Top 5

Juli-Favoriten: Die 5 beliebtesten Hütten

Hütten-Tipps • 2. August 2018

Alte Bekannte, aber auch zwei interessante Neuzugänge finden sich in der Auswertung eurer Lieblings-Hütten auf Bergwelten.com im Wander-Monat Juli. Was ihnen gemein ist: tolle Aussichten und Tourenmöglichkeiten, nahe Bergseen und köstliche Schmankerln.

Bayern: Die Tegernseer Hütte
Foto: mauritius images/ Oliver Raupach
Beliebtes Ziel in Bayern: Die Tegernseer Hütte mit ihrer Traum-Aussicht

Platz 5: Tegernseer Hütte, 1.650 m

Bayern/ Bayerische Voralpen

Tegernseer Hütte
Die Tegernseer Hütte (1.650 m) ist nicht zuletzt ob der grandiosen Lage und ebensolcher Aussicht einen Besuch wert. Trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer sowie Mountainbiker erreichen diesen in einer engen Scharte zwischen den Gipfeln des Ross- und des Buchsteins im Mangfall-Gebirge gelegenen Stützpunkt über verschiedene Wege und genießen von der Terrasse den Blick bis weit auf den Alpenhauptkamm und das Karwendel bis zur Zugspitze. Vom westseitig gelegenen Balkon aus schaut man auf das Alpenvorland und den Starnberger See. Dass die Hütte meist auch als Alderhorst bezeichnet wird, hat wahrlich seinen Grund. Für Kletterer ist das Gebiet ein Paradies, finden sich hier doch nicht weniger als 90 Kletterrouten mit den Schwierigkeitsgraden 3+ bis 9+ lt. UIAA. Achtung: Im Jahr 2020 finden umfangreiche Baumaßnahmen statt, so dass nur ein eingeschränkter Notbetrieb mit Suppen und Getränken angeboten werden kann.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Bayerische Tegernseer Hütte liegt spektakulär zwischen den Gipfeln des Ross- und des Buchsteins im Mangfall-Gebirge. Bei dieser grandiosen Lage und der damit einhergehenden Traum-Aussicht wundert es kaum, dass ihr euch im Juli für sie interessiert habt. Noch dazu kann man einen Besuch mit zahlreichen Wanderungen verbinden.

Platz 4: Schutzhaus Latzfonser Kreuz, 2.305 m

Südtirol/ Sarntaler Alpen

Schutzhaus Latzfonser Kreuz mit der Wallfahrtskirche
Hütte • Trentino-Südtirol

Schutzhaus Latzfonser Kreuz (2.305 m)

Auf einem Übergang vom Eisack- ins Durnholzer Tal thront direkt neben der Pilgerstätte Latzfonser Kreuz und der höchstgelegenen Wallfahrtskirche Europas das Schutzhaus Latzfonser Kreuz (2.305 m). Von hier aus blickt man auf die Rieserfernergruppe, Hohe Geisel, Peitlerkofel, Tofana, Geislerspitzen, Marmolada, Langkofel, Plattkofel, Palagruppe, Kesselkogel, Rosengarten, Schlern Latemar, Schwarz- und Weißhorn. Einst diente die Hütte Pilgern als Unterkunft, heute sind die Gäste hauptsächlich Sportbegeisterte. Mountainbiker, Bergsteiger und Wanderer, im Winter Schneeschuhwanderer und Skioturengeher finden ein reichhaltiges Betätigungsfeld vor. So lassen sich binnen 2 h Gehzeit gleich drei Gipfel besteigen: die Kassianspitze (2.581 m) und ihre beiden Nebengipfel Ritzlar (2.528 m) und Samspitze (2.563 m), als Bonus streift man den wunderschönen Kassiansee. Eine lohnende Tour ist auch jene über die Runggerersaltnerhütte (2.002 m) zum Radlsee und weiter auf die Königsangerspitze (2.436 m), ehe es über die Lorenzischarte (2.198 m) und die Fortschellscharte (2.299 m) zurück zur Hütte geht (Gehzeit 6 h). Will man im Rahmen der Sarntaler Hufeisen in einer Mehrtageswanderung den Ost- und den Westkamm der Sarntaler Alpen durchqueren, kommt man ebenfalls am Schutzhaus vorbei. Von der Saltnerhütte, die etwas oberhalb der Klausnerhütte liegt, führt ein Kreuzweg in fünfzehn Stationen bis zur Kirche.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Erstmals in unseren Monats-Favoriten dabei ist das Schutzhaus Latzfonser Kreuz. Und es verwundert nicht weiter – der Südtiroler Neuzugang thront direkt neben der höchstgelegenen Wallfahrtskirche Europas. Ein einzigartiges Ensemble auf 2.300 m. Einst diente die Hütte Pilgern als Unterkunft, heute sind die Gäste hauptsächlich Wanderer. Binnen 2 h Gehzeit lassen sich gleich drei Gipfel besteigen, als Bonus streift man den wunderschönen Kassiansee.

Platz 3: Dolomitenhütte, 1.616 m

Tirol/ Gailtaler Alpen

Dolomitenhütte
Die Dolomitenhütte (1.616 m) in Osttirol wird gerne auch als „Adlerhorst“ bezeichnet und ist eine äußerst moderne, gut ausgestattete und bewirtschaftete Hütte in den Lienzer Dolomiten. Sie liegt spektakulär auf einem hohen Felsen mit herrlichem Ausblick auf die Dolomitenspitzen und die umliegende Bergwelt. Sie ist sowohl für Bergwanderer, Mountainbiker und Kletterer, als auch für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer bestens als Stützpunkt geeignet. Aufgrund der einfachen Erreichbarkeit nutzen auch Familien und Genusswanderer die Hütte als Tagesausflugsziel und Einkehr.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Und jeden Monat lockt… die Drei-Zinnen-Hütte. Der Höhenflug des spektakulär über einem Fels-Abhang gelegenen Ausflugziels samt Traum-Aussicht auf die Lienzer Dolomiten hält auf Bergwelten.com nach wie vor an. Nach Platz 1 im Vormonat reicht es immer noch für die Top 3 unter den meistgesuchten Hütten – liegt vielleicht auch an Events wie der „Dolomiten Lounge“ mit DJ-Sound zum Sonnenuntergang auf der Panoramaterrasse.

Platz 2: Berliner Hütte, 2.044 m

Tirol/ Zillertaler Alpen

Berliner Hütte
Die Berliner Hütte (2.044 m) ist keine Hütte, sondern ein denkmalgeschützter alpiner Prachtbau aus einer anderen Zeit. Eine Burg zum Schutz seiner Bewohner vor der Kraft und Energie des Wetters in dieser Höhe. Und ein von Menschenhand geschaffenes Abbild eines Zillertaler Gipfels, für die Ewigkeit gebaut. In der Erschaffung der Berliner Hütte steckt auch der Eroberungswille, der alpine Pioniere auszeichnet. In dem Schutzhaus beschleicht einen das Gefühl, dass man in den Gängen, beim Abendessen oder Frühstück jederzeit auf Hans Dülfer, Paul Preuss, Anderl Heckmair oder Hermann Buhl treffen könnte. Die Berliner Hütte steht auf der Schwarzensteinalm im oberen Zemmgrund in den Zillertaler Alpen. 1879, bei der Eröffnung, stand das Haus nahe der Gletscherzungen von Hornkees und Waxeggkees. Die beiden Gletscher zogen bergwärts. Über Zemmgrund, Berliner Hütte und das vergängliche Gletscher-Eis wachen, wie seit ewigen Zeiten, Dreitausender wie der Große Möseler, Turnerkamp, Rossruggspitze, das Schönbichler Horn, Futschaglspitze und die Hornspitzen mit der Berliner Spitze zuoberst. Das Haus ist natürlich Ziel und Raststation von bergaktiven Menschen jeder Art, wie Hochtouren-Gehern, Kletterern, Ein-Tages- und Weitwanderern, die etwa auf dem Berliner Höhenweg unterwegs sind, sowie Ski-Bergsteigern und Schneeschuh-Wanderern. Es sollte aber auch Ziel von Menschen sein, die Berg schauen und aus der Distanz spüren wollen. Und Menschen, die Alpinhütten-Geschichte in sich aufsaugen wollen, die sich für die architektonische Beschaffenheit von Schutzhäusern begeistern können, sollten erst recht auf die Berliner Hütte gehen.   brightcove.createExperiences();
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Letzten Monat haben wir die Berliner Hütte in unsere „8 Hütten, die man gesehen haben muss“ aufgenommen. Dieser Meinung dürftet ihr auch sein. Jeder Winkel dieses 140-jährigen „Berg-Schlosses“ mit Speisesaal samt Kronleuchtern atmet den Geist der Pionierzeit des Alpinismus. Das älteste Schutzhaus der Zillertaler Alpen war einst mit einer Poststation und Schuhmacher-Werkstatt ausgestattet, der „Damensalon“ ist seit 140 Jahren unverändert.

Platz 1: Drei Zinnen Hütte, 2.405 m

Südtirol/ Dolomiten

Drei Zinnen Hütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Drei Zinnen Hütte (2.405 m)

Es gibt wohl keine andere Hütte in Südtirol, die so häufig als Ziel auserkoren wird – im Sommer kommen täglich bis zu 2000 Besucher zur Drei Zinnen Hütte (2.405 m). Das liegt einerseits an der sehr geräumigen Hütte selbst, andererseits (vor allem) an der Lage am Fuße des Paternkofels, die einen unsagbaren Blick auf die berühmten Drei Zinnen (2.999 m, 2.973 m, 2.875 m) eröffnet. Die Wahrzeichen der Dolomiten scheinen von der Hütte aus zum Greifen nahe. Die Erstbesteigung der Drei Zinnen (genauer der Großen Zinne) fand 1869 statt. Heute zählen die Große, die Westliche und die Kleine Zinne bei Kletterern zu den gefragtesten Gipfelzielen der Alpen, wobei auch der Paternkofel (2.744 m), bekannt durch den Innerkofler-De-Luca Klettersteig, und der Toblinger Knoten (2.617 m) beliebte Ziele von Alpinisten sind. Wer nicht ganz so hoch hinaus möchte, dem sei die kindertaugliche Umrundung der Drei Zinnen von der Hütte aus (in beide Richtungen möglich) ans Herz gelegt: Drei Zinnen Hütte – Lange Alm – Auronzohütte – Lavaredohütte – Paternsattel – Drei Zinnen Hütte. Eine wunderschöne, sehr einfache Wanderung mit wenig Höhenunterschied (400 m, rund 4 h Gehzeit). Es geht auf einem Schotterweg vorbei an kleinen Bergseen – auch die folgenden Berge hat man dabei gut im Blick: Rautkofel (2.737 m), Schwalbenkofel (2.800 m), Schwabenalpenkopf (2.687 m), Morgenkopf (2.464 m), Toblinger Knoten (2.617 m), Sexten Stein (2.539 m), Paternkofel (2.744 m) und Passportenkopf (2.701 m). Besonders beliebt ist das Gebiet auch bei Mountainbikern, die aus einem schier unerschöpflichen Reservoir an Routen wählen können. Ab dem Paternsattel herrscht im Naturpark allerdings ein Radfahrverbot. Ähnliches gilt im Winter für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Für Letztere zählt der Aufstieg aus dem Fischleintal durch das Altensteiner Tal zur Hütte zu den schönsten Unternehmungen in den Sextener Dolomiten.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Nun ist endlich auch auf der Drei Zinnen Hütte die Sommersaison angebrochen. Und der schlichtweg traumhaft gelegene Dolomiten-Stützpunkt liegt in eurer Gunst ganz oben. Hier, am Fuße des Paternkofels, scheinen die berühmten Drei Zinnen zum Greifen nah. Sie können auf einem kinderfreundlichen Wanderweg umrundet werden – während Kletterer wohl eher die Gipfel locken.

Übrigens haben auch die Bergwelten-Magazin-Leser die Drei-Zinnen-Hütte unter die 20 schönsten Stützpunkte der Alpen gewählt: Mehr dazu könnt ihr im neuen Bergwelten Magazin (August/September) lesen!

Bergwelten Magzin (August/September 2018)
Foto: Bergwelten
Überall im Zeitschriftenhandel: Bergwelten Magzin (August/September 2018)

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