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Wie schnell lässt sich ein Achttausender besteigen?

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La Sportiva-Ambassador François Cazzanelli hat einen neuen Weltrekord aufgestellt: Er bestieg den 8.125 Meter hohen Nanga Parbat in absoluter Bestzeit.

Die Faszination für diesen Gipfel ist ungebrochen, seit er im Sommer 1953 von dem Tiroler Hermann Buhl zum ersten Mal bestiegen wurde. Mit seinen 8.126 Metern zählt er zu den neun höchsten der Welt und beflügelt seit jeher den Abenteuer- und Expeditionshunger eines jeden Alpinisten – die Rede ist vom Nanga Parbat.

Voller Stolz posiert François Cazzanelli fürs obligatorische Gipfelfoto. Und das zurecht! Schließlich hat er den Gipfel des Diamir gerade in einer neuen Rekordzeit bestiegen.
Foto: La Sportiva
Voller Stolz posiert François Cazzanelli fürs obligatorische Gipfelfoto. Und das zurecht! Schließlich hat er den Gipfel des Diamir gerade in einer neuen Rekordzeit bestiegen.

Knapp 70 Jahre später, am 4. Juli 2022, kann sich La Sportiva-Ambassador François Cazzanelli seinen eigenen Traum vom Abenteuer am Nanga Parbat erfüllen. Eine Besteigung alleine hätte ihm allerdings nicht genügt, und so setzt er es sich zum Ziel, den Gipfel so schnell wie möglich, ohne die Hilfe von zusätzlichem Sauerstoff, zu erreichen.

Der Aufbruch und die ersten Etappen

Das italienische Expeditionsteam bei diesem Himalaya-Abenteuer besteht aus François, Marco Camadona, Pietro Picco, Roger Bovard, Jerome Perruquet und Emrik Favre. Die Gruppe bricht am 3. Juli vom Basislager auf, jedoch ohne François. Der startet einige Zeit später, um 11.30 Uhr, um acht Stunden später das Lager 3 auf 6.850 Metern zu betreten. François gönnt sich hier eine Pause von vier Stunden in einem Zelt, das er speziell für diese letzte Akklimatisierungsrunde ausgestattet hat.

Euphorische Stimmung im italienischen Expeditionsteam. Obere Reihe von links: Roger Bovard, Marco Camandona, Jerome Perruquet, Emrik Favre. Untere Reihe von links: Pietro Picco, Cesar Rosales, François Cazzanelli
Foto: La Sportiva
Euphorische Stimmung im italienischen Expeditionsteam. Obere Reihe von links: Roger Bovard, Marco Camandona, Jerome Perruquet, Emrik Favre. Untere Reihe von links: Pietro Picco, Cesar Rosales, François Cazzanelli

Mit der richtigen Strategie zum Weltrekord

Die Italiener haben sich für eine Single-Summit-Strategie entschieden, bei der sie vom Basislager auf 4.200 Metern starten und dabei auf Übernachtungen in Zwischenlagern verzichten. Was jedoch bis zum dritten Lager in Anspruch genommen wird, ist die Hilfe von Sherpas. In der Nacht desselben Tages, um 23.30 Uhr, startet François aus dem Aostatal dann zu seinem Gipfelsturm über die Kinshofer-Route in der Diamir-Wand, gemeinsam mit Jerome Perruquet und dem peruanischen Alpinisten Cesar Rosales. Dabei verzichten sie auf zusätzlichen Sauerstoff und wählen zudem eine Route, die nicht durch Seile gesichert ist. Gerade einmal acht Stunden und 20 Minuten später erreichen sie den Gipfel des Nanga Parbat. Mit einer Zeit von insgesamt 20 Stunden und 20 Minuten setzt François Cazzanelli einen neuen Maßstab – eine unglaubliche Leistung und ein neuer Weltrekord!

Die Bergbekleidung des Gipfelstürmers

Die extremen Gegebenheiten der Besteigung machen die Wahl der Bekleidung umso wichtiger. Für François hat sich das Equipment von La Sportiva bewährt:

  • Dolent Down Jacket: Die Daunenjacke vereint eine maximale Wärmeleistung mit optimaler Bewegungsfreiheit dank vorgeformter Ärmel und elastischen Einsätzen. Die integrierte Kapuze mit Neoprenvisier bietet zusätzlichen Schutz.

  • Blanche Down Pant: Die Isolationshose ist für extrem niedrige Temperaturen und Expeditionen konzipiert. Die Isolierung aus regenerierter Gänsedaune und PrimaLoft® garantiert hohen Schutz bei frostigen Unternehmungen.

  • Lucendro Thermal Hoody: Technischer und funktionaler Midlayer aus Pontetorto Techstretch-Gewebe in Waffeloptik. Hochelastisch, atmungs-aktiv und schnelltrocknend für höchsten Tragekomfort.

  • Olympus Mons Cube: Die Expeditionsstiefel sind das Nonplusultra für technisch anspruchsvolle Touren mit vereisten Passagen. Mit Thermoverschweißungen, nahtlosem Design und Corner-Zip-Reißverschluss für eine vollständige Öffnung des Schuhs.

François Cazzanellis bewährtes La Sportiva-Equipment (von links nach rechts): Dolent Down Jacket, Blanche Down Pant, Lucendro Thermal Hoody, Olympus Mons Cube

Der Abenteuer nicht genug

François hat es nach seiner Extremleistung gleich wieder in das nächste Abenteuer gezogen: Mit seiner Crew hat er Ende Juli den K2 ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen.

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