Dieser umfassende neue Führer besticht gleich durch mehrere Besonderheiten: Herausragend sind die durchgehend wunderschönen, großformatigen Bilder, die schon von zu Hause aus große Lust auf die Westalpen machen. Und wie schon aus den anderen Rother-Führern bekannt, findet man auch in diesem Band eine sehr übersichtliche systematische Einteilung der Touren nach Gebiet.
Ein einheitlicher schematischer Block am Anfang jeder Tour mit den Punkten „Anforderungen, Infrastruktur, Route und Infos“ verschafft einen ersten Überblick – gefolgt von einer ausführlichen Beschreibung des Touren-Charakters, ihrer Besonderheiten und Schlüsselstellen. Dabei lassen die Autoren auch die Geschichte der Berge mit ihren Erstbesteigern hochleben und rücken damit gekonnt die Magie der Westalpengipfel in den Mittelpunkt.
Kartenausschnitte und schematische Topos werden durch Fotos mit eingezeichneten Routen perfekt ergänzt und tragen ganz wesentlich zum Überblick der vorgestellten Tour bei. Sehr angenehm ist zudem die Reihung der Touren nach Schwierigkeit im ausklappbaren Umschlag.
In Summe ein ausgezeichnet gelungener Führer, in dem die Philosophie „Bergsteigen“ sowie die Herangehensweise an den Berg, an den Naturraum, in dem wir nur Gäste sind und wo der „Berg die Regeln diktiert“ – wie im Vorwort beschrieben –, als Grundlage für unvergessliche alpinistische Erlebnisse wird.
„Hochtouren Westalpen – 101 Fels- und Eistouren zwischen Monviso und Mont Blanc“ von Hartmut Eberlein und Ralf Gantzhorn, erschienen 2018 im Bergverlag Rother.
Preis: € 34,90 (D) / € 35,90 (A) / SFr 46,90 (CH)