
Warum tun wir uns das Bergsteigen an?
Foto: Jaymantri
von Christina Geyer
Fakt ist aber auch: Freude meint eigentlich die Vermeidung von körperlichen und seelischen Schmerzen. Manch ein Philosoph würde sogar noch weiter gehen und behaupten, dass Freude den Verzicht von Verlangen und Begierde voraussetzt.
Der vielfach als genusssüchtiger Lebemann missverstandene Philosoph Epikur etwa behauptete bereits 300 v. Chr., dass der Mensch dann glücklich ist, wenn „er sich niemals etwas vornehmen muss, dessen Erlangung ungewiss ist”.

Jeder noch so minutiös ausgearbeitete Plan scheitert im Zweifel an der Naturgewalt.
Epikurs Vision der absoluten Seelenruhe, der „Ataraxie”, ist in der Realität der Bergwelt nicht haltbar - und letztlich auch nicht wünschenswert.