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Freeriden: Kleine Kesselspitze am Obertauern

Touren-Tipps • 18. Dezember 2019
von Robert Maruna

Das auf einer Passhöhe –  zwischen den Gemeinden Untertauern im Pongau und Tweng im Lungau – befindliche Salzburger Skigebiet Obertauern zählt seit einer gefühlten Ewigkeit zu den beliebtesten Destinationen der östlichen Freeride-Szene. Eine der bekanntesten Freeridevarianten ist wohl die Abfahrt von der Kleinen Kesselspitze (2.321 m). Wir stellen euch die Tour im Detail vor.

Freeriden am Salzburger Obertauern
Foto: Obertauern
Freeriden am Salzburger Obertauern

Die Tour im Detail

Die Kleine Kesselspitze stellt mit ihren steilen Flanken, ihrem kupiertem Gelände und verspielten Treeruns durch den lichten Lärchenwald unweigerlich die abwechslungsreichste Freerideabfahrt innerhalb des Skigebiets Obertauern dar. Der eigentliche Kessel im oberen Bereich ist trotz seiner windgeschützten Ausrichtung mit besonderer Sorgfalt zu beurteilen, nicht selten sind hier größere Lawinenabgänge zu beobachten. 

Aufstieg

Zunächst einmal geht es von der Bergstation Gamsleiten II am Pistenrand hinab zu einer kleinen Einsattelung, wo die Skier auf den Rucksack geschnallt werden und der eigentliche Anstieg beginnt. Durch felsdurchsetztes Gelände folgt man dem Rücken in südöstlicher Richtung und stapft weiter bergauf bis zu einer kleinen Engstelle, die unter den Locals als „Kamin“ bezeichnet wird. Spätestens hier werden beide Hände zum Anhalten benötigt und die Gripsohle der Skischuhe auf ihre Tauglichkeit geprüft. Hat man den Kamin hinter sich gelassen, sind es keine 5 Minuten mehr hinauf zum Gipfelkreuz.

3D-Kartenausschnitt der Freerideabfahrt Kleine Kesselspitze am Obertauern
Foto: Bergwelten.com
3D-Kartenausschnitt der Freerideabfahrt Kleine Kesselspitze am Obertauern

Abfahrt
Vom Gipfel schiebt man zweimal an und blickt hinab auf einen weitläufigen Kessel, der verschiedenste Abfahrtsvarianten beheimatet: Je nach Schneelage und Lawinengefahr kann hier auf unterschiedlichste Weise in den Kessel eingefahren werden, jedoch führen alle Schwünge hinab zu einem kleinen Gegenhang und Sattel. Von hier weg offenbart sich dem gemeinen Freerider ein großartiger Spielplatz mit vielen Kanten, Felsen und Windlippen, die zum gemeinsamen Schwingen einladen. Auf knapp 1.900 m beginnt ein lichter Lärchenwald, dem ihr linkerhand folgt und der euch knapp oberhalb der Lawinengalerie hinab zur Bundesstraße führt. 

Die Tour im Detail

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