Bergwelten-Autorin Rabea Zühlke hat der Baltschiederklause ein Besuch abgestattet und viele interessante Geschichten mitgebracht. Im aktuellen Bergwelten Magazin (August/September 2020) verraten wir dir alles, was du über die einsame Hütte wissen musst. Das Heft ist ab 16. Juli 2020 im Zeitschriftenhandel, bequem im Abo für die Schweiz, Österreich und Deutschland oder als E-Paper erhältlich.
Auf einer Höhe von 2.783 m liegt im hinteren Baltschiedertal eine der einsamsten Hütten des Schweizer Alpen-Clubs. Wer den langen Zustieg durch die ursprüngliche Berglandschaft des UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch nicht scheut, wird reich belohnt: wie ein Adlerhorst thront die urchige Hütte auf einer kleinen Terrasse unterhalb des Jägihorns (3.407 m) und bietet eine grandiose Aussicht.
Von der Klause aus bieten sich Hoch- und Klettertouren aller Schwierigkeitsgrade an. Das etwa 3,2 km westlich gelegene Bietschhorn ist wohl das bekannteste Ziel und kann von der Klause aus auf verschiedenen Routen bestiegen werden. Der Normalweg führt über den Nordgrat und ist bereits äußerst anspruchsvoll. Wer hier unterwegs ist, sollte sicher mit Pickel und Steigeisen umgehen können und im vierten Schwierigkeitsgrat klettern können.
Alleine der Hüttenzustieg von Ausserberg ist ein Erlebnis. Teilweise ausgesetzt verläuft der Weg anfangs entlang der uralten Niwärch Suone. Weiter geht es über bunte Alpweiden, durch duftende Lärchenwälder zur Hohbitzu Kapelle. Über das Gletschervorfeld gelangt man schließlich nach sechs bis sieben Stunden Gehzeit zur Hütte unterhalb des Jägihorns.