Berg-Philosophie

Die schönsten Zitate rund ums Bergsteigen

Philosophie • 31. Oktober 2019

Wer die Berge genauso liebt wie wir, der weiß, dass Worte allein ihnen nicht gerecht werden können. Weil wir aber auch der Meinung sind, dass es gar nicht genug Liebeserklärungen an die felsigen Riesen geben kann, haben wir für euch die schönsten Zitate rund ums Bergsteigen zusammengesucht.

Felsiger Berg unter lila Himmel
Foto: Pexels/Unsplash
Felsiger Riese unter lila Himmel: Eine Liebeserklärung an die Berge

„In den Bergen ist Freiheit.“

Wanda Rutkiewicz (1942-1992), polnische Bergsteigerin und Besteigerin von acht Achttausendern

Bergsteigen ist mehr als Sport. Es ist eine Leidenschaft.

Hermann Buhl (1924-1957), österreichischer Alpinist und Pionier des Alpinstils

Gehen, sich bewegen, auf einen Berg steigen und wieder absteigen – das ist eine Parallele zum Leben. So gesehen hat der Berg große Symbolkraft und Bedeutung.

Peter Habeler (*1942), österreichischer Extrembergsteiger und Erstbesteiger des Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff

„Ganz oben zu sein, die Schwierigkeiten überwunden zu haben, ohne Angst, als eine gemeinsame Leistung - das ist das beste Gefühl überhaupt.“

Ines Papert (*1974), deutsche Sportkletterin und Eiskletterweltmeisterin

Ehrwalder Sonnenspitze und Vorderer Drachenkopf am Seebensee in Tirol
Foto: Mauritius/Martin Kriner
Ehrwalder Sonnenspitze und Vorderer Drachenkopf am Seebensee in Tirol

Nicht der Berg ist es, den man bezwingt, sondern das eigene Ich.

Edmund Hillary (1919-2008), neuseeländischer Bergsteiger und Erstbesteiger des Mount Everest

Große Berge sind Prüfsteine, nicht nur des Könnens.

Kurt Diemberger (*1932), österreichischer Bergsteiger und Erstbesteiger von zwei Achttausendern

Wenn ich die Zivilisation hinter mir lasse, fühle ich mich sicher.

Heinrich Harrer (1912-2006), österreichischer Bergsteiger und Erstbesteiger der Eiger-Nordwand

Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist – denn vorher gehörst du ihm.

Hans Kammerlander (*1956), Südtiroler Extrembergsteiger und Besteiger von 12 Achttausendern

Die größte Kunst beim Bergsteigen ist, dass man dabei auch alt wird.

Hans Schwanda (1904-1983), österreichischer Alpinist

„Expeditionen machten mir auch deshalb so viel Freude, weil ich mich über einige Wochen hinweg ununterbrochen auf ein einziges Ziel konzentrieren und mich alltäglichen Ärgernissen wie Autos, Telefon und Geld entziehen konnte.“

Kitty Calhoun (*1960), amerikanische Bergsteigerin

Walchensee
Foto: mauritius images / Rasmus Kaessmann
November am Walchensee in Bayern

Es schien mir sinnlos, von den Wundern der Ferne immer nur zu träumen, ich wollte sie erleben.

Herbert Tichy (1912-1987), österreichischer Bergsteiger, Journalist und Besteiger des Cho Oyu ohne künstlichen Sauerstoff

Wenn Berge da sind, weiß ich, dass ich da hinaufgehen kann, um mir von oben eine neue Perspektive vom Leben zu holen.

Hubert von Goisern (*1952), österreichischer Musiker

„Der Berg. Er ist einfach da, imposant, massiv, geradlinig. Er bleibt unerschütterlich, beherrschend. Es bleibt mir nichts übrig, als mich ihm zu fügen. Wenn ich am Leben bleiben will, muss ich auf der Hut sein und ihn respektieren.“

Catherine Destivelle (*1960), französische Alpinistin und erste Frau der eine Kletterroute in der Schwierigkeit 8a+ gelang

Karwendel
Foto: mauritius images / Stefan Hefele
Sonnenaufgang im Karwendel

„Hier oben fühle ich mich frei, ich kann alle Verpflichtungen hinter mir lassen. Am Berg habe ich ein anderes Lebensgefühl als im Tal. Das Bergsteigen ist einfach mein Leben“

Gerlinde Kaltenbrunner (*1970), österreichische Bergsteigerin und erste Frau, die alle 14 Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff bestieg

Die Berge, die es zu versetzen gilt, sind in unserem Bewusstsein.

Reinhold Messner (*1944), Südtiroler Extrembergsteiger und Erstbesteiger aller 14 Achttausender

Erst wenn ich wieder absteige, spüre ich das Gewicht der Welt auf mir.

Anatoli Bukrejew (1958-1997), russisch-kasachischer Extrembergsteiger

„Die große Herausforderung besteht darin, überhaupt aufzubrechen, vermeintliche Sicherheiten hinter sich zu lassen und stattdessen der Ungewissheit des Weges zu begegnen. Der Weg entsteht dann wie von selbst.“

Gregor Sieböck (*1976), österreichischer Weltenwanderer und Autor

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