15.500 Touren,  1.700 Hütten  und täglich Neues aus den Bergen
Vom kleinen Schusterbetrieb zum Weltmarktführer für Bergsport-Produkte – La Sportiva macht‘s vor.
Foto: La Sportiva – Claudia Ziegler
Die Geschichte von La Sportiva

Im Bann der Berge

Anzeige • 2. Mai 2022

Vom kleinen Schuhladen im Trentino zum Weltmarktführer für hochwertige Kletterschuhe und Bergstiefel: Die Liebe zu den Bergen inspiriert die Eigentümerfamilie und alle Mitarbeiter von La Sportiva jeden Tag aufs Neue. 

Schuster Narciso Delladio blieb nicht bei seinen Leisten – zum Glück, denn die Produktpalette von La Sportiva umfasst heute praktisch alles, was Outdoor-Abenteuerer für ihre Leidenschaft benötigen.
Foto: La Sportiva
Schuster Narciso Delladio blieb nicht bei seinen Leisten – zum Glück, denn die Produktpalette von La Sportiva umfasst heute praktisch alles, was Outdoor-Abenteuerer für ihre Leidenschaft benötigen.

Alles begann im Jahr 1928, als Narciso Delladio ein Schuhmachergeschäft in Trient eröffnete und dort Holzschuhe und Lederstiefel für die Forstarbeiter und Bauern aus dem Fleims- und Fassatal herstellte. Schnell sprach sich die hohe Qualität seines Schuhwerks herum und das Geschäft florierte. Ein weiterer Trend, der sich nebenbei entwickelte, war, dass sich immer mehr Menschen in die Berge aufmachten. Narciso Delladio erkannte, dass Outdoor-Enthusiasten und Bergbegeisterte robuste Lederschuhe brauchten, um schwere Anstiege meistern zu können. Aus Gedanken folgten Taten und Narciso spezialisierte sich fortan auf Bergstiefel. Er selbst liebte die Berge und wusste aus eigener Erfahrung, worauf es bei den Schuhen ankam. Auf der Mailänder Messe präsentierte er ein Patent für ein spezielles Schnürsystem und legte damit den Grundstein für den Erfolg von La Sportiva.

Bei der Herstellung von qualitativ hochwertigen Bergstiefeln werden auch heute noch viele Arbeitsschritte per Hand durchgeführt. Dabei wird ein einzelner Schuh von bis zu 35 Mitarbeitern bearbeitet.
Foto: La Sportiva
Bei der Herstellung von qualitativ hochwertigen Bergstiefeln werden auch heute noch viele Arbeitsschritte per Hand durchgeführt. Dabei wird ein einzelner Schuh von bis zu 35 Mitarbeitern bearbeitet.

Vom Schuster zum Weltmarkführer für Bergsportprodukte

In den folgenden Jahren wird Narciso von seinem Sohn Francesco unterstützt und die Familie investiert all ihre Zeit und Leidenschaft, um mit Erfindergeist und Beharrlichkeit bessere Lösungen in Sachen Bergsport-Ausrüstung zu entwickeln. So folgte eine Innovation auf die nächste:

  • 1940er und 50er: Francesco beginnt mit der Produktion der ersten Skischuhe und stellt die Marke La Sportiva erst auf der Messe Mailand und dann in ganz Europa vor.  

  • 1970er: Mit dem Einzug des Plastiks in die Produktion von Skischuhen, folgt die Entscheidung, diesen Sektor fallen zu lassen und die Firma konzentriert sich ganz auf das Bergsteigen. Inzwischen arbeiten auch Francescos Söhne in dem Unternehmen: Lorenzo, Luciano und Marco. 

  • 1980: Aus Lorenzo Delladios Leidenschaft für den Motorsport wird eine neue Geschäftsidee: Aus alten Rennwagen-Reifen entwickelt der passionierte Motorsport-Fan ein nie dagewesenes Produkt: Kletterschuhe mit besonderem Grip, gedacht für die Besten der Besten.

In den Bergen zuhause: Seit 1996 ist La Sportiva in einer modernen Fabrik in Ziano di Fiemme am Fuße der Dolomiten beheimatet.
Foto: La Sportiva
In den Bergen zuhause: Seit 1996 ist La Sportiva in einer modernen Fabrik in Ziano di Fiemme am Fuße der Dolomiten beheimatet.
  • 1997 bis 2003 :1997 erlangt das Unternehmen die ISO 9002-Zertifizierung, einen genormten Qualitätssicherungsstandard. Doch Qualität allein ist für La Sportiva zu wenig: 2003 adaptiert die Firma das UNI ISO 14001-9001-Qualitätssystem, ein Zeichen für das Engagement für Qualität und Umweltschutz. La Sportiva wird weltweit zum ersten Betrieb im Outdoor-Sektor, der sich mit dem integrierten System auszeichnet.

  • 2005 bis 2010: Giulia, die vierte Generation der Familie Delladio, tritt in die Marketingabteilung ein. Außerdem launcht das Unternehmen zum ersten Mal eine Kollektion technischer Bergsportbekleidung.

  • 2011: Die Gesellschaft "Fujan La Sportiva" entsteht – eine Kooperation mit dem chinesischen Produzenten, mit dem La Sportiva bereits seit zwölf Jahren zur Realisierung der Mountain Running-Linie zusammenarbeitet.

  • 2016: Eröffnung des Innovationszentrums in Val di Fiemme, das der Forschung und Entwicklung von Neuheiten und Herstellung von Prototypen gewidmet ist.

Tradition trifft Innovation

Aus dem einst kleinen Schuhladen ist heute, mehr als 90 Jahre später, der Weltmarktführer für Kletter- und Höhenbergschuhe geworden, der es immer wieder schafft, dem wechselnden sportlichen Zeitgeist mit viel Leidenschaft das passende Produkt zu schenken. Doch eines ist dabei immer gleichgeblieben: die Verbundenheit der Familie Delladio zu den Bergen und ihre Liebe zur Natur. Bis heute ist La Sportiva ein Familienunternehmen und eine Marke, deren Botschaft über den kommerziellen Erfolg hinausgeht. Die Firma lebt und transportiert Werte – die zwei wichtigsten heißen: Familientradition und Innovation. Ein Widerspruch? Bei La Sportiva nein. Der heutige Firmenchef Lorenzo Delladio formuliert es so: 

Innovation hat nichts mit Ingenieur-Meetings und komplexen Software-Algorithmen zu tun. Es ist ein natürlicher Prozess, der von den Bedürfnissen der Sportler und Bergsteiger ausgeht. 

Lorenzo Delladio – Geschäftsführer von La Sportiva – mit seinen Kindern Giulia (Corporate Marketing Director) und Francesco.
Foto: La Sportiva
Lorenzo Delladio – Geschäftsführer von La Sportiva – mit seinen Kindern Giulia (Corporate Marketing Director) und Francesco.

Nachhaltigkeit im Fokus

Leise, still und heimlich – ja geradezu selbstverständlich – hat sich zu den Schlüsselbegriffen des Erfolgs von La Sportiva ein weiterer Wert hinzugesellt: Nachhaltigkeit. Fragen wie: Lassen sich Materialreste wiederverwerten, wie hält man die CO2-Emissionen bei der Produktion möglichst gering, wie macht man Produkte so langlebig wie möglich, beschäftigen die innovative Firma seit langem und gehören bei jeder neuen Produktlinie zur Routine. Die Grundlage für ökologische und soziale Verantwortung ist auch hier der Respekt vor den Bergen und der Natur. 

Ecolution bedeutet Fortschritt im Einklang mit der Natur. Dabei betrifft die Maxime der umweltverträglichen Innovation alle Arbeitsbereiche – vom Produktdesign, über die Entwicklung umweltfreundlicher und biologisch abbaubarer Materialien bis hin zur kohlestoffarmen Produktion und einem Vertrieb mit wenig Verpackungsmüll.
– Lorenzo Delladio

Der neue TX2 EVO Zustiegsschuh von La Sportiva lässt sich zu 100 Prozent neubesohlen.
Foto: La Sportiva
Der neue TX2 EVO Zustiegsschuh von La Sportiva lässt sich zu 100 Prozent neubesohlen.

Grüne Revolution auf leiser Sohle

Eines des Highlight-Produkt für 2022 und ein wichtiges Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit ist der La Sportiva TX2 EVO – der erste Zustiegsschuh der Welt, der neu besohlt werden kann. Ein Qualitätskriterium, das bislang nur Berg- und Kletterschuhen vorbehalten war. Durch die Resole Platform wird es möglich, die Außensohle einfach zu ersetzen und damit den Lebenszyklus des Schuhs deutlich zu verlängern. Gleichzeitig wird sein ökologischer Schuhabdruck erheblich verbessert. Zumal auch das Obermaterial, die Schnürsenkel, das Fußbett und ein Teil der Zwischensohle aus nachhaltigen oder recycelten Materialien hergestellt sind.  

Die Vorteile des TX2 EVO im Überblick:

  • Passgenau: Im Obermaterial integrierte Zunge, die Leerräume beseitigt und den Fuß perfekt umschließt.
  • Nachhaltig: Einfache und schnelle Neubesohlung durch Ersatz der Außensohle und robustes, langlebiges Obermaterial aus recyceltem Garn.
  • Praktisch: Dank elastischer Kordel können die Schuhe kompakt am Klettergurt oder Rucksack befestigt werden.
  • Bequem: Nahtloses Design in stylisher Strickoptik schenkt hohen Tragekomfort.
  • Trittsicher: Dank Vibram® IdroGrip-Sohle mit verstärkter Kletterzone im Zehenbereich.

Blick in die Zukunft

Wohin die Reise für La Sportiva weitergehen wird? Das wird uns die Zeit zeigen. Doch eines ist gewiss – wir werden von dem Outdoor-Experten noch einiges hören. Denn wer Leidenschaft, Innovation und Nachhaltigkeit als Triebfedern hat, dem gehen die Ideen nie aus!

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