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Die Geschichte von Tatonka

Mit der Kraft des Bisons

Anzeige • 11. Juli 2022

Dank starker Werte mischt Tatonka seit 1980 erfolgreich am Outdoor-Markt mit. Noch bevor ethische Standards wie soziale Verantwortung, Transparenz und Nachhaltigkeit überhaupt aufkamen, setzten die Schwaben aus Dasing mit der »Open Factory« bereits neue Maßstäbe beim Arbeitsstandard.

Die Geschichte des bayrischen Outdoorartikel-Herstellers aus Dasing begann 1991 auf dem Kinosessel: Über die Leinwand flimmerte der Hollywood Blockbuster „Der mit dem Wolf tanzt." Eine große Herde Bisons donnert mit der Geschwindigkeit eines D-Zugs über die weite Steppe. Gefolgt von einem guten Dutzend Sioux Indianern auf bunten Mustangs. Winfried Schechinge­­r ist beeindruckt von der Kraft, der Anmut und Präsenz der Tiere, in der Lakota-Sprache „Tatonka" genannt. So beeindruckt, dass er seinem Unternehmen drei Jahre später einen neuen Namen schenkt.

In Dasing befindet sich neben der Entwicklungs- und IT-Abteilung, dem Marketing, der Verwaltung und dem Auslieferungslager auch eine Service-Abteilung, in der beschädigte Ausrüstungsteile repariert und wieder fit gemacht werden.
In Dasing befindet sich neben der Entwicklungs- und IT-Abteilung, dem Marketing, der Verwaltung und dem Auslieferungslager auch eine Service-Abteilung, in der beschädigte Ausrüstungsteile repariert und wieder fit gemacht werden.

Starke Werte, die Bestand haben

Tatonka – der Büffel – spiegelt seitdem mit Wort, Bild und seinem Wesen das Leitbild der familiengeführten Traditionsfirma wider. Natur, Wildnis und Stärk­e, aber auch Ruhe, Präsenz und Beständig­keit sind Werte, die dem schwäbischen Unternehmen aus Dasing bei Augsburg noch heute die Richtung weisen. Hier, wo ein Handschlag noch etwas zählt, pflegt man flache Hierarchien mit kurzen Entscheidungswegen und den persönlichen Kontakt zu Mitarbeitern und Kunden. Dabei steht Kontinuität im Vordergrund. Denn um Erfolg zu haben und zu gefallen, muss man nicht jeden neuen Trend mitmachen.

Familiensache: Produktion & Vertrieb aus einer Hand

Dabei war Winfried Schechinger im Zeitpunkt der Umbenennung schon ein „alter Hase" in der Outdoor-Branche. Bereits 1980 hatte er die Mountain Sport GmbH gegründet, eine Vertriebsgesellschaft für Bergsportartikel. Er begann sein Geschäft mit dem Vertrieb und der Produktion der Marke JanSport und entwickelte die Rucksäcke nach seinen eigenen Ideen unter der Marke Tatonka weiter. 1989 wurde die erste unternehmenseigene Pro­duk­tions­stätte in der vietnamesischen Ho Chi Minh City aufgebaut. 1995 kam eine zweite hinzu. Damit produziert Tatonka als einer der wenigen Outdoor-Hersteller ausschließlich selbst – über 2.000 Produkte, vom Rucksack über den Campingkocher bis zum Zelt.

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Foto: Tatonka GmbH

 „Wir von Tatonka entwickeln Produkte für Menschen, die sich gerne in der Natur aufhalten. Das tun wir mit Leidenschaft, Fantasie und Durchhaltevermögen – und mit Erfolg.“ Andreas Schechinger, Inhaber und Geschäftsführer der Tatonka GmbH

Vorbildlich: Soziales Engagement nach Maß

Seit 2004 lenkt Sohn Andreas Schechinger als In­habe­r und Geschäftsführer die Geschicke des Familienunternehmens. Die rund 1.000 Mitarbeiter in Dasing und in Vietnam gehören dabei zur Familie. Vater wie Sohn war es von Anfang an wichtig, eine Produktion nach europäischen Standards sicherzustellen. Gleichzeitig legten sie Wert auf eine gute Aus- und Weiter­bildung der vietnamesischen Beschäftigten und die Einhaltung hoher Sozialstandards. Deshalb sind die Werke von Tatonka seit 2011 SA8000-zertifiziert. Die weltweit anerkannte Zertifizierung verlangt die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards gemäß ILO- und UN-Konventionen und wird in regelmäßigen Abständen überprüft.

In der Open Factory können sich interessierte Händler und Endverbraucher von der sozialen Verantwortung des Unternehmens persönlich überzeugen.

Einzigartig: Die offene Fabrik

Da Siegel und Zertifikate immer angreifbar sind und Transparenz bei Tatonka einen hohen Stellenwert besitzt, kann sich vor Ort jeder selbst ein Bild von den Arbeitsbedingungen machen: Im Rahmen der „Open Factory“ öffnet das Werk in Ho Chi Minh City jeden Freitag seine Pforten. Bei laufendem Produktionsbetrieb können Endverbraucher, Journalisten, Hersteller und NGOs die Fertigung selbst besichtigen und das Arbeitsumfeld sowie die Sicherheitsstandards persönlich in Augenschein nehmen.

Weitergedacht: Transparente Lieferkette

Durch die eigene Fertigung ist Tatonka in der Lage, schnell auf Probleme und neue Entwicklungen zu reagieren. Zudem können die Transportwege kurzgehalten und neben Kosten auch Ressourcen und CO² eingespart werden. Um auch hier Transparenz zu schaffen, gibt es auf der Traceability-Website die Möglichkeit, anhand der Seriennummer den Herstellungs- und Transportweg eines Produktes nachzuverfolgen. Alle Tatonka-Produkte ab dem Jahr 2016 sind so einsehbar – das gilt für Rucksäcke, Bekleidung, Zelte und alle weiteren Ausrüstungsgegenstände.

Ausblick

Für die Zukunft stehen bei Tatonka alle Zeichen auf „Grün" – in ökologischer wie in wirtschaftlicher Hinsicht. Keine leichte Aufgabe, aber Tatonka – der bayrische Bison – wird seinen Weg unbeirrt weitergehen.

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