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Ausflugsziele

11 stadtnahe Hütten in Österreich

Hütten-Tipps • 19. Mai 2022

Am schönsten ist der Frühling und Sommer am Berg. Damit es keine Ausreden für die kommenden Wochenenden gibt, stellen wir euch 11 Hütten in Österreich vor, die in unmittelbarer Nähe zur Stadt liegen. Also: Raus aus der Stadt, rauf auf den Berg und rein in die Hütte!

Schnell von Innsbruck aus erreichbar: Das Solsteinhaus (1.806 m)
Foto: mauritius images/ Christine Braun / Toni Braun
Schnell von Innsbruck aus erreichbar: Das Solsteinhaus (1.806 m)
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Wien

Zugegeben, Wien liegt jetzt nicht wirklich in den Bergen, aber: Auch im Wienerwald gibt es Hütten – und mit der Rax-Schneeberg-Gruppe liegt das alpine Lebensgefühl sogar in unmittelbarer Nähe zur Großstadt.

1. Peilsteinhaus

Das Peilsteinhaus liegt in den südlichen Ausläufern des Wienerwalds im Triestingtal, das von hügeliger und dichtbewaldeter Landschaft geprägt ist. Der Hüttenzustieg lässt sich mit einer Wanderung auf den Peilstein kombinieren.

  • Hüttenzustieg: 30 min (aus Schwarzensee)
  • Anfahrt aus Wien: 50 min
Das Peilsteinhaus (716 m) steht auf einer Anhöhe oberhalb des kleinen Wienerwald-Dorfes Schwarzensee. Der Ort liegt nördlich des Triestingtales am südlichen Rand des Wienerwaldes in Niederösterreich. Das Haus ist aus dem Großraum und südlichen Umland von Wien in kurzer Zeit zu erreichen. Das Peilsteinhaus befindet sich inmitten eines, über 800 Routen aufweisenden Klettergebietes, den Peilsteinwänden. Rund um das Haus wird aber auch gewandert. Es führen der E4 Weitwanderweg, der Mariazeller Weg (ein Wallfahrtsweg), der Voralpen-, der Nordalpen-, der Wienerwald Weitwander- und der Niederösterreichische Landeswanderweg vorbei.Gerade die Erreichbarkeit macht die Hütte zu einem beliebten Tagesausflugsziel von nahezu allen naturverbundenen Menschen im Umland der Bundeshauptstadt. Und besonders auch von Familien mit Kindern sowie ältere Menschen. Kinder können Pferden auf der an das Haus angrenzenden Pferdekoppel zusehen oder sich auf dem Spielplatz austoben. Mountainbiker und im Falle ausreichenden Schnees auch Schneeschuh-Geher und Langläufer finden sich am Peilsteinhaus ein.Das Peilstein-Gebiet ist ein ganz besonderer Spielplatz für Kletterer. Auf seinen Felsen, so die Aufzeichnungen der beiden Peilstein-Routenschreiber Ewald Gauster und Kurt Schall, sind mittlerweile 1.400 Vertikalwege in allen Schwierigkeitsgraden (von 1 bis 11) zu begehen. Weiters sind 155 Boulder mit ihren klettertechnischen Aufgaben registriert. Was will der Flachland-Alpinist aus dem Großraum Wien, mehr. Wobei, wenn man die Kletterrouten auf der Hohen Wand im südlichen Niederösterreich mit den Peilstein-Klettereien ergänzt, der Schluss naheliegt, dass es im gesamten Alpenraum in der Nähe einer Großstadt es kein vergleichbares Felskletter-Angebot gibt.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

2. Hengsthütte

Die Hengsthütte erreicht man entweder direkt über die Schneebergbahn oder zu Fuß in Kombination mit einer Wanderung durch die Schneeberg-Gruppe. Wir empfehlen eine Tour auf den Hohen Hengst (1.437 m), deren Ausgangspunkt auch mit den Öffentlichen Verkerhsmitteln gut erreichbar ist (Haltestelle: Puchberg am Schneeberg).

  • Hüttenzustieg: 1 h (von Puchberg aus)
  • Anfahrt aus Wien: 1 h 45

3. Traisnerhütte

Die Traisnerhütte liegt in den Gutensteiner Alpen auf der Hinteralm, in einer Region also, die zu 3/4 von Wald bedeckt ist. Die idyllische Almenlandschaft lädt zu diversen Unternehmungen ein: Es gibt ein dichtes Netz an Wanderwegen und alpinen Steigen. Die Besteigung des Muckenkogels (1.248 m) etwa bietet sich im Rahmen des Hüttenzustiegs an.

  • Hüttenzustieg: 45 min (vom Muckenkogel-Sessellift aus)
  • Anfahrt aus Wien: 1 h 30

Salzburg

Bei Salzburg gibt es unzählige Möglichkeiten, sein Wochenende am Berg zu gestalten. Das Salzkammergut und die Berchtesgadener Alpen liegen quasi vor den Toren der Stadt. Da muss man eigentlich wirklich nur noch die Wanderschuhe schnüren.

1. Latschenalm

Die Latschenalm ist zwar eigentlich als Stützpunkt im Wintersport-Paradies Gaißau-Hintersee bekannt, ist in der warmen Jahreszeit aber mindestens genauso schön – und: nicht so überlaufen. Eine ausgedehnte Wanderung empfiehlt sich darum umso mehr.

  • Hüttenzustieg: 1 h 30 (aus Gaißau)
  • Anfahrt aus Salzburg-Stadt: 35 min
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2. Zeppezauerhaus

Das Zeppezauerhaus liegt auf dem Salzburger Untersberg in den Berchtesgadener Alpen. Erreichen kann man es ganz bequem mit der Seilbahn oder über anspruchsvolle Klettersteige. Damit ist die Hütte gleichermaßen für Familien wie für ambitionierte Wanderer interessant. Dafür sollte man auch über die etwas ausgedehntere Anfahrt hinwegsehen.

  • Hüttenzustieg: 2 h 30 (aus Glanegg)
  • Anfahrt aus Salzburg: 20 min

3. Braunauer Hütte

Die Braunauer Hütte liegt unweit des Wolfgangsees und bietet sich damit vor allem im Sommer als Stützpunkt für badefreudige Bergfexe an, die sich die Salzkammergut-Berge erwandern möchten – etwa im Rahmen der Illinger Alm-Runde.

  • Hüttenzustieg: 2 h 45 (von der Illingerbergalm aus)
  • Anfahrt aus Salzburg: 1 h

Innsbruck

Für Innsbruck bedarf es eigentlich gar keiner umständlichen Anfahrt-Tipps, denn es liegt ja bereits mitten in den Bergen. Karwendel, Tuxer Alpen und die Dolomiten sind allesamt nicht einmal einen Steinwurf entfernt. Unsere Hütten-Empfehlungen sind damit wirklich nur eine klitzekleine Auswahl aus den zahlreichen Möglichkeiten rund um Innsbruck.

1. Solsteinhaus

Das Solsteinhaus liegt im westlichen Karwendel am Fuße des Großen Solsteins (2.541 m). Umgeben von weitläufigen Almwiesen bietet sich die Hütte als Stützpunkt für gemütliche Wanderungen wie ambitionierte Bergtouren an. Weil das Solsteinhaus seinen Namen von seinem Heimatberg hat, legen wir euch eine Tour auf den Großen Solstein nahe.

  • Hüttenzustieg: 2 h 15 (aus Hochzirl)
  • Anfahrt aus Innsbruck: 25 min
  • Geöffnet: ab 26. Mai 2022
Blick vom Solsteinhaus
Foto: Christina Schwann, ökoalpin
Blick vom Solsteinhaus

2. Patscherkofelhaus

Das Patscherkofelhaus ist die höchstgelegene Hütte auf dem Innsbrucker Hausberg Patscherkofel (2.246 m) in den Tuxer Alpen. Nicht nur wegen ihrer unmittelbaren Nähe zur Stadt ist diese Herberge überaus beliebt: Auch die üppig proportionierten Tiroler Schmankerl locken so manchen mit der Patscherkofelbahn hinauf. Die Kalorien kann man dann ohnehin leicht wieder abtrainieren – zum Beispiel bei einer Gipfeltour über den Patscherkofel.

  • Hüttenzustieg: 2 h 30 (aus Patsch)
  • Anfahrt aus Innsbruck: 25 min

3. Arzler Alm

Die Arzler Alm liegt auf der Südseite des Alpenparks Karwendel am Fuße der Nordkette, von der aus sich ein fantastischer Ausblick auf Innsbruck eröffnet. Aber auch das Almgebiet selbst zieht Blicke auf sich – nicht nur, weil dort rund 35 Rinder und 300 Schafe weiden. Wir empfehlen darum eine Wanderung, die gleich über 6 verschiedene Almen führt.

  • Hüttenzustieg: 50 min (von Parkplatz Schönblick)
  • Anfahrt aus Innsbruck: 15 min

Klagenfurt

Wo es im Sommer zahlreiche Klagenfurter an den angrenzenden Wörthersee zieht, bietet sich auch die ein oder andere Wanderung in die Karawanken an. Es spricht ja nichts dagegen, sich nach der Tour mit einem genüsslichen Sprung ins kalte Nass zu belohnen.

1. Bertahütte

Die Bertahütte liegt am Ferlacher Sattel in den Karawanken und hat alles, was eine urige Hütte braucht: Sie ist gemütlich, aussichtsreich – und verführt mit regionalen Köstlichkeiten. Ausreichend gestärkt kann man dann den Mittagskogel (2.087 m) in Angriff nehmen.

  • Hüttenzustieg: 45 min (aus Ledenitzen)
  • Anfahrt aus Klagenfurt: 30 min
Auf 1.567 m Seehöhe, mitten am Ferlacher Sattel, zwischen dem allseits beliebten Mittagskogel und der Ferlacher Spitze, findet man die urige Bertahütte.Seit Mai 2016 wird die Alpenvereinshütte von den Wirtsleuten Gisela und Ferdi Messner bewirtschaftet. Neben dem atemberaubenden Anblick des Mittagskogels, den man hautnah von der Terrasse aus betrachten kann, überzeugt das Team der Bertahütte auch mit allerlei selbstgemachten Spezialitäten.Unbedingt probieren sollte man den stets beliebten Apfelstrudel vom Holzofen (Geheimrezept) von Hüttenchefin Gisela. Die kleine, aber feine Karte bietet ebenfalls noch andere, regionale Köstlichkeiten in Form von allerlei belegten Broten, Suppen in Emailschüsseln für Zwischendurch oder aber auch Käs (ebenfalls in vegan erhältlich) - als auch Fleischnudel an.Der Großteil der angebotenen Speisen wird von den Hüttenwirten selbst hergestellt. Dass trifft auch auf die angebotenen Schnäpse zu.Direkt von der Hütte aus gelangt man innerhalb von zwei Stunden auf den 2.145 m hoch gelegenen Mittagskogel. Für einen etwas kürzeren Ausflug empfiehlt sich die Ferlacher Spitze. Der Aufstieg ist zwar recht steil, aber die Aussicht wird jeden Wanderer die Sprache verschlagen.Für alle motivierten, die sich nicht von der Hütte und dem traumhaften Panorama mit Ausblick auf die Karawanken sowie einen herrlichen Blick auf die Draustadt Villach trennen wollen, stehen zwei separate Schlafsäle zur Verfügung (um Voranmeldung wird gebeten).
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

2. Klagenfurter Hütte

Die Klagenfurter Hütte liegt wie auch die Bertahütte inmitten der Karawanken – oberhalb von Feistritz im Rosental. Sie ist außerdem mindestens genauso aussichtsreich und vielfältig, was die Auswahl an Touren anbelangt. Klettersteige, Gipfelbesteigungen und sogar Wanderungen bis nach Slowenien sind von der Klagenfurter Hütte aus machbar.

  • Hüttenzustieg: 1 h (aus dem Bärental)
  • Anfahrt aus Klagenfurt: 40 min
Die Klagenfurter Hütte (1.664 m) steht im Herzen der Karawanken auf der Matschacher Alm in Kärnten. Der Hochstuhl, der höchste Gipfel in den Karawanken, ist fast in Griffweite. Von der 2016 generalsanierten Hütte schaut man in das imposante Kar des Berges. Hütte und Alm sind zwischen Kosiak und Bielschitza eingebettet. Zu diesem Karawanken-Kleinod kann man aus Rosen- und Bärental, wovon Teile im Besitz der Familie des 2008 verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider stehen, oder aus dem Bodental aufsteigen. Von der Johannsenruhe im Bärental ist die Klagenfurter Hütte in kurzer Gehzeit zu erreichen. Weg, Alm und Hütte eignen sich für Familien-Ausflüge. Das Gelände um die Hütte ist ein großer Naturspielplatz. Zu sehen und zu erkunden gibt es genug wenn man zu Fuß, mit Schneeschuhen oder dem Rad von Feistritz im Rosental oder Windisch-Bleiberg Richtung Hütte unterwegs ist.Der Hochstuhl ist via Klettersteig zu erklimmen. Oben auf Kosiak und Bielschitza kann man den Blick in den Süden nach Slowenien oder nach Norden in das Rosental und zur Drau schweifen lassen. Der Kosiak ist ein Skitouren-Gipfel an dessen Südwestflanke abgefahren und an dessen Nord- und Nordostseite in der schneefreien Zeit in unteren Schwierigkeitsgraden geklettert werden kann. Klettern kann man auch in der von der Hütte etwas weiter entfernten Vertatscha. Durch die Nordwand führen Routen in mittleren Schwierigkeitsgraden.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

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