Raus aus der Stadt – Rein in die Hütte!

11 stadtnahe Hütten in Österreich

Hütten-Tipps • 11. August 2016
von Christina Geyer

Am schönsten ist der Sommer am Berg. Damit es keine Ausreden für das kommende Wochenende gibt, stellen wir euch im ersten Teil unserer „Stadtnah“-Rubrik 11 Hütten in Österreich vor, die in unmittelbarer Nähe zur Stadt liegen. Also: Raus aus der Stadt, rauf auf den Berg und rein in die Hütte!

Blick vom Solsteinhaus
Foto: Christina Schwann, ökoalpin
Blick vom Solsteinhaus

Wien

Zugegeben, Wien liegt jetzt nicht wirklich in den Bergen, aber: Auch im Wienerwald gibt es Hütten – und mit der Rax-Schneeberg-Gruppe liegt das alpine Lebensgefühl sogar in unmittelbarer Nähe zur Großstadt.

Peilsteinhaus

Das Peilsteinhaus liegt in den südlichen Ausläufern des Wienerwalds im Triestingtal, das von hügeliger und dichtbewaldeter Landschaft geprägt ist. Der Hüttenzustieg lässt sich mit einer Wanderung auf den Peilstein kombinieren.

  • Hüttenzustieg: 3 h (aus Nöstach)
  • Anfahrt aus Wien: 50 min
Peilsteinhaus
Hütte • Niederösterreich

Peilsteinhaus (716 m)

Das Peilsteinhaus (716 m) steht auf einer Anhöhe oberhalb des kleinen Wienerwald-Dorfes Schwarzensee. Der Ort liegt nördlich des Triestingtales am südlichen Rand des Wienerwaldes in Niederösterreich. Das Haus ist aus dem Großraum und südlichen Umland von Wien in kurzer Zeit zu erreichen. Das Peilsteinhaus befindet sich inmitten eines, über 800 Routen aufweisenden Klettergebietes, den Peilsteinwänden. Rund um das Haus wird aber auch gewandert. Es führen der E4 Weitwanderweg, der Mariazeller Weg (ein Wallfahrtsweg), der Voralpen-, der Nordalpen-, der Wienerwald Weitwander- und der Niederösterreichische Landeswanderweg vorbei. Gerade die Erreichbarkeit macht die Hütte zu einem beliebten Tagesausflugsziel von nahezu allen naturverbundenen Menschen im Umland der Bundeshauptstadt. Und besonders auch von Familien mit Kindern sowie ältere Menschen. Kinder können Pferden auf der an das Haus angrenzenden Pferdekoppel zusehen oder sich auf dem Spielplatz austoben. Mountainbiker und im Falle ausreichenden Schnees auch Schneeschuh-Geher und Langläufer finden sich am Peilsteinhaus ein. Das Peilstein-Gebiet ist ein ganz besonderer Spielplatz für Kletterer. Auf seinen Felsen, so die Aufzeichnungen der beiden Peilstein-Routenschreiber Ewald Gauster und Kurt Schall, sind mittlerweile 1.400 Vertikalwege in allen Schwierigkeitsgraden (von 1 bis 11) zu begehen. Weiters sind 155 Boulder mit ihren klettertechnischen Aufgaben registriert. Was will der Flachland-Alpinist aus dem Großraum Wien, mehr. Wobei, wenn man die Kletterrouten auf der Hohen Wand im südlichen Niederösterreich mit den Peilstein-Klettereien ergänzt, der Schluss naheliegt, dass es im gesamten Alpenraum in der Nähe einer Großstadt es kein vergleichbares Felskletter-Angebot gibt.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Hengsthütte

Die Hengsthütte erreicht man entweder direkt über die Schneebergbahn oder zu Fuß in Kombination mit einer Wanderung durch die Schneeberg-Gruppe. Wir empfehlen eine Tour auf den Hohen Hengst (1.437 m), deren Ausgangspunkt auch mit den Öffentlichen Verkerhsmitteln gut erreichbar ist (Haltestelle: Puchberg am Schneeberg).

  • Hüttenzustieg: 5 h (vom Rohrbachgraben aus)
  • Anfahrt aus Wien: 1 h 45
Hengsthütte: Außenansicht Sommer
Hütte • Niederösterreich

Hengsthütte (1.012 m)

Die Hengsthütte auf 1012 Metern ist direkt mit der Schneebergbahn erreichbar. Für die Teilstrecke gibt es ermäßigte Fahrkarten. Nach Puchberg am Schneeberg kommt man über die A2 bis Wiener Neustadt und die B26 oder mit dem Regionalzug. Die Hütte blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist seit der Erbauung um 1900 in Familienbesitz. Die Wirtin Andrea Postl legt besonderen Wert darauf, dass die Kulinarik nicht zu kurz kommt. Österreichisch und saisonal könnte man die Küche beschreiben. Manmchal gibt es sogar Kaiserschmarr'n nach dem Rezept des Großvaters. Ebenfalls selbstgemacht sind die Latschen- und Zirbenschnäpse. Der großzügige Gastgarten lädt zum Verweilen ein und Kinder können sich am Spielplatz austoben. Die Hütte ist das ganze Jahr über geöffnet. Im Winter können Rodeln ausgeborgt werden. Wer zu Fuß zur Hütte kommen will geht vom Muthenhof in Puchberg weg. Der Aufstieg ist auch über Rohrbach oder Schneebergdörfl möglich. Den höchsten Gipfel Niederösterreichs, den Hochschneeberg (2.076 m), erwandert man von der Hengsthütte aus in drei Stunden.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Vom Rohrbachgraben auf den Hohen Hengst - Diese ganzjährig begehbare Wanderung in der Rax-Schneeberg-Gruppe in den Wiener Alpen in Niederösterreich ist besonders im Winter ein Erlebnis. Wenn sich nämlich der Dezembernebel über die Berghänge legt, kommt man sich vor wie in einem Märchen der Gebrüder Grimm. Die Rundtour verläuft weglos und bietet herrliche Ausblicke – zumindest wenn sich der Nebel verzieht.


 

Traisnerhütte

Die Traisnerhütte liegt in den Gutensteiner Alpen auf der Hinteralm, in einer Region also, die zu 3/4 von Wald bedeckt ist. Die idyllische Almenlandschaft lädt zu diversen Unternehmungen ein: Es gibt ein dichtes Netz an Wanderwegen und alpinen Steigen. Die Besteigung des Muckenkogels (1.248 m) etwa bietet sich im Rahmen des Hüttenzustiegs an.

  • Hüttenzustieg: 4 h (aus Innerfahrafeld)
  • Anfahrt aus Wien: 1 h 30
Traisnerhütte
Hütte • Niederösterreich

Traisnerhütte (1.313 m)

Die Traisnerhütte auf der Hinteralm in den Gutensteiner Alpen liegt inmitten der „grünen Lunge“ Niederösterreichs: Drei Viertel der Region sind mit Wald bedeckt. Nur rund eine Autostunde von Wien entfernt findet man hier eine idyllische Almenlandschaft mit einem dichten Netz an Wanderwegen und alpinen Steigen. Ein Sessellift erschließt die Region rund um den 1.248 Meter hohen Muckenkogel. An schönen Tagen reicht der Blick von der Traisnerhütte vom Schneeberg bis zum Traunstein. Jedes Jahr im März wird bei der Hütte ein Nostalgieskirennen ausgetragen. Teilnehmen darf nur, wer entsprechend adjustiert ist – auf Holzskiern ohne Stahlkanten, mit Lilienfelder Stahlsohlenbindung und Einstock.  
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Salzburg

Bei Salzburg gibt es unzählige Möglichkeiten, sein Wochenende am Berg zu gestalten. Das Salzkammergut und die Berchtesgadener Alpen liegen quasi vor den Toren der Stadt. Da muss man eigentlich wirklich nur noch die Wanderschuhe schnüren.

Latschenalm

Die Latschenalm ist zwar eigentlich Stützpunkt im Wintersport-Paradies Gaißau-Hintersee bekannt, ist im Sommer aber mindestens genauso schön – und: nicht so überlaufen. Eine ausgedehnte Wanderung empfiehlt sich darum umso mehr.

  • Hüttenzustieg: 1 h 30 (aus Gaißau)
  • Anfahrt aus Salzburg-Stadt: 35 min
Latschenalm
Hütte • Salzburg

Latschenalm (1.380 m)

Die Latschenalm liegt mitten im Ski- und Wandergebiet Gaißau-Hintersee in der Osterhorngruppe im Salzburger Land. Die Alm ist ca. 30 km von der Bundeshauptstadt entfernt. Im Winter ist die Hütte ein gern gesehener Einkehrort für Skifahrer, Snowboarder und Skitourengeher. In den Sommermonaten ist sie bei Wanderern und Mountainbikern sehr populär. Eine beliebte Tour führt beispielsweise auf den Schmittenstein (1.695 m). Wegen des leichten Zustiegs ist sie auch optimal für Familien geeignet. Die Skiregion mit insgesamt 34 Pistenkilometern hat sowohl für Anfänger und Profis einiges zu bieten. Weitläufige Pisten, ein Funpark für Freestyler, traumhaftes Alpenpanorama und urige Hütten zum Einkehren machen das Gebiet zum idealen Areal für Tages- und Urlaubsgäste. Für Anfänger stehen vier Übungsbereiche mit Aufstiegshilfen und leichten Pisten parat.  
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Zeppezauerhaus

Das Zeppezauerhaus liegt auf dem Salzburger Untersberg in den Berchtesgadener Alpen. Erreichen kann man es ganz bequem mit der Seilbahn oder über anspruchsvolle Klettersteige. Damit ist die Hütte gleichermaßen für Familien wie für ambitionierte Wanderer interessant. Dafür sollte man auch über die etwas ausgedehntere Anfahrt hinwegsehen.

  • Hüttenzustieg: 5 h 15 (aus Ettenberg)
  • Anfahrt aus Salzburg: 3 h 15
Aussicht vom Zeppezauerhaus
Hütte • Bayern

Zeppezauerhaus (1.663 m)

Am Zeppezauerhaus kann man Bergluft einsaugen und wird die Stadtluft los. Es steht am Hausberg der Stadt-Salzburger, am Untersberg im Süden der Mozartstadt. Der Untersberg ist eine Landmarke. Für die Stadt selbst, für die Berchtesgadener Alpen, deren nördlicher Ausläufer der Untersberg ist und für den Rand der Nördlichen Kalkalpen. Das 1883 eröffnete Zeppezauerhaus ist als Wander-, Alpin- und Kletterzentrum am Rande des urbanen Großraumes der Stadt Salzburg verankert. Die Schutzhütte ist nicht nur durch die bevorzugte Lage sondern auch durch die leicht Erreichbarkeit attraktiv. Zum Zeppezauerhaus bricht man schon einmal spontan auf. Während die Einen zur Schutzhütte heraufsteigen, fahren diejenigen, die gerade nicht gehen wollen, nicht mehr so gut auf ihren beiden Beinen sind oder die ihrer Kinder wegen Wege in die Berge abkürzen müssen ohne auf Berg-Erlebnisse verzichten zu wollen, mit der Untersbergbahn hinauf. Der Untersberg lädt alle "Bergler" zu sich ein, hat für sie alle Platz, Wege und bietet ein vielfältiges, alpines Betätigungsfeld. Er ist ein Gastgeber, der niemanden ausschließt. Auch wenn er die Salzach flußabwärts in das Salzburger Becken wie eine uneinnehmbare Festung wirkt, fällt er nach Bad Reichenhall und das Reichenhaller Becker sanft und einladend ab.  
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Untersberg, Überschreitung mit Klettersteig - Überschreitung des Untersbergs (1.972 m) mit Klettersteig. Aufstieg zum Berchtesgadener Hochthron am Klettersteig und Überschreitung bis zum Salzburger Hochthron. Talfahrt von der Bergstation Hochalm mit der Seilbahn. Eindrucksvoller Sportklettersteig durch die Ostwand und zum Berchtesgadener Hochthron.


 

Braunauer Hütte

Die Braunauer Hütte liegt unweit des Wolfgangsees und bietet sich damit vor allem im Sommer als Stützpunkt für badefreudige Bergfexe an, die sich die Salzkammergut-Berge erwandern möchten – etwa im Rahmen der Illinger Alm-Runde.

  • Hüttenzustieg: 2 h 45 (von der Illingerbergalm aus)
  • Anfahrt aus Salzburg: 1 h
Braunauer Hütte
Hütte • Salzburg

Braunauer Hütte (1.210 m)

Die Braunauer Hütte (1.210 m) steht in den Salzkammergut-Bergen unterhalb von Zwölferhorn und Pillsteinhöhe sowie in einem Almgebiet oberhalb des Wolfgangsees. Die Selbstversorger-Hütte ist von St. Gilgen mit der Zwölferhorn-Seilbahn erreichbar. Sie ist nur von Ende April bis Ende Oktober zu nutzen. Eine Zufahrt mit dem Auto ist möglich. Die Hütte ist ein geeigneter Standort, um die Region zwischen Wolfgangsee, Hintersee, Zwölferhorn, Faistenauer-Schafberg, Feichtenstein und Königsberger Horn zu erkunden und zu erwandern. Oder um auf dem Arnoweg die 56 Etappe von der Genneralm nach Fuschl über das Königsberger Horn, die Königsbergalm und das Zwölferhorn zu wandern. Oder um mit Kindern spielend, umgeben von Kühen, Zeit auf der Alm zu verbringen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Selbstversorger

Illinger Alm-Runde - Das Gebiet um die Illingeralm in Salzburg ist ein nettes und einsames Wandergebiet. Die kleine Illinger Almrunde, bei der auf die Besteigung des Illingerberges verzichtet wird, ist sogar für Kinderwägen geeignet.


 

Innsbruck

Für Innsbruck bedarf es eigentlich gar keiner umständlichen Anfahrt-Tipps, denn es liegt ja bereits mitten in den Bergen. Karwendel, Tuxer Alpen und die Dolomiten sind allesamt nicht einmal einen Steinwurf entfernt. Unsere Hütten-Empfehlungen sind damit wirklich nur eine klitzekleine Auswahl aus den zahlreichen Möglichkeiten rund um Innsbruck.

Solsteinhaus

Das Solsteinhaus liegt im westlichen Karwendel am Fuße des Großen Solsteins (2.541 m). Umgeben von weitläufigen Almwiesen bietet sich die Hütte als Stützpunkt für gemütliche Wanderungen wie ambitionierte Bergtouren an. Weil das Solsteinhaus seinen Namen von seinem Heimatberg hat, legen wir euch eine Tour auf den Großen Solstein nahe.

  • Hüttenzustieg: 2 h 15 (aus Hochzirl)
  • Anfahrt aus Innsbruck: 25 min
Solsteinhaus
Hütte • Tirol

Solsteinhaus (1.805 m)

Auf weitläufigen Almwiesen und am Fuße des Großen Solstein im westlichen Karwendel und nicht weit von Innsbruck gelegen, ist die Solsteinhütte (1.805 m)  sowohl Ausgangspunkt für gemütliche Wanderungen wie auch für anspruchsvolle Bergtouren. Bestens geeignet für Tagesausflüge auch mit Kindern.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Wandern • Tirol

Großer Solstein

Dauer
5:00 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
19,1 km
Aufstieg
1.622 hm
Abstieg
56 hm

Patscherkofelhaus

Das Patscherkofelhaus ist die höchstgelegene Hütte auf dem Innsbrucker Hausberg Patscherkofel (2.246 m) in den Tuxer Alpen. Nicht nur wegen ihrer unmittelbaren Nähe zur Stadt ist diese Herberge überaus beliebt: Auch die üppig proportionierten Tiroler Schmankerl locken so manchen mit der Patscherkofelbahn hinauf. Die Kalorien kann man dann ohnehin leicht wieder abtrainieren – zum Beispiel bei einer Gipfeltour über den Patscherkofel.

  • Hüttenzustieg: 2 h 30 (aus Patsch)
  • Anfahrt aus Innsbruck: 25 min
Patscherkofel-Schutzhaus
Das Schutzhaus am Patscherkofel (1.970 m) steht am Patscherkofel. Der steinerne Riese wacht über Innsbruck, das Inntal rund um Tirols Landeshauptstadt und am Eingang des Wipptales. Er ist, wie das Goldene Dachl und die Nordkette ein Wahrzeichen der Stadt, der Hausberg der Innsbrucker und zu jeder Jahreszeit Gastgeber bergaffiner Menschen. Einst hieß das Haus Kaiser-Franz-Josef-Schutzhaus. Es liegt 275 Hm unterhalb des Patscherkofel-Gipfels. Berg und Haus befinden sich in den Tuxer Alpen. Beide sind leicht erreichbar. Tagesausflüge mit Kind und Kegel hinauf zum Schutzhaus sind unkompliziert. Im Winter tummeln sich die Schneefreunde mit ihren Touren- und Alpinski, Snowboards und Schneeschuhen, im Sommer die Wanderer und Ausflügler in der Stube sowie auf der Terrasse des Hauses. Alle kommen um Luft, Sonne, Fernsicht, Gesellschaft und Lebensfreude zu tanken. Und natürlich auch um zu essen und zu trinken.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Arzler Alm

Die Arzler Alm liegt auf der Südseite des Alpenparks Karwendel am Fuße der Nordkette, von der aus sich ein fantastischer Ausblick auf Innsbruck eröffnet. Aber auch das Almgebiet selbst zieht Blicke auf sich – nicht nur, weil dort rund 35 Rinder und 300 Schafe weiden. Wir empfehlen darum eine Wanderung, die gleich über 6 verschiedene Almen führt.

  • Hüttenzustieg: 3 h 30 (aus Thaur)
  • Anfahrt aus Innsbruck: 15 min
Arzler Alm
Hütte • Tirol

Arzler Alm (1.067 m)

Die Arzler Alm am Fuße der Nordkette ist ein wunderbarer Platz oberhalb Innsbrucks. Wie in einer Loge schaut man auf Tirols Landeshauptstadt, in das Inntal, das Wipptal und auf die Tuxer Alpen mit dem Patscherkofel. Und wenn man sich zurücklehnt, spürt man die Erhabenheit der Nordkette im Rücken. Auf der Arzler Alm kann man sich fast so fühlen wie in einem Ohrensessel im heimischen Wohnzimmer.   Ihre Gemütlichkeit macht die Alm zu einem schönen Tagesausflug für Familien mit Kinder. Oder für Menschen, die schnell einmal der städtischen und urbanen Hektik zu Fuß oder mit dem Rad entfliehen wollen. Die Arzler Alm, die der Stadt Innsbruck gehört, ist auch eine richtige Alm mit, auf 862 Hektar Grund weidenden Kühen und Schafen   
Geöffnet
Jan - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet
Wandern • Tirol

Sechs-Almen-Tour

Dauer
3:40 h
Anspruch
T1 leicht
Länge
13 km
Aufstieg
1.110 hm
Abstieg
320 hm

Klagenfurt

Wo es im Sommer zahlreiche Klagenfurter an den angrenzenden Wörthersee zieht, bietet sich auch die ein oder andere Wanderung in die Karawanken an. Es spricht ja nichts dagegen, sich nach der Tour mit einem genüsslichen Sprung ins kalte Nass zu belohnen.

Bertahütte

Die Bertahütte liegt am Ferlacher Sattel in den Karawanken und hat alles, was eine urige Hütte braucht: Sie ist gemütlich, aussichtsreich – und verführt mit regionalen Köstlichkeiten. Ausreichend gestärkt kann man dann den Mittagskofel (2.087 m) in Angriff nehmen.

  • Hüttenzustieg: 45 min (aus Ledenitzen)
  • Anfahrt aus Klagenfurt: 30 min
Bertahütte
Hütte • Kärnten

Bertahütte (1.567 m)

Auf 1.567 m Seehöhe, mitten am Ferlacher Sattel, zwischen dem allseits beliebten Mittagskogel und dem Ferlacher Spitz, findet man die urige Bertahütte. Im Mai 2016 übernahmen die Neupächter Gisela Höher, mit ihrem Lebensgefährten Ferdi Messner die Hütte.  Neben dem atemberaubenden Anblick des Mittagskogels, den man hautnah von der Terrasse aus betrachten kann, überzeugt das Team der Bertahütte auch mit allerlei selbstgemachten Spezialitäten. Unbedingt probieren muss man den stets beliebten Apfelstrudel (Geheimrezept) von Hüttenchefin Gisela oder an den Wochenenden den mit viel Liebe vom Chef persönlich gebeizten Schweinsbraten aus dem Holzofen. So werden die Mägen der stets hungrigen Wanderer bestens gefüllt. Sollte es etwas schneller gehen, wird Abhilfe in Form von allerlei belegten Broten, Brettljausn, Süppchen in Emailschüsseln für Zwischendurch oder Fleischnudel geschaffen. Der Großteil der angebotenen Speisen wird von den Hüttenwirten selbst gemacht. Ebenso die angebotenen Schnäpse. Von der Hütte aus kommt man innerhalb von zwei Stunden auf den Mittagskogel. Für einen kürzeren Ausflug empfiehlt sich die Ferlacher Spitze. Der Aufstieg ist zwar recht steil, aber die Aussicht wird Wanderern die Sprache verschlagen. Für alle Motivierten, die sich nicht von uns und dem herrlichen Ausblick auf den Kogel trennen wollen, stehen zwei separate Schlafsäle zur Verfügung.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Wandern • Kärnten

Bertahütte/Mittagskogel

Dauer
9:47 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
22,1 km
Aufstieg
1.490 hm
Abstieg
1.490 hm

Klagenfurter Hütte

Die Klagenfurter Hütte liegt wie auch die Bertahütte inmitten der Karawanken – oberhalb von Feistritz im Rosental. Sie ist außerdem mindestens genauso aussichtsreich und vielfältig, was die Auswahl an Touren anbelangt. Klettersteige, Gipfelbesteigungen und sogar Wanderungen bis nach Slowenien sind von der Klagenfurter Hütte aus machbar.

  • Hüttenzustieg: 1 h (aus dem Bärental)
  • Anfahrt aus Klagenfurt: 40 min
Klagenfurter Hütte
Die Klagenfurter Hütte (1.664 m) steht im Herzen der Karawanken auf der Matschacher Alm in Kärnten. Der Hochstuhl, der höchste Gipfel in den Karawanken, ist fast in Griffweite. Von der 2016 generalsanierten Hütte schaut man in das imposante Kar des Berges. Hütte und Alm sind zwischen Kosiak und Bielschitza eingebettet. Zu diesem Karawanken-Kleinod kann man aus Rosen- und Bärental, wovon Teile im Besitz der Familie des 2008 verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider stehen, oder aus dem Bodental aufsteigen.  Von der Johannsenruhe im Bärental ist die Klagenfurter Hütte in kurzer Gehzeit zu erreichen. Weg, Alm und Hütte eignen sich für Familien-Ausflüge. Das Gelände um die Hütte ist ein großer Naturspielplatz. Zu sehen und zu erkunden gibt es genug wenn man zu Fuß, mit Schneeschuhen oder dem Rad von Feistritz im Rosental oder Windisch-Bleiberg Richtung Hütte unterwegs ist. Der Hochstuhl ist via Klettersteig zu erklimmen. Oben auf Kosiak und Bielschitza kann man den Blick in den Süden nach Slowenien oder nach Norden in das Rosental und zur Drau schweifen lassen. Der Kosiak ist ein Skitouren-Gipfel an dessen Südwestflanke abgefahren und an dessen Nord- und Nordostseite in der schneefreien Zeit in unteren Schwierigkeitsgraden geklettert werden kann. Klettern kann man auch in der von der Hütte etwas weiter entfernten Vertatscha. Durch die Nordwand führen Routen in mittleren Schwierigkeitsgraden.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Gut zu wissen

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