„Näher kann man Weihnachten nicht kommen“, sagt Sepp Kahn, während er sich für das „Anklöpfeln“ in seiner Heimatgemeinde Itter in Tirol als Josef von Nazareth verkleidet. Im Tiroler Unterinntal ist das ein gepflegter Brauch. An den sogenannten Klöpflnächten stattet eine zumeist als Hirten verkleidete Gruppe männlicher Sänger den Häusern der Nachbarschaft einen Besuch ab, um sie mit Liedern zu erfreuen und die Weihnachtsbotschaft von der Geburt Jesu zu verkünden.
Sepp Kahn steht auf keinen großen Bühnen, das Kameraobjektiv ist für ihn ungewohnt, doch genau diese Intimität erzeugt eine weihnachtliche Stimmung, die der Almliterat gerne teilt. Auf seiner weihnachtlich-literarischen Spurensuche stößt er ebenso auf die Rituale der Regionen Bayern, Osttirol und der Steiermark.