Intelligenter Durstlöscher

Das Antidote-Reservoir von Camelbak im Test

Produkttest • 2. Januar 2017
von Gerald Valentin

Wer viel trinkt bleibt fit und bringt dadurch bessere Leistung! Bergwelten Cheftester Gerald Valentin war mit einem Trinksystem unterwegs das die konsumierte und verbleibende Flüssigkeitsmenge misst.

Antidote-Reservoir von Camelbak
Foto: Camelbak
Antidote-Reservoir von Camelbak
Antidote-Reservoir von Camelbak
Foto: CamelBak
Antidote-Reservoir von Camelbak: Schlauch mit Flow Meter

Die Idee des Camelbak wurde vor 30 Jahren geboren, als Michael Eidson für ein Radrennen eine kreative Lösung gegen den Durst fand. Er füllte Infusionsbeutel mit Flüssigkeit und band sich diese auf den Rücken. Die Schläuche führte er über die Schultern nach vorne, sodass er jederzeit ungestört trinken konnte.

Heute haben sich Trinkblasen auch im Bergsport etabliert. Will man die Blase im Rucksack verstauen bietet sich das Antidote-Reservoir als mögliche Lösung an. Das Antidode-Reservoir kommt in drei Größen und ist aus schadstofffreiem Polyurethan gefertigt.

Die Befüllung der Blase erfolgt über eine breite Öffnung, ein Griff stellt sicher, dass bei heißen Getränken die Finger nicht verbrennen. Der Schlauch kann bei gefüllter Blase an- oder abgenommen werden, ein geringer Tropfverlust ist in Kauf zu nehmen. Das Mundstück verfügt über ein Beiß-Ventil sowie einen ergänzenden Hebel zum Sperren des Durchflusses. Als besonderen Clou gibt es für das Trinksystem ein Durchfluss-Messgerät. Der Flow Meter zeichnet die verbrauchte wie auch die in der Blase verbliebene Getränkemenge auf und stellt die Ergebnisse auf einem kleinen Display dar.

Komfortable Flüssigkeitsaufnahme

Auf Tour funktioniert das Antidote-Reservoir ohne Einschränkungen. Ein Biss auf das Ventil, ein leichtes Saugen und das Getränk fließt. Trinkpausen, bei denen die Flasche erst aus dem Rucksack geholt werden müssen gehören der Vergangenheit an. Bei sehr kalten Temperaturen besteht die Gefahr, dass das Getränk im Schlauch vereist. Wird nach dem letzten Schluck jedoch die Flüssigkeit in die Blase zurückgepustet ist auch dieses Problem gelöst. Zudem steht mit dem Flow Meter ein isolierter Schlauch zur Verfügung. Nach der Tour kann das Trinksystem dank großer Öffnung relativ einfach gereinigt werden.

Antidote-Reservoir von Camelbak
Foto: Gerald Valentin
Der isolierte Schlauch hemmt das Gefrieren der Flüssigkeit

Fazit: Das Antidote-Reservoir ist ein ausgereiftes Trinksystem und garantiert sportlichen Wanderern, Bergsteigern und Bikern im Sommer wie im Winter eine komfortable Flüssigkeitsaufnahme. Dank Flow Meter werden die Flüssigkeitsmengen exakt gemessen und digital dargestellt. Doch wer braucht so ein Messgerät? Auf langen Touren erleichtert es das Flüssigkeits-Management. Kontroll-Freaks werden sich freuen, wenn sie neben Gehstrecke, Anzahl der Schritte, Kalorienverbrauch und Herzschlag auch das Trinkverhalten überwachen können.

Infos

Antidote-Reservoir 1,5 l

Preis: € 35
Gewicht: 170 g

Antidote-Reservoir 2,0 l:

Preis: € 40
Gewicht: 180 g

Antidote-Reservoir 3,0 l:

Preis: € 43
Gewicht: 195 g

Isolierter Ersatzschlauch mit Flow Meter: € 50

 

Wertung

Funktion: ★★★★★

Befüllen / Reinigen: ★★★★

Isolation: ★★★★★

www.camelbak.com

 

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Gerald Valentin
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