Unterwegs an Untersberg

Untersberg: Wandern, Klettern, Hütten und Mountainbiken am Grenzberg zwischen Bayern und Salzburg

Magazin
2 Min.
09.03.2026

Foto: Claudia Ziegler, Bergwelten

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Empfehlungen

Werbung

Werbung

Empfehlungen

Der Untersberg mit seinen höchsten Erhebungen, dem Berchtesgadener Hochthron mit 1.972 Metern und dem Salzburger Hochthron mit 1.853 Metern, gehört sowohl zu Bayern als auch zu Salzburg. Von seiner außergewöhnlichen Vielseitigkeit als Wander- und Kletterberg, aber auch von seinem Sagenreichtum hat sich Bergwelten-Autor Alexander Lisetz persönlich überzeugt. Seine Eindrücke liest du im aktuellen Bergwelten-Magazin (April/Mai 2026) niedergeschrieben – hier findest du die wichtigsten Touren und Hütten am Untersberg.


Zustiege auf den Untersberg

Sicher, man kann einfach mit der Untersbergbahn von St. Leonhard bei Salzburg auf den Untersberg gelangen. Aber das wäre geschummelt und die Einkehr im Zeppezauerhaus oder der Toni-Lenz-Hütte nur halb so schön. Wer den Untersberg zu Fuß erklimmen möchte, muss jedenfalls bei guter Kondition, trittsicher und schwindelfrei sein, denn die Wege führen teils über Stufen und Leitern durch die senkrechten Felswände. Jedenfalls spektakulär und abwechslungsreich.

1. Der Dopplersteig

Ausgehend vom Wanderparkplatz in Glanegg in Grödig bei Salzburg kann man über den lässig angelegten Dopplersteig auf den Untersberg gelangen. Dabei handelt es sich um eine anspruchsvolle Bergtour mit vielen seilversicherten und ausgesetzten Passagen (T4), die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzen.

2. Der Reitsteig

Werbung

Werbung

Technisch weniger anspruchsvoll ist der Reitsteig hinauf zum Zeppezauerhaus. Er beginnt am selben Ausgangspunkt wie der Dopplersteig – am Wanderparkplatz in Glanegg in Grödig – und führt in zahlreichen Serpentinen über den Bergrücken nach oben.

Das Zeppezauerhaus auf 1.663 m stellt dabei für beide Touren eine willkommene Einkehrmöglichkeit dar.


Touren: Auf den Berchtesgadener Hochthron

Auf den Berchtesgadener Hochthron mit seinen 1.972 Metern führen mehrere Steige: neben dem Normalweg in mittlerer Schwierigkeit auch ein toller Klettersteig mit der Bewertung C/D. Das Störhaus auf 1.894 Metern ist dabei die beste Adresse für eine Einkehr.

Deutschland, Marktschellenberg

Stöhrhaus

Hütte

Bewirtschaftet

Stöhrhaus

Deutschland, Marktschellenberg

Stöhrhaus

Hütte

Bewirtschaftet

An der Südwand des Berchtesgadener Hochthrons wird zudem geklettert – allerdings eher im Herbst, denn im Hochsommer heizt sich die Felswand in der Sonne stark auf. Die klassische Route führt in 14 Seillängen mit maximaler Schwierigkeit 4 auf den Gipfel.


Höhlentour: Schellenberger Eishöhle

Der Untersberg ist nicht nur oberirdisch faszinierend, sondern auch im Inneren. Ein 70 Kilometer langes Höhlensystem durchlöchert den Berg. In der für die Öffentlichkeit zugänglichen Schellenberger Eishöhle findet man das ganze Jahr über Eis.
Als Einkehrmöglichkeit nach der Höhle bietet sich die Toni-Lenz-Hütte auf 1.450 Metern an, die am Weg hinauf zum Untersberg steht.


Überschreitung des Untersberg

Dank Seilbahn kann der Untersberg von Nord nach Süd sogar an einem Tag überschritten werden. Mit der Untersbergbahn gelang man bequem zur Bergstation und wandert von hier über die aussichtsreichen Bergwege im Grenzbereich zwischen Salzburg und Bayern bis nach Maria Gern, von wo aus man mit dem Bus wieder retour zum Ausgangspunkt gelangt.


Mit dem Rad rund um den Untersberg

Das Untersbergmassiv kann in einer lockeren, grenzüberschreitenden Radtour – am besten mit dem Gravel-Bike – sogar zur Gänze umrundet werden. Rund 45 Kilometer sind dabei zu radeln, je nach Kondition und Motivation ist das an einem halben Tag zu schaffen.


Mehr zum Thema