
Eine erkannte Gefahr ist bekanntlich eine halbe Gefahr. Aber: Erkennen braucht Wissen. Um die Lawinensituation im alpinen Gelände besser einzuschätzen und das Risiko beim Freeriden und Skitourengehen zu minimieren, sind umfangreiches Wissen, Erfahrung sowie Können im Umgang mit der Lawinen-Notfallausrüstung unumgänglich. Wir stellen euch die 10 Gefahrenmuster vor, mit denen die Lawinenwarndienste Österreichs, Bayerns und Südtirols arbeiten.
Die Gefahrenmuster
„Lawinenereignisse sind nichts Zufälliges. Vielmehr lassen sie sich aufgrund ihrer Ursache in Schemata einteilen, welche vom Nutzer leicht erfassbar sein sollten“, so erklären sich die beiden Lawinenexperten und Autoren Dr. Rudi Mair und DI Patrick Nairz das Phänomen „Lawine“ im Vorwort des gleichnamigen Praxis-Handbuchs „lawine. Die 10 entscheidenden Gefahrenmuster erkennen“. Das benutzerfreundliche Fachbuch ist 2010 erstmals erschienen und mittlerweile zur „Bibel“ vieler Wintersportler geworden. Im Rahmen der Erstellung des Lawinenlageberichts arbeitet der Tiroler Lawinenwarndienst, zusätzlich zur Systematik der 5 Lawinenprobleme (Neuschnee, Altschnee, Triebschnee, Nasschnee und Gleitschnee), seit Jahren mit den 10 Gefahrenmustern und versucht so dem Nutzer mehr und vertiefende Informationen über die derzeitig vorherrschende Lawinengefahr zu vermitteln.
Gefahrenmuster 1: Bodennahe Schwachschicht vom Frühwinter


Gefahrenmuster 2: Gleitschnee


Gefahrenmuster 3: Regen


Gefahrenmuster 4: Kalt auf warm / Warm auf kalt


Gefahrenmuster 5: Schnee nach langer Kälteperiode


Gefahrenmuster 6: Lockerer Schnee und Wind


Gefahrenmuster 7: Schneearm neben schneereich


Gefahrenmuster 8: Eingeschneiter Oberflächenreif

Gefahrenmuster 9: Eingeschneiter Graupel


Gefahrenmuster 10: Frühjahrssituation




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