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Perseiden: 13 Hütten zum Sternebeobachten in den Alpen

Hüttentipps
4 Min.
30.07.2024

Foto: Adobe Stock/A. Marks

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Von Mitte Juli bis Ende August rauschen die Perseiden an unserer Erde vorbei: Auf diesen dreizehn Berghütten fernab von Lichtverschmutzung kannst du den Sternschnuppenschauer, die Milchstraße und den dunklen Nachthimmel besonders gut beobachten.

Inhalt

  1. 1. Buchsteinhaus, 1.571 m

  2. 2. Ybbstaler Hütte, 1.343 m

  3. 3. Berghütte Maseben, 2.267 m

  4. 4. Hochleckenhaus, 1.572 m

  5. 5. Tuoihütte, 2.550 m

  6. 6. Rotgüldenseehütte, 1.740 m

  7. 7. Winklmoosalm, 1.160 m

  8. 8. Neue Bonner Hütte, 1.712 m

  9. 9. Schobersteinhaus, 1.260 m

  10. 10. Wiesberghaus, 1.884 m

Die Perseiden erreichen ihr Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026. Je weiter du von künstlichen Lichtquellen wie größeren Siedlungen entfernt bist und je unverstellter dein Ausblick ist, desto besser kannst du dieses Sternschnuppenspektakel beobachten. Berghütten bieten sich dafür natürlich an, ganz besonders die folgenden:

1. Buchsteinhaus, 1.571 m

Ennstaler Alpen, Steiermark

Fernab von allen großen Städten liegt im Herzen Österreichs der Nationalpark Gesäuse – einer der lichtärmsten und dunkelsten Orte in ganz Europa. Im Westen des Nationalparks steht auf einer Höhe von 1.571 Metern das Buch­steinhaus am Fuße des Großen Buchsteins. Geht hier die Sonne unter, sieht man in klaren Nächten die Milchstraße mit bloßem Auge.

2. Ybbstaler Hütte, 1.343 m

Ybbstaler Alpen, Niederösterreich

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Bei einer Nächtigung in der Ybbstaler Hütte (1.343 m) im Wildnisgebiet Dürrenstein­-Lassingtal kann man bis zu 7.000 Sterne mit freiem Auge erkennen. Mit etwas Glück entdeckt man in der ehemaligen Jagdhütte oberhalb von Lunz am See sogar Zodiakallichter – diffuse, horizont­nahe Lichtkegel, die auch Tier­kreislichter genannt werden.

3. Berghütte Maseben, 2.267 m

Ötztaler Alpen, Südtirol

Sie wird nicht ohne Grund als „Atlantis der Berge“ bezeichnet: Die Maseben im Hochtal Lang­taufers ist ein besonders abgele­gener Ort, deshalb ist die Lichtverschmutzung gering. 2019 machte man sich diesen Umstand zu Nutze und errichtete nebst der Maseben-­Berghütte auf 2.267 Metern eine Sternwarte – die erste und einzige im Westen Südtirols.

Italien, Graun im Vinschgau

Maseben

Hütte

Bewirtschaftet

Die Hütte Maseben

Italien, Graun im Vinschgau

Maseben

Hütte

Bewirtschaftet


4. Hochleckenhaus, 1.572 m

Höllengebirge, Oberösterreich

Der Naturpark Attersee­-Traunsee wurde von der Dark­Sky Associa­tion zum ersten österreichischen Sternenpark ernannt – also einem Lichtschutzgebiet, in dem die Dunkelheit der Nacht bestmöglich bewahrt werden soll. Im Natur­park hoch über dem Attersee steht auf 1.572 Metern Seehöhe das Hochleckenhaus, ein besonders schöner Ort zum Sterneschauen.

5. Tuoihütte, 2.550 m

Silvretta, Kanton Graubünden

Die dunkelsten Orte der Schweiz verstecken sich in den Alpen­gebieten. Dazu gehören die Regi­onen rund um das Münstertal und das Unterengadin. Dort liegt am Ende des langen, stillen Val Tuoi in der Silvretta eine gemütliche Hütte mit blau­weißen Fenster­läden: die Tuoihütte (2.250 m). Was man nach der Hüttenruhe um 22 Uhr machen kann? Den Persei­den beim Vorüberziehen zusehen.

6. Rotgüldenseehütte, 1.740 m

Ankogelgruppe, Salzburg

Der Rotgüldensee im Zentrum der Ankogelgruppe ist das Ziel geführter Sternenwanderungen im Salzburger Lungau. Nicht ohne Grund, zählt der Ort doch zu den am wenigsten lichtverschmutzten Gebieten Europas. In der urigen Rotgüldenseehütte am Ufer des Sees kann man dank der hohen Tauerngipfel und des weni­gen Streulichts sternenklare Nächte verbringen.

7. Winklmoosalm, 1.160 m

Chiemgauer Alpen, Bayern

Die Selbstversorgerhütte liegt idyllisch auf 1.160 m an der deutsch-österreichischen Grenze. Seine Ruhe hat man hier in jedem Fall. Außerdem ist die Winklmoosalm seit 2018 ein international zertifizierter Sternenpark – der erste in den Alpen. Dank der wenigen künstlichen Beleuchtung im gesamten Gebiet genießt man von der Alm bei klarer Nacht einen ungetrübten und faszinierenden Blick in den Sternenhimmel.

Deutschland, Reit im Winkl / Seegatterl

Winklmoosalm

Hütte

Selbstversorger

Die Winkelmoosalm-Hütte steht, wie auch die Winklmooshütte, auf der Winkelmoosalm, idyllisch in den Chiemgauer Bergen an der deutsch-österreichischen Grenze in Bayern.

Deutschland, Reit im Winkl / Seegatterl

Winklmoosalm

Hütte

Selbstversorger


8. Neue Bonner Hütte, 1.712 m

Gurktaler Alpen, Kärnten

Die Kärntner Nockberge gelten laut Experten als eines der dunkelsten Gebiete Mitteleuropas. Inmitten dieser lichtarmen Region, relativ abgelegen im Laußnitztal, liegt die gemütliche Neue Bonner Hütte – perfekt fürs nächtliche Sternen- und Perseiden-Beobachten. Sollten Wolken den Himmel bedecken, finden sich in der Hüttenbibliothek jede Menge Bücher und Gesellschaftsspiele.

9. Schobersteinhaus, 1.260 m

Oberösterreichische Voralpen, Oberösterreich

Das Schobersteinhaus liegt auf einem Hochplateau mitten im Nationalpark Kalkalpen. Von hier aus eröffnet sich ein grandioses Panorama ins Alpenvorland. Sobald die Sonne untergegangen ist, gibt es immer noch genug zu sehen: Die geringe Lichtverschmutzung macht den Standort zu einem beliebten Hotspot für Nachthimmel-Fans. Die große Terrasse eignet sich perfekt, um, in eine warme Decke eingepackt, die Perseiden in Ruhe zu beobachten. Danach geht’s zum Aufwärmen ins gemütliche Stüberl.

10. Wiesberghaus, 1.884 m

Dachsteingebirge, Oberösterreich

Die abgeschieden auf der Wiesberghöhe am Dachsteinplateau gelegene Hütte ist fast ganzjährig bewirtschaftet und zeichnet sich durch extreme Dunkelheit aus – kein Wunder bei dem Standort. Ein ungetrübter Blick in den Sternenhimmel ist hier garantiert. Als Tagesprogramm bietet sich der Nature Trail Dachstein an, der auf Schautafeln Flora, Fauna und Geologie des Dachsteinmassivs beschreibt.

11. Brunnenkogelhaus, 2.738 m

Stubaier Alpen, Tirol

Die Lichter von Sölden können bei Blicken Richtung Norden bzw. Nordosten zwar sichtbar sein – im Vergleich zu vielen anderen Alpenhütten ist die Lichtverschmutzung am Brunnenkogelhaus aber dennoch gering. Die Aussicht ist sowieso einzigartig und zudem 360 Grad weit – das verdankt die fast 3.000 m hoch inmitten der Stubaier Alpen gelegene Hütte ihrer maximal exponierten Lage. Sternschnuppen sind bei gutem Wetter garantiert.

12. Henaralmhütte, 1.660 m

Totes Gebirge, Steiermark

Der kürzeste Zustieg zu dieser kleinen Selbstversorgerhütte, die in einem offenen Hochtal im Toten Gebirge steht, dauert dreieinhalb Stunden – das sagt wohl einiges über ihre Abgeschiedenheit aus. In den Wintermonaten bleibt sie geschlossen. Im Hochsommer aber findest du hier, fernab von größeren Ortschaften und damit Lichtverschmutzung, garantiert beste Voraussetzungen, um Sternbilder, Milchstraße und Perseiden zu beobachten.

13. Welser Hütte, 1.726 m

Totes Gebirge, Oberösterreich

Ebenfalls im Toten Gebirge, auf der oberösterreichischen Seite, steht die Welser Hütte am Fuße des Großen Priel und fernab größerer Siedlungen. Das umliegende Karstplateau weist kaum künstliche Beleuchtung auf, umso beeindruckender leuchten die Sterne und (hoffentlich auch) Sternschnuppen am Nachthimmel.

5 Tipps für die perfekte Sternennacht auf der Hütte

1. Mondphase und Sternschnuppennächte beachten

Je dunkler die Nacht, desto besser sind Milchstraße und schwächere Sterne sichtbar. Vollmondnächte sollte man deshalb meiden, rund um Neumond sind die Bedingungen ideal. Im August sorgen die Perseiden, ein periodischer Meteorschauer, für viele Sternschnuppen. 2026 erreichen sie in der Nacht vom 12. auf den 13. August ihren Höhepunkt (günstiger Weise fast bei Neumond). Auch die Geminiden im Dezember zählen zu den zuverlässigsten Meteorströmen des Jahres.

2. Lichtquellen vermeiden

Nach etwa 20 bis 30 Minuten erreichen die Augen ihre maximale Nachtsicht. In dieser Zeit sollte man helle Handybildschirme oder Stirnlampen möglichst vermeiden. Schon eine kurze Handy-Nachricht kann die Dunkeladaption der Augen stören. Deshalb die Helligkeit am Handy reduzieren und im Idealfall eine Stirnlampe mit Rotlichtmodus verwenden.

3. Nach Mitternacht wird es oft am besten

Viele Lichtquellen im Tal werden erst spät abgeschaltet, außerdem beruhigt sich die Atmosphäre dann häufig. Die besten Beobachtungszeiten liegen zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung.

4. Die Milchstraße suchen

An besonders dunklen Orten erscheint sie als deutliches, helles Band am Himmel, ein Erlebnis, das in Städten kaum noch möglich ist. Tipp: Viele Hütten der Naturfreunde Österreich stehen an Orten, die kaum von künstlichem Licht beeinträchtigt werden, und stellen oft Sternenkarten zur Orientierung bereit.

5. Warm anziehen

In den Bergen kühlt es nachts auch im Sommer stark ab. Decken oder ein warmer Schlafsack sind für die Terrasse empfehlenswert. Ebenfalls sinnvoll:
  • eine Stirnlampe mit Rotlichtfunktion
  • ein Fernglas
  • eine Sternenkarte oder eine Sternen-App
  • warmer Tee in der Thermosflasche

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