Erste Etappe auf der Runde durch die Verwallgruppe: zur Konstanzer Hütte
Foto: Greg Snell
Highlight für Bergfexe

Durch die Verwallgruppe

Touren-Tipps • 8. Mai 2018

Steile Hänge, schroffe Felswände und sanfte Almwiesen prägen das Naturbild der Verwallgruppe und geben dabei herrliche Ausblicke auf die umliegende Bergwelt frei. Die fünftägige Wanderung durch die Verwallgruppe ist eine durchaus anspruchsvolle Bergtour, die auch für geübte Bergfexe ein Highlight darstellt. Für die vier Übernachtungen stehen urige, gemütliche Berghütten zur Verfügung, auf denen man mit Tiroler Gastlichkeit empfangen wird. 

Die Tour

Fünft Tage sollte man sich unbedingt für diese schöne Tour Zeit nehmen. Gestartet wird dabei in St. Anton am Arlberg. In rund 3 h erreicht man das erste Etappenziel, die Konstanzer Hütte.

Danach folgen zwei Tage, in denen man mitten durch das Herz der Verwallgruppe wandert: von der Konstanzer Hütte zur Darmstädter Hütte und weiter zur Niederelbehütte. Auf diesem Abschnitt muss man immer wieder einige drahtseilgesicherte Passagen überwinden. Auch der ein oder andere Gipfel kann von den Scharten aus zusätzlich bestiegen werden.

Der weitere Weg führt von der Niederelbehütte zur Edmund-Graf-Hütte. Von dieser kann man den höchsten Gipfel der Vewallgruppe, den Hohen Riffler mit 3.689 m über den Karl-Handl-Steig erklimmen, bevor es am letzten Tag abwärts durch das idyllische Malfontal hinaus ins Stanzertal nach Pettneu geht. 

Mit dem Bus oder dem Taxi gelangt man zurück nach St. Anton am Arlberg.
 

Die Etappen und Hütten im Detail:

Konstanzer Hütte
Am Rande eines Hochmoors und rund vier Kilometer östlich der Grenze zu Vorarlberg liegt die Verwallhütte (1.688 m) am Zusammenschluss von Pfluntal, Schönverwalltal und Fasultal in Tirol. Talort ist St. Anton am Arlberg, von wo aus man die Hütte zu Fuß oder mit Tourenski erreichen kann, allerdings lässt sich dieser Weg auch noch deutlich verkürzen. Die sehr familienfreundliche Hütte ist Stütz- und Ausgangspunkt für Wanderer, Hochtourengeher, Kletterer und Mountainbiker sowie für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Sie ist außerdem Etappenziel der bekannten Verwallrunde. Wegen der leichten Erreichbarkeit kommen viele Tagesausflügler, weshalb die Hütte ein wenig den Charme eines Berggasthofs ausstrahlt.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Darmstädter Hütte
Die Darmstädter Hütte (2.384 m) liegt südlich von St. Anton am Arlberg in einem Hochgebirgskessel in der Verwallgruppe in Tirol. Die nur im Sommer bewirtschaftete Schutzhütte gilt in erster Linie als beliebter Stützpunkt von Kletterern, die ringsum ein schier grenzenloses Betätigungsfeld vorfinden. Um die Darmstädter Hütte und die mächtige Kuchenspitze (3.148 m) hat sich in den vergangenen Jahren ein Klettergebiet mit 7 Klettergärten, rund 50 Routen und 11 Mehrseillängen-Touren entwickelt. Nicht umsonst gilt die Region St. Anton als internationales Kletter-Dorado, welches in den Sommermonaten Bergfexe aus aller Welt lockt. Geübte Bergwanderer marschieren gerne von Ischgl aus über die Doppelseescharte in 4 bis 5 h auf die Hütte. Auch Mountainbiker finden, vor allem im Zuge der (schwierigen) Moostaltour, ihren Weg hinauf. Im Winter bleibt ein Winterraum für Skitourengeher geöffnet.
Geöffnet
Jul - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Kieler Wetterhütte
Die Kieler Wetterhütte liegt auf 2.809 m in der Verwall-Gruppe oberhalb von Ischgl und des Paznauntales. Man erreicht sie auf dem Paznauner Höhenweg und auf dem Hoppe-Seyler-Weg, der von der Niederelbehütte zum Schneidjöchl (zwischen Saumspitz und Seeköpfen) führt. Die Hütte ist eine Notunterkunft in hochalpinem Gelände. Sie dient zum Rasten oder als Schutz vor Schlechtwetter. Zustiege wie auch der Weg zwischen Darmstädter Hütte und Niederelbehütte auf dem sie liegt, sind anspruchsvolle alpine Touren für geübte Wanderer. Über der Kieler Wetterhütte streckt sich die Fatlarspitze (2.988 m) in den Himmel.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Selbstversorger
Niederelbehütte
Die Niederelbehütte liegt malerisch neben dem Sess-See. Auf auf einer Geländestufe im hinteren Sessladtal in der Tiroler Verwallgruppe. Ihr zu Füßen liegt das Paznauntal aus dem die Trisanna das überflüssige Wasser aus dem Sess-See über den Sessladbach mit sich führt, um den Inn zu speisen. Die Hütte wurde in den Jahren 1930/31 erbaut. Sie gehört dem Deutschen Alpenverein. Das Schutzhaus ist Ziel von Verwall- und Samnaungruppen-Entdecker und Kenner. In Erscheinung treten sie als Weit-, Winter- und Tageswanderer, Hoch-, Skitouren- und Schneeschuhgeher oder Mounbtainbiker.   Die Niederelbehütte ist Etappenziel auf der Verwall-Runde und dem Paznauner Höhenweg. Der Hausberg des kinderfreundlichen Hauses ist der 2.404 m hohe Kappler Kopf, benannt nach dem Talort Kappl, der von der Hütte aus in 30 Minuten erstiegen ist. 
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Edmund-Graf-Hütte mit dem kleinen Wasserrad.
Die nur im Sommer bewirtschaftete Edmund-Graf-Hütte (2.375 m) steht auf dem oberen Kapplerboden in der Tiroler Verwallgruppe nahe St. Anton am Arlberg. Sie ist ein geräumiger Stützpunkt für Bergwanderer und Alpinkletterer. Beliebt ist der ca. zweieinhalbstündige Aufstieg auf den Hohen Riffler, den Hütten-Hausberg, der mit 3.168 m zugleich der höchste Gipfel der Verwallgruppe ist. Die Hütte liegt idyllisch an einem kleinen See. Die Pächter Andrea und Peter Raneburger sind geprüfte Tourenführer – ihre Gäste verwöhnen sie mit Tiroler Schmankerln.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

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