Mit dem E-Bike ins Gelände – da kommt Freude auf.
Foto: Husqvarna E-Bikes
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Mit dem E-Bike ins Gelände: 5 Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene

Anzeige • 6. Oktober 2020

Wer sich ein E-Bike anschafft, tendiert oft dazu, es wie ein „normales“ Fahrrad zu behandeln. Dabei gibt es einige feine, aber dennoch wichtige Unterschiede. Wir haben für den Einstieg ins Geländefahren ein paar wichtige Tipps zur E-Bike-Fahrtechnik zusammengestellt.

Wer Mountainbike-Erfahrung mitbringt, ist beim Umstieg auf ein E-Bike klar im Vorteil. Trotzdem gibt es auch für erfahrene Piloten beim E-Biken viel zu lernen. Vor allem in steilen Uphills. Hier findest du die Top-5-Fahrtechnik-Tricks für die ersten Ausflüge ins Gelände:

Bevor es losgeht

Wie bei allen technischen Geräten ist es hilfreich, sich das neue E-Bike zuerst einmal daheim in aller Ruhe anzuschauen und seine Besonderheiten kennenzulernen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung oder auf die Homepage des Herstellers ist dabei äußerst sinnvoll. Anschließend bietet sich eine kurze Spritztour in der näheren Umgebung an, um die Fahreigenschaften des Bikes zu testen:

  • Ist das Bike korrekt auf mich abgestimmt?
  • Passen Reifendruck und Dämpferabstimmung zu Körpergewicht und Fahrstil?
  • Wie wirkt sich das höhere Gewicht auf den Bremsvorgang aus?
  • Wann schaltet sich der Motor beim Pedalieren zu?
  • Wie fühlen sich die unterschiedlichen Unterstützungsstufen an?
Bevor es losgeht, macht man sich am besten mit dem E-MTB vertraut.

Sind die ersten Runden abgespult, kann die konkrete Tourenplanung beginnen. Am Anfang ist eine Fahrt im eher einfachen Gelände empfehlenswert, um sich weiter an das ungewohnte Gerät zu gewöhnen. Bevor es losgeht, sollte man

  • schauen, ob der Akku voll ist und alle Anzeigen funktionieren.
  • die Akkuleistung mit der geplanten Tour abgleichen.
  • sich an die Unterstützung des Motor gewöhnen.

1. Vorausschauend fahren

Nach vorne blicken – für alles, was sich direkt vor dem Vorderrad abspielt, ist es ohnehin zu spät.
Foto: Husqvarna E-Bikes
Nach vorne blicken – für alles, was sich direkt vor dem Vorderrad abspielt, ist es ohnehin zu spät.

Klingt logisch, ist aber dennoch gewöhnungsbedürftig. Aufgrund des höheren Gewichts sind E-Bikes deutlich träger als „normale“ Mountainbikes. Damit man auf unvorhergesehene Situationen und Hindernisse stets angemessen reagieren kann, bedarf es deshalb einer erhöhten Voraussicht. Dies gilt besonders für den Straßenverkehr, wo sich die anderen Verkehrsteilnehmer an die erhöhte Geschwindigkeit und das lautlose Heranrauschen gewöhnen müssen. Aber auch für den Trail, wo man damit rechnen muss, auf Wanderer zu treffen. Konkret heißt das – bergab wie bergauf – möglichst weit nach vorne schauen und die perfekte Linie scannen. 

2. Richtig bremsen

Die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit und das Mehrgewicht des Bikes verlangen vom Fahrer eine ständige Bremsbereitschaft. Einen möglichst kurzen Bremsweg erreicht man durch den gleichzeitigen Einsatz von Vorderrad- und Hinterradbremse. Dabei nimmt man die Grundposition ein und verteilt das Gewicht möglichst gleichmäßig auf beide Räder. Am besten tastet man sich durch viel Übung an die optimale Dosierung ran und lernt die Auswirkungen der verschiedenen Untergrundarten wie Laub, Schotter, Fels, Matsch und Wurzeln kennen.

Tipp:
Beim E-MTB heißt es auch bergauf bremsbereit sein, denn mit der Bremse dosiert man die Motor-Power. 

3. Richtig bergabfahren

Blick nach vorne und Körperschwerpunkt nach hinten – los geht’s!
Foto: Husqvarna E-Bikes
Blick nach vorne und Körperschwerpunkt nach hinten – los geht’s!

Auch beim Bergabfahren ist es wichtig, das zusätzliche Gewicht des E-Bikes stets im Hinterkopf zu haben. Zudem schiebt der Motor beim Tret-Stopp noch eine kurze Zeit mit der eingestellten Power nach. Also die ersten Abfahrten besser langsam angehen! Den Schwerpunkt an das Gefälle anpassen und – wie vom Mountainbiken gewohnt – eventuelle Hindernisse im rechten Winkel abrollen. Arme und Beine fungieren dabei als zusätzliche Stoßdämpfer.

Tipp: 
Beim Bergabfahren am besten auf die schwächste Unterstützung schalten. Das reduziert die Schubkraft des Motors. – Übrigens: Durch das etwas höhere Gewicht liegt das Bike schön satt auf dem Trail und lässt sich von Unebenheiten kaum beeindrucken. Das gibt beim Bergabfahren zusätzliche Sicherheit.

4. Rad in die Kurve drücken

Wer sein Rad richtig drückt, kommt schnell und sicher durch die Kurve.
Foto: Husqvarna E-Bikes
Wer sein Rad richtig drückt, kommt schnell und sicher durch die Kurve.

Egal, ob du schnell oder langsam durch die Kurve fährst, das Bike wird durch die Kurve gedrückt, sobald man den Asphalt verlässt. Dazu passt man die Geschwindigkeit schon vor der Kurve an und schaut Richtung Kurvenausgang. Der kurveninnere Arm ist leicht gebeugt, der Arm auf der Kurvenaußenseite angewinkelt. Beinstellung und Pedalstellung sind genau entgegengesetzt, d.h. das kurvenäußere Knie ist nur leicht angewinkelt, das innere stärker gebeugt. Der Körperschwerpunkt bleibt immer zentral über dem Bike, damit Vorder- und Hinterrad gleichmäßig belastet werden. 

Tipp: 
Die Position passt, wenn man den abgesenkten Sattel am kurveninneren Oberschenkel spürt. 

Übrigens: 
Keine Angst vor engen Spitzkehren – denn wer kann, der kann! Das Hinterrad kann man beim schwereren E-MTB genauso gut versetzen wie mit dem klassischen Enduro. Man braucht nur etwas mehr Schwung und muss die Bewegung mit Nachdruck einleiten.

5. Steile Anstiege meistern

Abgesehen von der Traktion sind dem E-MTB bei den Steigungen kaum Grenzen gesetzt.
Foto: Husqvarna E-Bikes
Abgesehen von der Traktion sind dem E-MTB bei den Steigungen kaum Grenzen gesetzt.

Das Schönste am E-Biken ist, dass man steile Anstiege nahezu mühelos hochschweben kann. Doch auch dafür bedarf es ein klein wenig Übung. Denn je nach Steigung und Untergrund muss der Körperschwerpunkt weiter nach vorne oder nach hinten verlagert werden. Um zu verhindern, dass das Vorderrad steigt, empfiehlt es sich, den Oberkörper weit nach vorne zu lehnen und ggf. ein kleines Stück im Sattel vorzurutschen. Darüber hinaus lohnt es sich, die Sattelstütze ein bis drei Zentimeter zu versenken.

Wer an einem steilen Anstieg mit dem E-Bike hängen bleibt, hat – im Gegensatz zum normalen Mountainbike – gut lachen. Sofern man über eine gute Anfahr-Technik verfügt. Angefahren wird nicht in der Falllinie, sondern immer schräg zum Anstieg. Den bergseitigen Fuß auf den Boden stellen und den talseitigen Fuß in einer Ein-Uhr-Stellung auf dem Pedal positionieren. Ein möglichst leichter Gang im Turbo-Modus erleichtert den Start. Durch den Motorantrieb gelingt das Weiterfahren meist problemlos.

Tipp:
Die neuen Schiebehilfen funktionieren in der Regel super. Wenn das unbelastete Hinterrad doch mal durchdreht, lehnt man sich während des Schiebens einfach auf den Sattel.

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Das Husqvarna Hardcross 8 ist das perfekte E-MTB-Enduro für alle Biker, die die Herausforderung lieben.
Foto: Husqvarna E-Bikes
Das Husqvarna Hardcross 8 ist das perfekte E-MTB-Enduro für alle Biker, die die Herausforderung lieben.

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