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Warum gehen, wenn man laufen kann

6 Tipps, damit Trailrunning zum Genuss wird

20. Juni 2021

Rosanna Buchauer (31) ist Trailrunnerin und am liebsten in den Bergen unterwegs. Bergwelten verrät sie ihre sechs Tipps, damit Trailrunning zum Genuss wird.

Trailrunnerin Rosanna Buchauer vorm Matterhorn
Foto: Matterhorn Ultraks
Der richtige Aufstieg will gelernt sein
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Zum Trailrunning ist die Läuferin, die ursprünglich aus Bayern kommt, per Zufall gekommen: Nach einer Weltreise wollte sie mit einem Marathon wieder strukturierter Sport machen und sich ein Trainingsziel setzen. Weil sie aber gemerkt hat, dass das Laufen auf Asphalt und in der Stadt nicht das Richtige für sie ist, meldete sie sich kurzerhand zu einem Bergmarathon an. Heute, acht Jahre später, läuft die Projektmanagerin mit Wohnsitz in Axams, Tirol 5 bis 6 Einheiten pro Woche in ihrer Freizeit und ist Teil des DYNAFIT Athletenteams. In diesem Jahr möchte sie unter anderem bei der Skyrunner World Series und dem Großglockner ULTRA-TRAIL an den Start gehen. Rosanna gibt 6 Tipps für alle, die mit dem Trendsport Trailrunning beginnen möchten – so klappts:

1. Bergauf gehend starten

Auch erfahrene Läufer oder Ultra Runner steigen vom Gas, wenn es steile Anstiege hinaufgeht. Wer keinen Bergsprint macht, sondern lange Strecken läuft oder gerade mit dem Trailrunning beginnt, sollte bergauf gehen. Ich bin zügig gehend kaum langsamer als laufend und spare Energie! 

2. Im Flow die Natur genießen

Bergauf und bei strengen Trainingseinheiten höre ich oft Musik. Am Gipfel angekommen nehme ich die Ohrstöpsel jedoch immer raus und genieße das Gefühl, es geschafft zu haben und fernab von Straßen, Häusern und vielen Menschen zu sein. Die Berge und Wälder machen das Trailrunning aus und sorgen für den besagten Flow – laufend, scheinbar fliegend, die Natur zu erkunden. 

Trailrunnerin Rosanna Buchauer beim Aufstieg
Foto: Matterhorn Ultraks
Rosanna Buchauer beim Trailrunning

 3. Bergauf-Technik erlernen

Wer vom normalen Joggen kommt und auf seinen Laufrunden Steigungen oder gar Berge bisher gemieden hat, der merkt schnell, dass Bergauflaufen geübt und trainiert werden muss: Bergauf sollten die Schritte kürzer werden, die Schrittfrequenz steigt damit und die Armarbeit wird intensiver. Ich bringe den Oberkörper etwas nach vorne und laufe mehr auf dem Vorfuß. Stöcke helfen, die Belastung auf Arme und Beine zu verteilen. Ähnlich wie beim Wandern werden sie in den Bewegungsfluss aufgenommen. 

4. Bergab-Technik üben

Bergab Laufen klingt gemütlich, ist es aber nicht! Es ist Herausforderung für Kopf und Beine zugleich und ganz klar ein Faktor, der Trailrunning vom normalen Joggen abhebt. Über schmale Trails scheinbar ins Tal zu fliegen, erfordert Konzentration und Trittsicherheit. Man sollte sich langsam herantasten und ein paar Techniktipps beachten: Wenn es steiler wird, das Tempo drosseln. Kurze Schritte machen und versuchen, weich in den Knien zu bleiben und nicht zu stark mit der Ferse aufzusetzen.

Trailrunnerin Rosanna Buchauer beim Abstieg
Foto: Matterhorn Ultraks
Rosanna Buchauer im Flow beim Abstieg

5. Spaß haben und die Abwechslung annehmen

Beim Straßenlauf ist man relativ monoton unterwegs, auf gerader Strecke und gleichem Untergrund. Im Trailrunning ist Abwechslung angesagt: spielerisch geht es mal über Stock, Stein oder wurzeligen Untergrund. Man muss auf der Hut sein und auf Pfützen, Steine und Hindernisse achten. Die Abwechslung bringt Spaß und sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird. Die Zeit pro Kilometer ist am Anfang unwichtig. Den Körper an die unterschiedliche bergauf und bergab Belastungen zu gewöhnen und das Erkunden der Berglandschaften stehen im Vordergrund.

6. Gut ausgerüstet starten

Klar, einfach mal ausprobieren und loslaufen ist sinnvoll. Aber: Wichtig sind spezielle Laufschuhe! Der Grip ist essenziell und die spezialisierten Trailrunning Schuhe schaffen die Gratwanderung zwischen Stabilität, Flexibilität und Leichtigkeit. Ein schwerer Rucksack wird bei einem Berglauf eher zum Hindernis, es gibt leichte Modelle, die in der Laufbewegung nicht stören, z. B. vom Trailrunning-Experten Dynafit. Man sollte nur das Allerwichtigste in den Laufrucksack packen, dazu gehören im Sommer: leichter Wetterschutz, Handy, Geld, ein Riegel und natürlich ausreichend Flüssigkeit.  

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