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Weitwanderung Berchtesgadener Gipfelweg Bayern Wanderer
Berchtesgadener Gipfelweg – alle 6 Etappen, Hütten und Infos zur Planung
Tourentipps5 Min.08.04.2026
Foto: Bernhard Huber
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Der Berchtesgadener Gipfelweg führt auf sechs Tagesetappen durch die Bergwelt des Nationalparks Berchtesgaden. Highlight sind die Blicke auf den Watzmann, die Übernachtung auf urigen Hütten und die vielen Bergseen, an denen man unterwegs vorbeikommt. Diese Weitwanderung verlangt Ausdauer, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, zählt aber zu den schönsten Wanderungen Deutschlands.

Inhalt
  1. Die wichtigsten Fakten zum Berchtesgadener Gipfelweg
  2. Der Wegverlauf des Berchtesgadener Gipfelweges im Überblick
  3. Etappe 1a: Vom Schneibsteinhaus zur Wasseralm
  4. Etappe 1b: Vom Schneibsteinhaus zur Gotzenalm
  5. Etappe 2a: Von der Wasseralm zum Kärlingerhaus
  6. Etappe 2b: Von der Gotzenalm zum Kärlingerhaus
  7. Etappe 3: Vom Kärlingerhaus zu Wimbachbrücke (AKTUELL GESPERRT)
  8. Etappe 4: Von der Wimbachbrücke zum Hintersee
  9. Etappe 5: Vom Hintersee zum Wachterl
  10. Etappe 6: Vom Wachterl zum Hallthurm
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Die wichtigsten Fakten zum Berchtesgadener Gipfelweg

  • Etappen: 6

  • Länge der Etappen: zwischen 6 und 11 Stunden reine Gehzeit pro Tag

  • Höhenmeter gesamt: Variante 1: 6.945 Hm; Variante 2: 6.933 Hm

  • Kilometer gesamt: Variante 1: 89,1 km; Variante 2: 95,6 km

  • Höchster Punkt: 2.276 m

  • Schwierigkeit: T3 bis T4 - leichte Kletterstellen und versicherte Passagen. Dazu konditionell sehr anspruchsvoll.

  • Für wen geeignet: konditionsstarke und trittsichere Wanderinnen und Wanderer mit Bergerfahrung, nicht für Anfängerinnen und Anfänger geeignet

  • Übernachtung: in Hütten und Unterkünften in den Talorten

  • beste Jahreszeit: Juni bis Oktober

Achtung: Wegen eines Felssturzes im August 2025 ist der Weg zwischen dem Trischübl und der Wimbachgrieshütte gesperrt. Im Frühsommer 2026 soll ein neuer Steig gebaut werden. Nähere Infos findest du hier.


Der Wegverlauf des Berchtesgadener Gipfelweges im Überblick

Der Berchtesgadener Gipfelweg führt in sechs tagesfüllenden Etappen durch die Bergwelt des Nationalparks Berchtesgaden, entlang von bekannten Gipfeln wie dem Schneibstein (2.276 m) oder dem Großen Hundstod (2.593 m).

Die Route beginnt beim Schneibsteinhaus, das von der Jennerbahn-Bergstation in gut 30 Minuten Gehzeit zu erreichen ist. Von hier hat man gleich einmal die Qual der Wahl, denn für die ersten beiden Etappen gibt es zwei Varianten: Die Variante 1 führt vom Schneibsteinhaus über das Hochgschirr zur Wasseralm und weiter zum Kärlingerhaus. Wählt man Variante 2, wandert man vom Schneibsteinhaus erst über die Kleine Reibn zur Gotzenalm und dann weiter zur Wasseralm und zum Kärlingerhaus.

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Vom Kärlingerhaus am Funtensee geht es über das weitläufige, karstige Hochplateau des Steinernen Meeres und im Anschluss hinunter ins Wimbachgries. Weiter über das Hochkaltermassiv mit der Blaueishütte zum idyllischen Hintersee und übe die Reiter Alm zur Neuen Traunsteiner Hütte. Die letzte Etappe führt schließlich über das Lattengebirge mit nochmals wunderschönen Aussichten bis hinunter zum Hallthurm.

Trotz seines Namens werden auf der Originalroute des Berchtesgadener Gipfelweges mit Ausnahme des Schneibsteins keine Gipfel bestiegen. Wer genug Kraft hat, kann aber den einen oder anderen Gipfel entlang des Weges mitnehmen.


Etappe 1a: Vom Schneibsteinhaus zur Wasseralm

Die erste Etappe des Berchtesgadener Gipfelweges führt vom Schneibsteinhaus hinauf auf den 2.276 Meter hohen Schneibstein, von wo man ein wunderschönes Panorama über das Steinerne Meer und hinüber zum Watzmann-Massiv hat. Vom Schneibstein steigt man ab zum idyllischen Seeleinsee, der sich für eine kleine Pause anbietet. Weiter geht es hinauf zum Hochgeschirr und entlang der Westhänge der Hanauerlaubwand zur Wasseralm in der Röth. Hier ist der Weg teilweise steil und ausgesetzt, Trittscherheit ist erforderlich! Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten.


Etappe 1b: Vom Schneibsteinhaus zur Gotzenalm

Etappe 1b des Berchtesgadener Gipfelweges verläuft bis zum Seeleinsee gleich wie Etappe 1a. Kurz nach dem See zweigt der Weg in den Stiergraben ab und es geht auf einem schmalen Steig hinunter bis kurz vor die Priesbergalm. Danach wandert man auf schmalen Pfaden, über hölzerne Stiegen und teils versicherte Stellen des Hirschenlaufs zur Gotzenalm.

Deutschland, Berchtesgaden
Gotzenalm
HütteBewirtschaftet
Gotzenalm
Deutschland, Berchtesgaden
Gotzenalm
HütteBewirtschaftet

Etappe 2a: Von der Wasseralm zum Kärlingerhaus

Von der Wasseralm führt Weg durch den Wald zur „Blauen Lacke“ und weiter über Karrenfelder zur vorderen Wildalm. Weiter geht es über die Lange Gasse hinauf zur Niederbrunnscharte (2.369 m), dem höchsten Punkt der Etappe. Von dort steigt man ab zum Kärlingerhaus, das am wunderschönen Funtensee liegt. Die Route verläuft durch weitläufiges Karstgelände mit wenig Markierungen und kaum Wasserstellen – unbedingt genug zu Trinken einpacken.


Etappe 2b: Von der Gotzenalm zum Kärlingerhaus

Der alternative Weg der Etappe 2 führt von der Gotzenalm zur idyllischen Regenalm und von dort in einem weiten Bogen ins Landtal. An den Westhängen der Hanauerlaubwand geht es zum Teil ausgesetzt zur Wasseralm in der Röth, wo man einkehren kann. Von dort wandert man vorbei am Halsköpfl, dem Schwarzensee und dem Grünsee, bevor es über die Himmelsleiter hinauf geht zur Hochebene mit Funtensee und Kärlingerhaus.

Deutschland, Berchtesgaden
Gotzenalm
HütteBewirtschaftet
Gotzenalm
Deutschland, Berchtesgaden
Gotzenalm
HütteBewirtschaftet

Etappe 3: Vom Kärlingerhaus zu Wimbachbrücke (AKTUELL GESPERRT)

Achtung: Wegen eines Felssturzes im August 2025 ist der Weg zwischen dem Trischübl und der Wimbachgrieshütte gesperrt. Im Frühsommer 2026 soll ein neuer Steig gebaut werden. Nähere Infos hier.

Am dritten Tag führt die Route vom Kärlingerhaus über das Hundstodgatterl und das Trischübl ins Wimbachgries und schließlich bis zur Wimbachbrücke. Dabei wandert man über das karge Hochplateau des Steinernen Meeres. Die 1.700 Höhenmeter Abstieg ins Wimbachgries verlangen Konzentration und Ausdauer, einkehren kann man aber unterwegs in der Wimbachgrieshütte. Übernachtet wird an diesem Tag in einer Unterkunft in Ramsau bei Berchtesgaden.

Alternative Route: Abstieg vom Kärlingerhaus zum Königssee, Übernachtung im Tal und Busfahrt zum Start der nächsten Tagesetappe.


Etappe 4: Von der Wimbachbrücke zum Hintersee

Nach einer Übernachtung im Tal führt der Weg von der Wimbachbrücke durch das Wimbachgries zurück zur Wimbachklamm. Von dort geht es durch Wälder und steile Steige hinauf zur Hochalm und über loses Geröll weiter zur Eisbodenscharte. Von hier ist es nicht mehr weit zum Gipfel der Schärtenspitze. Ein steiler und felsiger Steig führt nun hinab ins Blaueiskar und zur Blaueishütte, wo man einkehren kann. Nach einer kurzen Rast geht es weiter zur Schärtenalm und hinunter zum Hintersee. Von dort kann man den Bus zu einer Unterkunft im Tal nehmen.


Etappe 5: Vom Hintersee zum Wachterl

Von der Bushaltestelle am Hintersee wandert man zur Halsalm. Nach einem knackigen Aufstieg zur Halsgrube zweigt links der Böselsteig vom Wanderweg ab. Steil und stellenweise versichert führt der Böselsteig durch die Ostflanke der Reiter Alm hinauf auf den Steinbergrücken. Über die Hochfläche steigt man zum Almgebiet der Neuen Traunsteiner Hütte ab, die sich für eine Einkehr anbietet. Von der Hütte aus führt der Weg über den Wachterlsteig den Wanderparkplatz Wachterl, wo die Etappe endet.


Etappe 6: Vom Wachterl zum Hallthurm

Vom Wanderparkplatz Wachterl führt der Weg vorbei am idyllischen Taubensee hinauf zur Mordaualm mit gleich drei bewirtschafteten Kasern. Im hinteren Teil des Almgeländes zweigt der Mitterbergsteig nach links bergauf zur Törlscharte ab. Wer möchte, kann den kurzen Anstieg auf den Törlkopf wagen (mit 1.704 Metern Höhe der höchste Gipfel des Lattengebirges). Von dort wandert man weiter zur bizarren Felsformation der „Steinernen Agnes“ und hinab zum Pass Hallthurm. Hier endet der Berchtesgadener Gipfelweg.


Wie schwierig ist der Berchtesgadener Gipfelweg?

Der Berchtesgadener Gipfelweg ist eine sehr anspruchsvolle Gipfeltour. Die Gehzeiten pro Tag sind sehr lange – zwischen sechs und elf Stunden – und pro Tag sind bis zu 1.500 Höhenmeter aufwärts zu meistern. Seilversicherte Passagen und leichte Kletterstellen verlangen volle Konzentration, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.


Wie plane ich meine Weitwanderung am Berchtesgadener Gipfelweg?

Wenn du einzelne oder mehrere Etappen des Berchtesgadener Gipfelweges gehen willst, solltest du als Erstes deine Übernachtungsmöglichkeiten reservieren. Unterwegs schläfst du in Berghütten und Unterkünften im Tal mit begrenzten Kapazitäten, die vor allem in den Sommermonaten schnell ausgebucht sein können. Deinen Schlafplatz auf den Hütten buchst du am besten über das Online-Reservierungssystem des Alpenvereins Hut Reservation. Die Unterkünfte im Tal direkt bei den Hotels oder Pensionen oder über eine Buchungsplattform deiner Wahl.

Praktisch am Berchtesgadener Gipfelweg: Du kannst mit einer Buchung gleich drei Hütten auf einmal reservieren: Schneibsteinhaus, Wasseralm in der Röth und Kärlingerhaus. In dem System siehst du auf einen Blick, ob alle drei Hütten an aufeinanderfolgenden Tagen einen Schlafplatz frei haben. Hier geht's zur Buchung: Hütten-Paket-Buchung

Noch mehr Tipps zur Planung findest du hier:


Welche Ausrüstung brauche ich für diese Wanderung in Berchtesgaden?

Gute Wanderausrüstung ist obligatorisch, dazu zählen stabile Wanderschuhe, Kleidung für jedes Wetter (also eine gute Kopfbedeckung für Sonnentage genauso wie Regenschutz), ein Erste-Hilfe-Set und gutes Kartenmaterial. Für die Übernachtung auf Hütten braucht man außerdem einen Hüttenschlafsack und genügend Bargeld. Hier findest du eine ausführliche Packliste zum Ausdrucken und abhaken.


Wie reise ich öffentlich zum Berchtesgadener Gipfelweg an?

Der Berchtesgadener Gipfelweg eignet sich sehr gut für die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum Ausgangspunkt der Route, der Talstation der Jennerbahn am Königssee, kommst du vom Bahnhof Berchtesgaden mit den Buslinien 841 und 842. Vom Endpunkt der Route, Hallthurm, aus fährt die Buslinie 841 stündlich nach Berchtesgaden.


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