Ein Tiroler in Wien

Der Christbaum vom Wiener Rathausplatz

Aktuelles • 25. November 2015

Er ist der alljährliche Star des Wiener Christkindlmarkts. Nicht weniger als 1.000 LED-Lampen erleuchten – zwar energiesparend aber nicht minder feierlich – heuer den Weihnachtsbaum am Rathausplatz. Wo kommt das Prachtstück her?

Rathausplatz in Wien
Foto: kreitner & partner
Rathausplatz in Wien

Für den Wiener Christkindlmarkt in Frage kommen, aufgrund ihrer günstigen Beschaffenheit, grundsätzlich nur Fichten, die zudem symmetrisch gewachsen und mindestens 25 Meter hoch sind. Auch nach oben hin gibt es eine Grenze – höher als 30 Meter darf das Gehölz vor dem knapp 100 Meter hohen Rathausturm nicht sein.

Der Baum wird jedes Jahr von einem anderen österreichischen Bundesland als Geschenk der Bundesforste zur Verfügung gestellt. Heuer, zur 30. Jubiläumsausgabe des Christkindlmarkts, war Tirol an der Reihe. Die Wahl der beauftragten Förstner fiel auf eine circa 110 Jahre alte und 28 Meter hohe Fichte aus der Gemeinde Pfunds im Bezirk Landeck. Sie wurde mit einem Tieflader rund 600 Kilometer in die Bundeshauptstadt transportiert. Detail am Rande: Rund 70 Äste wurden in den Baum nachträglich eingeschraubt.

Pfunds liegt im Dreiländereck unweit der Grenzen zur Schweiz und zu Italien – genauer im obersten Abschnitt des Tiroler Inntals. Eine prächtige Wandergegend. Wer Lust hat, im nächsten Sommer die Heimat des größten Wiener Christbaums zu erkunden, kann das z.B. auf folgender Route tun:

Hohenzollernhaus von Pfunds aus (Tirol)

Die Wanderung führt bis auf über 2.000 Höhenmeter. Mit etwas Glück begegnet man in der Heimat der Wiener-Christkindlmarkt-Fichte Steinböcken, Murmeltieren und Adlern.

Die Heimat des Wiener Christbaums

Der Weihnachtsbaum vor dem Schloss Schönbrunn ist um etwa 10 Meter niedriger, kommt aber aus einer nicht minder schönen Bergregion, nämlich von der steirischen Blaa-Alm bei Altaussee. Diese Gegend hat heuer bekanntlich schon James Bond aufgesucht – höchste Zeit es ihm nachzutun.

Hier unsere Tourentipps


Grießkogel, einsamer Schigipfel am Plateau des westlichen Toten Gebirges – Im Rahmen dieser 20,6 Kilometer langen, anspruchsvollen und landschaftlich sehr schönen Tour, die insgesamt etwa 7 Stunden dauert, überquert man den westlichen Teil des Toten Gebirges. Man startet bei der Talstation der Loser Bergbahnen nahe Altaussee und steigt im Schatten von Gipfeln wie Loser, Hochander und Bräuningzinken nach oben, bevor man mit dem Grießkogel (2.008 m) den höchsten Punkt der Tour erreicht. Dann geht es lange dem Tal entgegen, bis man zum Ziel auf der Rettenbach Alm kommt.


 

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