Blick auf die Donau in Niederösterreich
Foto: Martina Siebenhandl
2 genussvolle Weitwanderwege an der Donau Niederösterreich

Weil der Weg das Ziel ist – Welterberegion Wachau und Nibelungengau

Anzeige • 25. Juni 2020

Von bezaubernden Schlössern, uralten Burgruinen, mittelalterlichen Städten und gepflegten Weinterrassen, von gemütlichen Heurigen und kulinarischen Besonderheiten verbunden durch einen breiten Fluss: Wer entlang der Donau in Niederösterreich am Welterbesteig Wachau oder am Weitwanderweg Nibelungengau unterwegs ist, wird begeistert sein von der Geschichte dieser Region, ihrer einzigartigen, durch jahrhundertelange Weintradition geprägten Landschaft sowie der Harmonie, die über allem liegt. 

Der Weg ist das Ziel

Wie ein blaues Band schlängelt sich die Donau durch Niederösterreich. Zwischen Ybbs und Melk durchfließt sie den sagenumwobenen Nibelungengau mit seinen Schlössern, bevor sie die Weltkulturerberegion Wachau erreicht. Landschaft und Kultur prägen sich hier seit Jahrhunderten gegenseitig und haben ein einzigartiges Mosaik aus Natur, Kulturlandschaft und mittelalterlichen Städten geschaffen. 

In diesen beiden Regionen gibt es so viel zu sehen, zu besichtigen, zu verkosten und zu genießen – da sollte man sich Zeit nehmen, Natur und Kultur auf sich wirken lassen und neugierig sein auf Neues. Wer sich zu Fuß auf den Weg macht – etwa auf dem 110 km langen Weitwanderweg Nibelungengau oder auf dem 180 km langen Welterbesteig Wachau –, wird schnell feststellen: Der Weg ist das Ziel. Oder besser gesagt: Der Weg eröffnet viele Ziele, lädt ein, die Regionen kulinarisch wie kulturell zu erkunden, oder einfach nur den Blick von einem der legendären Aussichtspunkte auf die Donau zu genießen – wie etwa vom Jauerling, der mit 960 m die höchste Erhebung an der gesamten Donau darstellt. 

Der Weg ist das Ziel - Weiterwandern an der Donau in Niederösterreich
Foto: Robert Herbst
Der Weg ist das Ziel - Weiterwandern an der Donau in Niederösterreich

Weitwanderweg Nibelungengau

Tatsächlich kommt der Name des Nibelungengaus nicht von ungefähr: Die Handlung des Nibelungenliedes lässt sich teilweise auf die Donau und den Nibelungengau eingrenzen. Rüdiger von Bechelaren, Lehnsmann des Hunnenkönigs Attila, soll hier zum tragischen Helden geworden sein. Der Ort Pöchlarn, dessen Bezeichnung sich vom Namen „Bechelaren“ ableiten lässt, zeugt noch heute davon. 

Der Weitwanderweg Nibelungengau führt in acht Etappen beidseits der Donau durch den Niebelungengau. Dabei erlebt man die Region zwischen Ybbs und Melk mit ihrer sanften Kulturlandschaft, ihren Streuobstwiesen und ihrer Geschichte besonders intensiv. 

Ausflugsziele am Weitwanderweg Nibelungengau

Am Weg liegt das „Märchenschloss“ Artstetten mit seinen bezaubernden Zwiebeltürmen, das der kaiserlichen Familie als Sommerresidenz diente. In der Familiengruft ruhen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau, Herzogin Sophie von Hohenberg. Im Inneren des Schlosses befindet sich ein Museum, das sich ganz dem Wirken und Leben des Erzherzogs widmet. Der historische Schlosspark steht unter Denkmalschutz und beherbergt neben rund 1.000 Pfingstrosenpflanzen auch eine ganze Reihe an seltenen historischen Obst- und Beerensorten, die alle aristokratische Namen tragen. 

Schloss Artstetten mit seinem denkmalgeschützen Natur-Schlossgarten.
Foto: Robert Herbst
Schloss Artstetten mit seinem denkmalgeschützen Natur-Schlossgarten.

Zeugnis der bewegten Vergangenheit stellt auch das Europaschloss Leiben dar, das auf eine rund 800 Jahre alte Geschichte zurückblickt. Besonders sehenswert sind die Holz-Kassettendecken im Bet- und Rittersaal, die aus dem 17. Jahrhundert stammen. 

Aber auch der jüngeren Geschichte der Gemeinden an der Donau in Niederösterreich kann nachgegangen werden – so etwa im Museum „ERLAUF ERINNERT“, das sich dem Nationalsozialismus und seinen Folgen, dem Zweiten Weltkrieg, dem Kriegsende sowie zeitgenössischer Kunst widmet. 

Am Nordufer der Donau trifft man auf die Wallfahrtskirche Maria Taferl, Niederösterreichs Landesheiligtum der schmerzhaften Mutter Gottes. Von der auf 233 m über der Donau gelegenen Basilika hat man nicht nur einen grandiosen Ausblick, auch ihr Innenraum mit dem farbenfrohen, in volkstümlichem Barock gestalteten Raum mit Fresken ist äußerst sehenswert. 

Maria Taferl thront über der Donau.
Foto: Robert Herbst
Maria Taferl thront über der Donau.

Besonders an warmen Sommertagen lohnt ein Abstecher in die wildromantische Steinbachklamm bei Marbach. Immer wieder quert man auf schmalen Holzbrücken den Steinbach, der sein Wasser über moosbewachsene Steine rauschen lässt. 

Angenehm kühl und romantisch - die Steinbachklamm
Foto: Klaus Engelmayer
Angenehm kühl und romantisch - die Steinbachklamm

Oskar Kokoschka Fans sollten einen Besuch des Geburtshauses des weltberühmten Malers in Pöchlarn einplanen. Von Mai bis Oktober finden im Oskar Kokoschka-Zentrum die alljährlichen Sonderausstellungen statt. 

Ein besonderes Highlight am Weitwanderweg Nibelungengau ist aber auch das Besucherkraftwerk Ybbs-Persenbeug, das nicht nur das erste Wasserkraftwerk an der niederösterreichischen Donau war, sondern auch das älteste in Österreich ist. Das Kraftwerk bietet spannende Ausstellungen und beeindruckende Einblicke in die ausgereifte Technik der Stromerzeugung. 

Das Besucherkraftwerk Ybbs-Persenbeug
Foto: Klaus Engelmayer
Das Besucherkraftwerk Ybbs-Persenbeug

Alle Details zu den acht Etappen des Weitwanderweges Nibelungengau findest du hier:

Im Nibelungengau: Weitwandern an der Donau
Wo einst der Markgraf Rüdiger von Bechlaren im Nibelungenlied seinen Sitz als Lehensmann des Hunnenkönigs Attila hatte, windet sich heute der Weitwanderweg Nibelungengau auf über 110 km an den Ufern der Donau entlang. In 8 Etappen führt dieser aus dem oberösterreichischen Strudengau in die niederösterreichische Wachau. Ein geschichtsträchtiger Weg, der zu einzigartigen Schlössern und Österreichs ältestem Donaukraftwerk führt.

Welterbesteig Wachau 

Eingebettet zwischen steilen Berghängen und Weinterrassen fließt die Donau wie eine Lebensader weiter durch die Wachau. Im Jahr 2000 wurde die Wachau als UNESCO-Weltkulturerberegion anerkannt. Ausschlaggebend dafür sind ihre uralten Weinterrassen mit den Trockensteinmauern, die gepflegten Dörfer und Städte und die gelebten Traditionen einer mit ihrem Land tief verwurzelten Bevölkerung. 

Im Einklang mit der Natur gedeihen an den sonnigen Hängen oberhalb der Donau Top-Weine, reift die berühmte Wachauer Marille, thronen Burgen auf den Hügeln und betten sich Dörfer mit immer noch beeindruckenden Wehranlagen an die Ufer der Donau. Heurige laden ein, Weine zu verkosten, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen und die harmonische Lebensweise der Wachauer zu genießen. 

Besonderheiten am Welterbesteig Wachau

Der Welterbesteig Wachau führt in 14 Etappen und 180 km zwischen Krems und Melk nördlich und südlich der Donau entlang. Neben den typischen Weinterrassen mit den alten Trockensteinmauern finden sich entlang des Weges viele Besonderheiten, die es wert sind, einen Stopp einzulegen. 

Dazu gehört etwa Dürnstein mit dem barocken blauen Turm, der zum Wahrzeichen der Wachau geworden ist. Aber auch die Ruine Dürnstein erzählt ihre ganz besondere Geschichte: Die Burg wurde in den Jahren 1140 bis 1145 erbaut. Von 1192 bis 1193 hielt Leopold V. den englischen König Richard Löwenherz hier gefangen. Erst durch die Zahlung eines Lösegeldes von 150.000 Mark Silber kam er frei. 

Blühende Marillenbäume vor Dürnstein, dessen blauer Turm das Wahrzeichen der Wachau ist.
Foto: Niederösterreich Werbung, Andreas Hofer
Blühende Marillenbäume vor Dürnstein, dessen blauer Turm das Wahrzeichen der Wachau ist.

Auf dem weiteren Weg trifft man im Winzerort Weißenkirchen auf die Wehrkirche Maria Himmelfahrt. Sie wurde um 1530 errichtet und ist noch heute eine der bedeutendsten Kirchenfestungen Niederösterreichs. 

Auch die Burg Oberranna aus dem 12. Jahrhundert ist erstaunlich gut erhalten, die Ruine des Burgkircherls Gossam liegt eingebettet in der hügeligen und waldreichen Landschaft zwischen Wachau und Weinviertel und die Ruine Aggstein, eine richtige Raubritterburg am rechten Donauufer, versetzt Besucher noch heute ins Mittelalter. 

Der Winzerort Weißenkirchen bettet sich an das Ufer der Donau.
Foto: Lachlan Blair
Der Winzerort Weißenkirchen bettet sich an das Ufer der Donau.

Ein absoluter Höhepunkt am Weg ist der Jauerling, der mit 960 m die höchste Erhebung an der gesamten – immerhin 2.800 km langen – Donau darstellt. Hier bietet die „Wachau Terrasse“ einen tollen Blick auf die Donau und die Hügelketten, oder man besteigt den Aussichtsturm am Gipfel und gewinnt noch einmal 38 m. 

Landschaftsprägend sind aber auch die Prachtbauten Schloss Schönbühel und das Stift Melk, bemerkenswerte Bauten, die sich direkt am Ufer der Donau befinden. Etwas weiter südlich, aber nicht minder prachtvoll, thront das Benediktinerstift Göttweig in 422 m Seehöhe. Seit 2000 ist es Weltkulturerbe, Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt und spirituelles Zentrum Niederösterreichs, das bis heute von 41 Mönchen dauerhaft bewohnt wird.  

Stift Melk
Foto: Niederösterreich Werbung, Michael Liebert
Stift Melk

Modern und zeitgenössisch präsentiert sich die Landesgalerie Niederösterreich als neuer, dynamischer Ausstellungsort und die Kunstmeile Krems bietet ein buntes, vielfältiges Kulturangebot, das von Museen und Galerien bis hin zu Kunst- und Musikfestivals reicht. 

Wer sich also die Wachau erwandern möchte, der findet hier alle Etappen des Welterbesteiges Wachau:

Vogelbergsteig Wachau
Auf insgesamt 180 Kilometern führt der Welterbesteig durch die Niederösterreichische Wachau – eine der bezauberndsten Flusslandschaften Europas. Gerade im Herbst, wenn die Weinreben ihre rotbraune Färbung erhalten, entfaltet die von der UNESCO geschützte Weinlandschaft ihren ganz besonderen Zauber. Wir stellen euch alle 14 Etappen des Weitwanderwegs vor.

Alles, was du wissen musst

Ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln mit Bus, Bahn und Schiff ermöglicht eine individuelle Auswahl an Etappen oder den gezielten Besuch einzelner Besonderheiten entlang beider Weitwanderwege. 

Entlang des Welterbesteiges wird ein Gepäcktransport angeboten oder man nutzt gleich eines der Wander-Packages sowohl für den Welterbesteig als auch für den Nibelungenweitwanderweg, die man auch als Gutschein bestellen und verschenken kann. 

Unbedingt sollte man den Heurigenkalender im Auge behalten, der die Öffnungszeiten der Weinheurigen der gesamten Region beinhaltet. 

Der Genuss von jungem Wein und kulinarischen Schmankerl beim Heurigen gehört an der Donau einfach dazu.
Foto: Donau Niederösterreich, Andreas Hofer
Der Genuss von jungem Wein und kulinarischen Schmankerl beim Heurigen gehört an der Donau einfach dazu.

Neugierig geworden? Alle weiteren Informationen für deinen aktiven und genussvollen Urlaub in der Welterberegion Wachau sowie dem Nibelungengau findest du auf den Seiten von Donau Niederösterreich

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