen werden überwiegend befahren? Will ich damit ins Gelände?  

  • Wer überwiegend Radtouren mit der ganzen Familie unternehmen will, sollte in erster Linie auf ein E-Bike zurückgreifen, welches für Fahrradanhänger geeignet ist. Dies ist mittlerweile aber so gut wie bei jedem Modell der Fall. Oft muss lediglich die Hinterachse getauscht werden, damit man die Kupplung für den Fahrradanhänger anbringen kann.
  • Trekking-E-Bikes sind multifunktionale Allrounder.
  • City-E-Bikes sind wendige Begleiter im Stadtverkehr – genauso wie klappbare Modelle, die noch funktionaler und kompakter sind.
  • E-Mountainbikes oder E-Fullys sind hingegen für Bergfahrten am besten geeignet. 
  • Ob als Packesel oder Familienkutsche: mit einem E-Lastenrad ist man in beiden Fällen bestens beraten. Es ist praktisch, belastbar und bietet Fahrspaß für die ganze Familie.
E-Bike Familie
Foto: Adobe Stock / ARochau
Für Familien empfehlen sich Anhänger für das E-Bike

2. Pflege: Vor dem Waschen

Wer besonders lange Freude an seinem neuen E-Bike haben möchte, sollte Zeit in die richtige Pflege investieren. Oberstes Gebot: vor der Reinigung unbedingt den Akku entfernen. Es sollte kein Wasser in den Motor, Akku oder die Anschlüsse gelangen. Daher, auch wenn‘s praktisch und schnell ist, Hochdruck- oder Dampfreiniger sind für E-Bikes absolut tabu.

3. Die richtigen Produkte

Am besten geeignet sind Bike-Shampoos und Pflegemittel aus dem Fachhandel. Sie sind speziell auf die Bedürfnisse von E-Bikes angepasst und schonend konzipiert, sodass sie weder Kunststoffe noch Dichtungen angreifen.

Auch haushaltsübliche Seifenlauge oder Spülmittel können für die Reinigung verwendet werden. Allerdings sollte man hier darauf achten, dass sie nicht zu aggressiv oder zu stark entfettend sind. Mit einer großen Bürste für grobe Verschmutzungen, einer kleinen für Zwischenräume sowie einem Schwamm erfolgt die Grundreinigung.

Ein Kettenreiniger ist erst notwendig, wenn die Kette übermäßig strapaziert wird. Das passiert überwiegend im Gelände oder bei unsanfter Schaltung. Mit schmierenden Mitteln sollte man sparsam umgehen und bestenfalls auf Sprühformen zurückgreifen.

Idealerweise werden E-Bikes unmittelbar nach jeder Tour gereinigt. Das spart nicht nur Geld bei den Pflegeprodukten, sondern auch noch Zeit. Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger sind eingetrocknete Schmutzansammlungen zu entfernen.

Rad reinigen
Foto: Pixabay / Cesar Augusto Ramirez Vallejo
Idealerweise reinigt man das E-Bike nach jeder Tour

4. Das E-Bike winterfest machen

Die kalte Jahreszeit erfordert viel Pflege für E-Bikes. Besonders Akku und Display sind sehr empfindlich, da beide eisige Temperaturen nicht ausstehen können. Den Akku sollte man daher im Winter mit 30-60 % Ladung bei Raumtemperatur lagern. Das Display legt man am besten zum Akku, dann geht nichts verloren.

Wer das E-Bike auch im Winter nutzen möchte, sollte darauf achten, dass es stets sauber und die Kette gut eingefettet ist. Auch die Kette und andere freie Aluteile sollten von winterlichen Witterungsverhältnissen verschont bleiben. Dazu einfach nach jeder Fahrt das Streusalz sowie den Schnee entfernen und trocknen lassen.

5. Regelmäßiger Funktions-Check

Egal ob nach der Reinigung oder vor der nächsten Tour – grundsätzlich sollten der Luftdruck und die Reifen regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem ist es ratsam, die Akkuladung sowie das korrekte Einrasten des Akkus zu kontrollieren. Bei längeren Touren kann es sich auszahlen, einen Reserveakku einzupacken. 

Abschließend wird noch ein Kontrollblick auf die Bremsbeläge geworfen und, falls vorhanden, die Einstellung der Federgabel überprüft. Falls das E-Bike mit Fahrradanhänger genutzt wird, muss auch hier die Bereifung geprüft werden. Wichtig ist immer auch der Check, ob die Kupplung korrekt am E-Bike angebracht ist. Ist alles in Ordnung, steht einer E-Bike Tour nichts mehr im Wege!

Darum ist regelmäßige Pflege wichtig

Schmutz schädigt nicht nur die Schaltung und die Bremsen, sondern verschlechtert die Gesamtfunktion des E-Bikes. Trockene Fahrradketten fangen schneller an zu rosten, was zu einem höheren Verschleiß durch beeinträchtigtes Schaltverhalten führt.

Nach ca. 300-500 km muss ein E-Bike für die erste Inspektion in die Werkstatt. Oft müssen bei Neurädern die Schaltung nachjustiert sowie die Lager und Speichen kontrolliert und nachgebessert werden. Alle weiteren Inspektionen hängen von der Fahrleistung ab. Die Wartungsintervalle sind im Serviceheft zu finden.

Oft besteht beim Kauf die Möglichkeit, eine Servicepauschale abzuschließen. Das kann je nach Höhe unter Umständen preiswerter als regelmäßige Servicebesuche sein.

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