Erste Hilfe für die Ausrüstung

5 Tipps, wie ihr euer Outdoor-Material repariert

Wissenswertes • 23. Oktober 2018
von Riki Daurer

Selbst die widerstandsfähigste Hard-Shell-Jacke stößt irgendwann an ihre Grenzen der Belastbarkeit und bekommt einen kleine Riss, der schnell zum groben Loch werden kann. Doch kein Grund sich gleich eine neue Ausrüstung zu besorgen, wir geben euch hier 5 hilfreiche Tipps, wie ihr euer Outdoor-Material wieder wetterfest macht.

In der mobilen Reparaturwerkstatt „Worn Wear Mobil“ von Patagonia wird professionell Hilfe für löchrige Kleidung geboten
Foto: mauritius images / SZ Photo Creative / Stephan Rumpf
In der mobilen Reparaturwerkstatt „Worn Wear Mobil“ von Patagonia wird professionell Hilfe für löchrige Kleidung geboten

1. Günstig und nachhaltig

Brauchen wir wirklich jedes Jahr eine neue Jacke, Hose oder ein neues paar Handschuhe? In den meisten Fällen kann diese Frage getrost mit einem klaren „Nein“ beantwortet werden. Und selbst, wenn euer Material mal ein paar Löcher aufweist, ist das noch lange kein Grund es im Müll zu entsorgen und sich sofort eine neue zu kaufen. Denn die Produktion und der Konsum von Outdoor-Produkten ist nicht nur kostenaufwendig, sondern auch eine Frage der Ethik. Genau aus diesem Grund hat die Traditions-Firma Patagonia die Initiative „Worn-Wear“ gestartet. Hier könnt ihr euer altes Patagonia-Material von professionellen SchneiderInnen einfach reparieren lassen. Schließlich sind es doch all die vielen kleinen Macken, die euer Kleidungsstück eine Geschichte erzählen lassen, oder? Und sollte euer Material nicht mehr zu reparieren sein, gibt euch Patagonia wertvolle Tipps zum Thema Recycling. 

Tipp: Alles rund um das Worn-Wear-Programm und die Tourstopps von Worn-Wear erfahrt ihr hier.

2. Löcher und Risse in Textilien reparieren

Ein kleines Loch in der Hardshell-Jacke, dem Daunenschlafsack oder Zelt kann überaus ärgerlich sein. Doch kein Grund zur Panik, hier kann mit einem einfachen Mittel schnell geholfen werden: Repair Tapes. Zumeist handelt es sich dabei um ein starkes, selbstklebendes Polyamid-Tape, das auf so gut wie allen Materialien – sogar Gore-Tex – bestens haftet und in verschiedenen Größen und Farben erhältlich ist. Bei der Firma Gearaid findet ihr eine riesige Auswahl, um euer Material selbst zu kitten und für eine weitere Saison standhaft zu machen!

Tipp: Auch für löchrige Isomatten gibt es Hilfe: So z.B. von der Fima Sea to Summit 

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3. Imprägnierung von Hardshell Produkte

Die Regenjacke ist undicht? Mit Imprägnierprodukten ist eure Jacke oder Hose schnell wieder wasserdicht. Viel mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen, außer einer Bitte: Achtet doch bei den jeweiligen Herstellern der Imprägniermittel auf deren Umweltverträglichkeit: Es gibt hier PFC-haltige und PFC-freie Produkte. Jenen, die auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) zurückgreifen, wird zwar eine bessere Imprägnierstärke nachgesagt, jedoch sind diese Chemikalien mehr als umstritten. Die chemischen Verbindungen sind großteils nicht abbaubar und verbleiben daher in der Umwelt – und genau in dieser schönen Umwelt bewegen wir uns. Also entscheidet bitte selbst, worauf ihr wirklich Wert legt. PFC-freie Produkte bieten die Firmen Nikwax und Toko an.

Tipp: Fjäll Räven hat einige seiner Produkte aus dem Material G-1000 (ein dicht gewebter Stoff aus 65 % Polyester und 35 % Baumwolle) hergestellt. Diese werden aus einem äußerst umweltfreundlichen Wachs, das aus Paraffinen und Bienenwachs besteht, imprägniert. Mehr dazu findet ihr hier

4. Imprägnierung von Leder-Wanderschuhen

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5. Waschen von Daunenfederprodukten

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