Der Durst auf bewährten bayerischen Hopfen ist verständlich, ist Thomas doch gerade erst von einer zweimonatigen Expedition aus der Latok-Gruppe in Pakistan zurückgekehrt, „des muss i erst amal verdauen.“ Da gibt es zwar vereiste 7.000er zu Hauf, aber weit und breit kein kühles Blondes. Vom Sonnenbankl des Perlerkaser steht er schon mächtig vor uns, der Hohe Göll, und unser nächstes Etappenziel winkt auch schon herunter: Das
Purtschellerhaus, halb Deutsch, halb Österreich, die Landesgrenze läuft direkt durch die Hütte. Ein Grenzgang ist auch unsere gesamte Unternehmung, mit dem linken Fuß ist man in Salzburg, mit dem rechten in Bayern, „da könnt’s g’spian, wo’s euch besser gfällt“, meint Thomas mit einem breiten Grinsen.