Kulinarisches Wandern: Schweizer Käse
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Tourentipps

Wandern und Kulinarik: 7 Genusstouren

Touren-Tipps • 10. Juli 2018

Gehen und gönnen: Was gibt es Schöneres als sich nach einer ausgedehnten Wanderung mit kulinarischen Köstlichkeiten zu belohnen? Eben. Sehen wir auch so – und stellen euch daher 7 ausgewählte Genusstouren mit lohnenden Einkehrmöglichkeiten in der Schweiz vor.

1. Die Burgen von Bellinzona

Adula Alpen / Tessin

Drei mächtige Burgen riegelten einst das Tal bei Bellinzona gegen die Angriffe der Eidgenossen ab. Die Festungen Castelgrande, Montebello und Sasso Corbao sind imposante Zeugen aus dem Mittelalter und stete Begleiter auf dieser familienfreundlichen Rundwanderung in der Ceneri-Gruppe. Auch lohnend: das seit langer Zeit unbewohnte Dorf Prada (600 m) am Berghang von Ravecchia, das von seinen Bewohnern einst aufgrund der Pest verlassen wurde.

Einkehren: Grotto dei Pacifici

2. Emmentaler Höhenroute

Bern

Die Höhenwanderung von der Lüderenalp (1.141 m) auf den Napf (1.408 m) zählt ohne Zweifel zu den schönsten Wanderungen im hügeligen Emmental. Auf einem schmalen Pfad wandert man über die Lushütte, die Hochänzialp und Nideränzi bis zum Gipfel des Napfs, wo mit dem gleichnamigen Berghotel auch schon die kulinarische Hochburg zur Belohnung winkt.

Einkehren: Berghotel Napf

3. Panoramaweg Gantrisch

Freiburger Alpen / Bern

Der Panoramaweg im Naturpark Gantrisch gehört zu den lohnendsten Gratwanderungen im Berner Oberland – und das nicht nur wegen der fabelhaften Blicke in die Gantrischkette, die sich entlang der Tour immer wieder auftun. Ausgangspunkt ist das Berghaus Gurnigel (1.570 m). Über eine Alprippe geht es zunächst durch prächtigen Bergwald, dann einmal um den Selibüel herum zum Gratweg und diesem in den Selibüelsattel folgend hinauf zur Schüpfeflue (1.721 m), dem höchsten Punkt der Wanderung. Über die Süftenenegg und Süftene geht es zur Senke des Horbüelpass und schließlich hinab nach Zollhaus.

Einkehren: Gourmet-Gasthof Hirschen Sangernboden

4. Brienz - Brienzer Grat

Emmentaler Alpen / Bern

Aus Brienz mit seinen malerischen Bauernhäusern wandert man über die Planalp durch den Gwandwald und über das Berghaus Planalp (1.347 m) bis hinauf auf die Grathöhe und zum Hotel Rothorn Kulm (2.266 m), dem Ziel der panoramareichen Tour. Die Rückfahrt kann man mit der Brienz-Rothorn-Bahn antreten, der letzten dampfbetriebenen Zahnradbahn der Schweiz, aus der sich nochmals fabelhafte Blicke auf den Brienzersee auftun.

Einkehren: Berghaus Planalp

Foto Planalp
Hütte • Bern

Planalp (1.341 m)

Das Berghaus Planalp befindet sich im Berner Oberland im Kanton Bern, etwa auf halber Höhe zwischen Brienz und dem Brienzer Rothorn. Die Alp liegt auf 1.342 m und verfügt über eine prächtige Aussicht auf den Brienzersee, die Zentralalpen und die Viertausender der Berner Alpen. Dominiert wird die Planalp vom Brienzer Rothorn (2.349 m), dem höchsten Punkt einer rund 25 km langen Kette, die das Entlebuch und das Tal der jungen Emme vom östlichen Berner Oberland trennt. Aufgrund der geologischen Beschaffenheit erscheint die Rothornkette mitunter geradezu als zweidimensional. Im Sommer erreicht man die Hütte bequem mit der Brienzer Rothornbahn. Zudem führen verschiedene Wanderwege ab Brienz West, Dorf Mitte oder Schwanden auf die Planalp. Im Winter, wenn viel Schnee liegt, ist es ein Erlebnis die Planalp mit Schneeschuhen zu erwandern. Das Berghaus befindet sich dann jedoch im Winterschlaf. Von der Planalp aus kann man in der steilen, ausgedehnten Bergflanke oder auf dem Grat vielseitige Wanderungen unternehmen bei ständig wechselnder Sicht in alle Himmelsrichtungen. Die Alp ist somit der perfekte Ort für alle Ruhesuchenden und Wanderfreunde.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

5. Guarda - Zernez

Silvretta / Graubünden

Durch Wald und über Wiesen: Die fünfte Etappe des Jakobswegs Graubünden führt aus Guarda über Lavin, wo man sich unbedingt die Jakobusfresken der Kirche ansehen sollte, und anschließend immer weiter in Richtung Susch. Die Wanderung führt bald darauf durch das geschichtsträchtige Waldgebiet Foura Baldirun, das im Dreißigjährigen Krieg als Zufluchtsort diente. Ziel ist das schöne Engadiner Dorf Zernez.

Einkehren: Baer & Post-Hotel Zernez

6. Davos - Langwies

Albula Alpen / Graubünden

Eine weitere lohnende Etappe des Jakobswegs Graubünden führt aus Davos Dorf über die Schatzalp (1.900 m) und den Strelepass felsig talauswärts, bis man über Weideland und die Walsersiedlung Dörfli das Etappenziel, das Bergdorf Langwies, erreicht.

Einkehren: Berggasthaus Heimeli

Das urige Berghaus Heimeli
Hütte • Graubünden

Berghaus Heimeli (1.831 m)

Das alte Holzhaus aus dem 18. Jahrhundert liegt im Sapüner Tal, oberhalb von Langwies bei Arosa. Das Berggasthaus bietet eine Mischung aus rustikalem Komfort und urigem Bergcharme fernab vom Massentourismus. Sapün ist seit dem 13. Jahrhundert als Walser-Siedlung bezeugt. Im abgelegenen Dörfli ist man von vollkommener Ruhe umgeben. Im 17. Jahrhundert zählte Sapün bis zu 250 Einwohner, heute leben nur noch vier Familien ganzjährig dort. Ansonsten sind die von der Sonne schwarzgebrannten Holzhäuser und Ställe meist zu Ferienwohnungen umgebaut. Einige davon sind bis zu fünfhundert Jahre alt, wie Sprüche und Jahreszahlen an den Hauseingängen verraten. Wer sich zu Fuß von Langwies auf den Weg zum Berggasthaus Heimeli macht, passiert zuerst ein waldiges, wildes Tobel und einen Wasserfall bevor sich das Tal weitet und das Dörfchen Sapün erreicht ist. Von hier sieht man schon den Strelapass, die Verbindung nach Davos. Eine halbe Stunde ist noch zu wandern, bis man die Fahne des Berggasthauses im Wind flattern sieht. Will man einkehren und essen, sollte man vorher reserviert haben, denn die Plätze sind Wochen im Voraus ausgebucht. Die unberührte Landschaft des Sapüner Tals lädt zum Wandern oder Biken ein, im Winter kann man ab dem Berggasthaus einige schöne Schitouren mit rassigen Abfahrten genießen.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

7. Portalban - Murten

Freiburg

Der „Chemin des Trois-Lacs“ („Weg der drei Seen“) führt in drei Etappen von Yverdon-les-Bains nach Murten. Wir empfehlen an dieser Stelle die letzte Etappe von Portalban ins malerische Murten. Zunächst geht es am Ufer des Neuenburgersees entlang über La Sauge und dann wahlweise weiter mit dem Schiff durch den Broyekanal oder zu Fuß auf den Mont Vully (653 m). In Murten (453 m) angekommen, sollte man sich unbedingt noch Zeit nehmen für die Erkundung der mittelalterlichen Altstadt mit Ringmauer und Türmen.

Einkehren: Käserei Murten

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