Brompton x and wander

Auf 20 Zoll gegen den Strom

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4 Min.
03.09.2026

Foto: Lennart Pagel

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Der Plan ist einfach: losfahren und schauen, was kommt. Die German Roamers Leo Thomas und Lennart Pagel starten mit zwei Freunden auf ihren Bromptons von München Richtung Karwendel. Wohin der Weg genau führt, entscheidet sich unterwegs.
Vier Freunde, vier Falträder, ein grobes Ziel: der Isar entlang, hinein in die Berge, bis zum Ahornboden im Karwendel. Mehr Plan brauchen Leo Thomas und Lennart Pagel nicht. Bekannt geworden über das Kollektiv German Roamers, folgen den beiden Outdoor-Fotografen auf Instagram mittlerweile eine Viertelmillion beziehungsweise eine halbe Million Menschen. Fast schon legendär sind ihre Bikepacking-Abenteuer auf den Falträdern der Londoner Marke Brompton: Nach der Coast-to-Coast-Tour zwischen Nord- und Ostsee und der Reise entlang des Rheins geht es diesmal in den Süden Deutschlands. Mit dabei: Nils, zum ersten Mal auf Tour, und Bene, bereits zum dritten Mal.

Der Plan: möglichst wenig Plan

Ein paar Anker gibt es: der Isar folgen, nach drei Tagen vier gebuchte Lagerplätze auf der Binsalm im Karwendel erreichen, den Ahornboden sehen. Der Rest bleibt offen – sich treiben lassen, dem Fluss entgegen bis zu seinem Ursprung in den Bergen. Ohne feste Etappenziele, ohne den Drang, möglichst viel Strecke zu machen.
Bene sagt, er habe durch die Touren mit Leo und Lennart eine neue Art des Radfahrens entdeckt. Als Fotografen achten die beiden mehr auf Landschaft, Licht und Stimmung als auf die Kilometeranzeige – ambitionierte Etappenziele lassen sich damit selten einhalten. Lennart verliert dabei gerne das Gefühl für Zeit, Leo ist es, der irgendwann zum Aufbruch mahnt. Schließlich warten noch andere Momente, die gelebt werden wollen.

Ein Brompton für alle Fälle

Genau diese Reiseweise verbindet die beiden mit ihren Bromptons – speziell mit der G Line, die sich anfühlt, als hätte Brompton nach dem Wunschrad gefragt und es dann gebaut. Ein Faltrad, das sich überallhin mitnehmen lässt, mit 20-Zoll-Laufrädern, die sich überraschend wie ein „großes“ Rad fahren: leichtläufig, mit effizienter Kraftübertragung, ruhigem Handling und dank durchdachter Geometrie einer natürlichen Sitzposition. Großzügig mit Bikepacking-Taschen beladbar, mit breiteren Reifen, breiterem Lenker und Scheibenbremsen auch abseits befestigter Wege verlässlich.
Vom Asphalt auf Schotter wechseln, mit in den Zug oder auf eine Alm nehmen, ein paar Stockwerke hochtragen, durch Gestrüpp und Flüsse schieben – die Brompton macht mit. Sogar als Zeltersatz: Statt eines Zelts spannen die vier ihr Tarp über die zusammengeklappten Räder – das Nacht-Setup dieser Tour.

Tag 1: Entspannte Vibes und drei wichtige Regeln

Schon auf dem Weg aus München fällt der Stress ab, die Route folgt einfach der Isar Richtung Süden. Dass es nicht allzu zügig vorangeht, liegt unter anderem daran, dass Lennart seine Schlappen verliert – gekauft in Island, ihm nicht nur an den Füßen, sondern auch am Herzen liegend. Also wird umgedreht.
Über die Tage entstehen dabei drei zeitfressende, aber unumstößliche Regeln:
  1. Niemals an einem Bauernhof-Selbstbedienungskiosk vorbeifahren.
  2. Niemals an einer Seilschaukel am Fluss vorbeifahren.
  3. Niemals an einem Wegesrand-Flohmarkt vorbeifahren, ohne mindestens eine Sache zu kaufen

Tag 2: Rewe-Toilette, Geranien-Idylle und Weißbiereis

Die erste Nacht verbringen die vier rund 30 Kilometer südlich von München. Stirnlampen ziehen Hornissen an, bis Regen sie vertreibt. Am nächsten Morgen zwingt ein Wetterumschwung zur Eile – schnellster Streckenabschnitt der Tour, direkt zum Rewe im Industriegebiet von Wolfratshausen. Immerhin: Brötchen und eine gute Toilette.
Eine Stunde durchzufahren ist das Ziel. Doch schon nach zwölf Minuten zwingt eine Schwinge der Isar zum ersten Stopp. Danach geht es zügiger voran, bis ein Hofautomat am Wegesrand auftaucht und Regel eins zum Halt zwingt. Es gibt überraschend kreatives Bauernhof-Eis: Käsekuchen, Buttermilch, Weißbier. Die Strecke führt durch ungewohnte Voralpen-Landschaft, geranienbeladene Höfe wirken wie eine Filmkulisse. Die Isar selbst bleibt frech: klar und blau durch München, Richtung Süden in kräftigerem Eisblau.

Tag 3: Fahren, falten und genießen

80 Kilometer südlich von München übernachten die vier fast unter Vollmond, der nächste Morgen beginnt entsprechend langsam. Sobald die Sonne über die Bergkante kommt, brennt sie erbarmungslos – die vier wechseln die Isarseite direkt: Räder auf den Schultern, kaltes Wasser an den Füßen.
Vom Sylvensteinspeicher, einem bekannten Fotospot, sind sie eher enttäuscht – niedriger Wasserstand, grelles Licht. Symptomatisch für diese Art des Reisens: Man plant entlang von Motiven im Kopf und entdeckt unterwegs ganz andere, spannendere Szenen.
Ein Ziel steht aber fest: der Ahornboden, eine weite Fläche auf der Engalm im Karwendel, auf der hunderte Kühe zwischen Ahornbäumen weiden. Statt 35 Kilometer und knapp 1.000 Höhenmeter zu pedalieren, werden die Bromptons gefaltet – der letzte Bus des Tages bringt die vier hinauf. Der Ahornboden entschädigt für den Sylvensteinsee: perfektes Licht, perfekte Stimmung, ein kleines Alpentraumland. Von hier sind es nur noch gut drei, teils steile Kilometer bis zur Binsalm, wo trotz später Ankunft noch Feierabendbier und Käsespätzle warten.

Tag 4: Tiefenmeter, aufblasbares Eis und ein Bad im Walchensee

Von der Binsalm auf 1.500 Metern geht es 700 Tiefenmeter fast ohne zu treten hinab nach Vorderriss. Motiviert von der Schwungfahrt, wollen die vier noch bis an den Walchensee – doch an einem Flohmarkt am Straßenrand darf man nicht vorbeifahren. Gekauft wird ein aufblasbarer Flutschfinger, der offenbar zusätzlich motiviert: Die 55 Kilometer zum Walchensee, einem der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands mit Gatorade-blauem Wasser, werden geschafft. Schweiß und Kleidung fallen, dann geht es ins kühle Wasser.
Campen ist am Ufer verboten, also stellen die vier ihre Tarps zwischen Wohnmobilen auf dem Nachtparkplatz auf – ein lauer, entschleunigter Sommerabend. Manchmal flowt es, manchmal stockt es – genau diese Mischung macht die Tour aus. Das Resümee: Reisen mit einer Offenheit angehen, die Raum zum Erleben lässt – und das mit den richtigen Leuten. Die sind am Ende die eigentliche Hauptsache.

Die Brompton x and wander Kollektion

Passend zur Philosophie hinter Touren wie dieser haben Brompton, Erfinder des Originalfaltrads, und das japanische Outdoor-Label and wander eine limitierte Kollektion entwickelt: für Menschen zwischen Stadt, Natur und allem dazwischen.

Die Produkt-Highlights:

  • G Line Sondermodell: texturiertes Metallic-Grau, gelb eloxierte Kontaktpunkte, exklusive Komponenten, reflektierende Details, eigenes Co-Branding-Finish.
  • Backpack: klickt in Sekunden vorne am Rad ein, funktioniert danach als Alltagsrucksack. Robustes, wasserabweisendes ECOPAK™.
  • Pouch: kompakte 3-Liter-Rolltop-Tasche aus abriebfestem ECOPAK™ EPLX400, per Klettverschluss an Lenker oder Sattelösen befestigt, mit abnehmbarem Gurt als Umhängetasche nutzbar.
  • Windbreaker: leichte Windjacke mit verlängertem Rückenteil für die Fahrposition, wasserabweisendes Ripstop-Material, kleines Packmaß.
  • Wind Pants: locker geschnittene, verstaubare Fahrradhose aus reflektierendem Ripstop mit verstellbaren Saumweiten.
  • T-Shirt: Baumwollshirt mit reflektierenden Ripstop-Brusttaschen und Brompton-x-and-wander-Print am Rücken.
Die Kollaboration steht für die Freiheit, sich flexibel zu bewegen und Produkte zu nutzen, die sich unterschiedlichen Alltagssituationen anpassen – in der Stadt, in der Natur oder beim Entdecken vertrauter Orte aus einer neuen Perspektive.