Der Essersee im Naturpark Riedingtal

Der Essersee im Naturpark Riedingtal – Wanderungen, Infos & Tipps

Tourentipps
5 Min.
07.05.2026

Foto: Ramona Waldner / Red Bull Media House Publishing

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Der Essersee ist ein idyllisch gelegener Bergsee im Naturpark Riedingtal im Salzburger Lungau. Er befindet sich in der Nähe der Franz-Fischer-Hütte (2.020 m) und liegt unterhalb des bekannten Mosermandls (2.680 m). Hier findest du die Wanderungen zum See, Einkehrmöglichkeiten und weitere hilfreiche Infos.

Alle Infos auf einen Blick

Der See ist eingebettet in den Naturpark Riedingtal in den Niederen Tauern und befindet sich auf stolzen 2.088 Metern Höhe. Der Zentralalpenweg 702 und der Tauern Höhenweg führen direkt am See vorbei.

Daten & Fakten

  • Höhenlage: 2.088 m

  • Gebirgsgruppe: Niedere Tauern

  • Größe in Quadratmeter: 310.000 m2

  • Max. Tiefe: 1,5 m

  • Max. Temperatur der Oberfläche: 14 °C

  • Kürzester Zustieg: Vom Parkplatz Franz-Fischer-Hütte am Ende des Riedingtals über den Zufahrtsweg zur Hütte und weiter zum See - ca. 2 h

  • Einkehrmöglichkeit: Franz-Fischer-Hütte rund 25 min entfernt


Wanderungen zum Essersee

Über die Franz-Fischer-Hütte zum Essersee

Der kürzeste Zustieg zum Essersee erfolgt über den Fahrweg zur Franz-Fischer-Hütte und von dort weiter auf dem Tauern Höhenweg in rund 25 Minuten zum Essersee. Starten kann man entweder bei der Schliereralm, bis wohin man mit dem PKW fahren kann, oder vom Hüttenparkplatz der Franz-Fischer-Hütte, den man im Hochsommer nur mit dem Tälerbus erreicht.

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Wanderung über den Tauern Höhenweg zum Essersee

Der Essersee liegt direkt am Tauern Höhenweg und ist daher auch gut von der Schliereralm über die Jakoberalm zu erreichen.


Gipfelziele rund um den Essersee

Mosermandl

Das Mosermandl mit 2.680 Metern Höhe ist der prominenteste Gipfel im Riedingtal. Er kann in einer anspruchsvollen Bergtour bestiegen werden, die allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt.

Faulkogel

Auch der 2.654 Meter hohe Faulkogel kann in einer abwechslungsreichen Tour über den Essersee und die Franz-Fischer-Hütte besteigen werden. Wie für das Mosermandl gilt aber auch hier: Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind unbedingte Voraussetzungen.

Stierkarkopf

Weniger schwierig ist die Besteigung des 2.366 Meter hohen Stierkarkopfes, der sich westlich der Franz-Fischer-Hütte befindet.


Lungauer Seentour

Wer den Naturpark Riedingtal mit seinen vielen weiteren kleinen Seen, seinen schönen Almen und einsamen Gipfeln kennen lernen möchte, dem sei diese 4-Tagestour ans Herz gelegt. Dabei kommt man natürlich auch am Essersee und an der Franz-Fischer-Hütte vorbei.

Lungauer Seentour: Boarnlacke, Falukogel und Mosermandl

Berg & Freizeit

Lungauer Seentour: In 4 Tagen durchs Riedingtal

Lohnende Tour mit Geheimtipp-Charakter: In 4 Tagen geht es von Hütte zu Hütte durchs Riedingtal im Lungau – mit beeindruckenden Blicken in die Bergwelt der Radstädter Tauern in Salzburg. Wir stellen euch die Etappen im Detail vor.

Tourentipps

1 Min.


Einkehrmöglichkeit: Franz-Fischer-Hütte

In der Nähe des Sees befindet sich die Franz-Fischer-Hütte (2.020 m), die für ihre vegane und vegetarische Küche bekannt ist. Die kleine, aber neue Alpenvereinshütte bietet zudem Übernachtungsmöglichkeiten sowie einen kleinen Seminarraum und steht wunderschön am Zaunersee unterhalb des Mosermandls. Die Hütte hat von Juni bis September geöffnet.

Außerdem findet man im Tal viele bewirtschaftete Almen, die zur Rast einladen.


Mountainbiken & Skitouren

  • Mountainbiken: Mit dem Mountainbike darf man nur bis zur Schliereralm fahren. Der Zufahrtsweg zur Hütte ab dem Parkplatz Franz-Fischer-Hütte ist auch für Mountainbiker gesperrt.

  • Skitouren: Das Riedingtal ist im Winter bei Skitourengehern durchaus beliebt. Touren auf das Große und das Kleine Mosermandl sind allerdings durchaus anspruchsvoll.


Anreise und Parkplatz

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Erst mit dem Zug nach Salzburg, Bischofshofen oder Radstadt, dann mit dem Bus in den Lungau bzw. nach Zederhaus und weiter bis zur Schliereralm, danach steht zu Ferienzeiten evtl. auch noch ein Tälerbus für die Mobilität bis zum Talschluss des Riedingtals zur Verfügung.
Ganz neu im Lungau gibt es ab sofort auch das Lungau Shuttle, das das bestehende öffentliche Verkehrsangebot im Lungau flexibel ergänzt (Fahrt 2 Stunden vorher unter +43 662 265500 anmelden!).

Pkw: Von Salzburg – auf der Tauernautobahn A10 südwärts – die Ausfahrt Zederhaus (Km 92) nehmen und unmittelbar nach der Mautstation links ins Riedingtal einbiegen. Auf geteerter Straße geht es weiter bis zum Eingang des Naturparks (Bezahlung Maut- und Parkgebühr von 12,00 € pro PKW), dann weiter zu einem der drei Parkplätze im Naturpark:

  • P1 – Schliereralm – 2,5 km

  • P2 – Schlierersee – 2,3 km

  • P3 – Brünnwand – 1,5 km

Im Hochsommer (11. Juli bis 13. September 2026) weiter mit dem Tälerbus (ab Schliereralm) in das Tal hinein bis zur Haltestelle Franz-Fischer-Hütte (Abkürzung von rund 40 Min. Fussweg) und von dort zur Hütte bzw. weiter zum Essersee aufsteigen. Außerhalb der Ferienzeiten kann man mit dem Auto auch bis zum Parkplatz Franz-Fischer-Hütte (bis zur Tälerbus-Haltestelle FFH, 3,3 km vom Eingang zum Naturpark Riedingtal, nach der Gruberalm) fahren.


Naturraum Essersee: Geologie, Flora und Fauna im Überblick

Der Essersee ist ein kleiner und seichter Bergsee, der sich bei wenig Wasser in zwei Seen verwandelt. Ein ganz besonders schöner Blick auf den See ergibt sich von den umliegenden Berggipfeln. Als kurzer Ausflug zur schnellen Abkühlung ist er von der Franz-Fischer-Hütte in wenigen Minuten erreichbar und stellt auch für Kinder ein Erlebnis dar. Zum Schwimmen ist er nicht geeignet.

Geologie

Das Riedingtal liegt genau im Übergang zwischen den Radstädter Tauern und den Hohen Tauern. Hier befindet sich ein sogenanntes Tauernfenster – ein tektonisches Fenster, das in einem Überschiebungssystem die darunterliegenden Gesteine erkennen lässt. In dem Fall handelt es sich um den geologischen Übergang vom „Ostalpinen“ zum „Penninischen“ System. Ostalpin und Penninikum sind in der Geologie Begriffe für Räume, in denen sich die heute vorhandenen Gesteine gebildet haben.
Das Weißeck und das Mosermandl sind die südwestlichsten Ausläufer dieser Ostalpinen Gesteine und wurden aus Dolomitmarmor und Kalk aufgebaut. Dazwischen und Richtung Westen und Süden befinden sich weiche Schiefergesteine, die den Rahmen des Tauernfensters bilden. Der Naturpark Riedingtal liegt also genau an der Grenze dieser so bedeutenden Einheiten der Alpen.

Fauna und Flora

Durch seine Abgeschiedenheit bietet der Naturpark Riedingtal einen wichtigen Lebensraum für viele geschützte oder gefährdete Pflanzen. Farbenfroh gestalten sich hier die Almwiesen, ebenso findet man auf den zahlreichen wenig begangenen Berggipfeln interessante botanische Lebensräume. Unter anderem gibt es im Riedingtal rund um den Essersee auch viele Heilpflanzen.
Besonders Vögel fühlen sich im Naturpark Riedingtal wohl, und man kann hier mit ein bisschen Glück einen Steinadler, Mäusebussarde, Falken oder Felsschwalben beobachten.
Für das Rot- und Gamswild sind solche natürlichen Ruhezonen natürlich auch ein perfekter Lebensraum, ebenso wie für Murmeltiere („Mankei“), Rehwild, Hasen, Birkhühner und Auerhähne.
An den vielen Kleingewässern leben Grasfrösche, Bergmolche und Alpensalamander – und über 320 Schmetterlingsarten.

Naturpark Riedingtal

Der Naturpark Riedingtal im Salzburger Lungau ist ein Juwel der besonderen Art – abgeschieden am Talende liegt er in einer weitgehend unberührten Naturlandschaft. Die markanten Gipfel der Radstädter Tauern grenzen hier den Lungau nach Norden gegen den Pongau ab, eine Verbindungsstraße führt im Berg durch den Tunnel der Tauernautobahn oder in einiger Entfernung über den Radstädter Tauernpass.

In das Riedingtal führt eine mautpflichtige Straße bis zur Königalm hinein. In der Hauptferienzeit ist die Straße ab der Schliereralm für den öffentlichen Verkehr jedoch gesperrt. In dieser Zeit gibt es für die Besucher den Tälerbus, der im Stundentakt von der Schlierer- bis zur Königalm und retour pendelt. Kommt man zum Eingang des Riedingtales, so wird man sogleich vom beeindruckenden Blick auf den Schlierersee und die Riedingspitze überrascht, die pyramidenförmig 2.266 Meter in die Höhe ragt. Von der Schliereralm breitet sich der Naturpark, dessen höchste Erhebung das 2.711 Meter hohe Weißeck ist, nach Westen aus. Der Charakter des Bergtales wird von einer für die Alpen typischen Natur- und Kulturlandschaft geprägt: Im Tal befinden sich zahlreiche Almen, Almwiesen und Bergwälder, durchbrochen vom Riedingbach, der unverbaut und naturbelassen bis zum Schlierersee durch das Tal fließt. Die Hänge sind von reich strukturierten Bergwäldern geprägt. In der Gipfelwelt hat sich eine unberührte Hochgebirgsszenerie mit bizarren Felsen und saftigen Bergwiesen erhalten.


Häufig gestellte Fragen zum Essersee

Wie lange geht man zum Essersee?

Der Essersee ist aus dem Riedingtal – Parkplatz Schliereralm oder Franz-Fischer-Hütte – in ca. 2 Stunden Gehzeit zu erreichen.

Kann man mit dem Mountainbike zum Essersee fahren?

Nein, Mountainbiken ist nur am Talboden des Riedingtales erlaubt. Auf den Wanderwegen zum See darf man nicht mit dem Bike fahren.

Kann man im Essersee schwimmen?

Der See ist ziemlich seicht. Er misst an der tiefsten Stelle nur 1,4 Meter und ist aufgrund der Höhenlage außerdem sehr kalt. Was man aber mit Sicherheit sehr gut kann, ist die Füsse ins kalte Wasser strecken, was nach einer Bergtour eine herrliche Sache ist.

Wo kann man am Essersee einkehren?

Direkt am See gibt es keine Einkehrmöglichkeit – der Essersee liegt wunderbar einsam mitten im Naturpark Riedingtal. Folgt man aber dem Tauern Höhenweg weiter gegen Westen, erreicht man in rund 25 Minuten Gehzeit die Franz-Fischer-Hütte, die vor allem für ihre ausgezeichnete vegane Koste bekannt ist.


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