.jpg)
10 günstige Outdoor-Reiseziele 2026
Foto: Susanne Einzenberger
Das Leben wird immer teurer, das gilt für den Wocheneinkauf genauso wie für den Wanderurlaub. Wenn du dieses Jahr trotzdem nicht aufs Reisen verzichten willst, zeigen wir dir, wo es dich verhältnismäßig wenig Erspartes kostet – in Europa und weltweit.
Inhalt
Schweden und Baltikum

Ein Trip nach Skandinavien wird wohl niemals günstig sein – verglichen mit Norwegen oder Dänemark bekommt man in Schweden aber noch mehr fürs Geld. Einer Auswertung der Reisesuchmaschine Skyscanner zufolge sind dieses Jahr auch die Flüge nach Stockholm sehr erschwinglich. Wer Lebenshaltungskosten drücken möchte, meidet die Hauptstadtregion samt Inseln und besucht z.B. das idyllische Småland in Südschweden, sämtliche 30 Nationalparks des Landes sind ohnehin frei zugänglich. Zusätzlich lässt sich sparen, indem man auf Restaurants verzichtet, auf Selbstversorgung aus dem Supermarkt setzt und vom Jedermannsrecht Gebrauch macht – sein Zelt also für die ein oder andere Nacht in freier Natur aufschlägt.
Top-Aktivitäten: Skuleskogen-Nationalpark an Nordschwedens Hoher Küste, Wandern auf dem 2025 neu eröffneten Stockholm Archipelago Trail, Kajaken und Wandern am Vänernsee nördlich von Göteborg, Wandern in Lappland, Wandern und Radfahren in Småland in Südschweden und Dalarna in Mittelschweden, Fjällräven Classic Trek.
Alternativ: Noch günstiger kommst du in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen davon. Skandinavisches Flair zwischen Wald und Küste lässt sich etwa beim Wandern im Laheema-Nationalpark aufsaugen. In Litauen lockt der Žemaitija-Nationalpark mit einer mystischen Landschaft aus Wäldern, Flüssen, Mooren und Seen.
Bulgarien und Balkan

Das Balkanland ist eines der günstigsten Reiseziele Europas. Flüge nach Sofia bekommt man bei Ryanair oder Eurowings mitunter schon um 50 Euro hin und retour. Zu entdecken gibt es nicht nur schöne Strände und eine Vielzahl an Thermen – als Aktivreisender kannst du, insbesondere in den Nationalparks, über ein Netz gut markierter Wege Wälder, Bergseen und Gebirgszüge erwandern. Das Beste kommt oft aber erst am Ende des Tages, dafür sorgen die bulgarische Gastfreundschaft und deftige Schmankerl, die mit einem Gläschen hausgemachten Rakija hinuntergespült werden.
Top-Aktivitäten: Zu den bekanntesten Wandergebieten gehören das Rila-Gebirge mit dem höchsten Gipfel des Balkans, dem Musala (2.925 m), das Pirin-Gebirge mit seinen malerischen Gletscherseen sowie die Rhodopen, wo man in zahlreichen kleinen Dörfern die bulgarische Lebensart kennenlernen kann.
Alternativ: Die Balkanländer sind generell ein heißer Tipp für preiswerte Outdoor-Urlaube, mit Albanien als günstigste (aber wohl auch abenteuerlichste) Option.
Albanien: Wandern in den Albanischen Alpen im Norden (Prokletije) und im Llogara-Hochland an der Ionischen Küste.
Nordmazedonien: Das Shar-Gebirge an der Grenze zu Kosovo und Albanien ragt über 2.700 Meter auf und eignet sich zum Biken und Wandern. Reiten im Mavrovo-Nationalpark. Biken am Ohrid-See.
Bosnien: Wandern im Sutjeska-Nationalpark in den Dinarischen Alpen im Südosten des Landes (laut dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel ein „Yosemite ohne Menschen“).
Montenegro: Im Nationalpark Biogradska Gora findet sich einer der letzten Urwälder Europas. Die Tara-Schlucht im Durmitor Nationalpark gilt mit 1.300 Metern als tiefster Canyon in Europa.
Spanien – Norden und Süden

Generell etwas günstiger als seine Nachbarländer, fällt Spanien vor allem in der Nebensaison wirklich preiswert aus. Besonders im Norden (Picos de Europa) kommt man mit einem kleinen Budget aus, teilweise auch im Süden (Costa Blanca, Andalusien), wo es sich oft auch noch im Dezember kurzärmelig wandern lässt, z.B. durchs zerklüftete und von Olivenhainen durchzogene Hinterland der Costa Blanca. Der entsprechende Flug nach Alicante fällt laut Skyscanner 2026 noch billiger aus als sonst, ab etwas über 100 Euro ist man im Warmen.
Top-Aktivitäten: Bis zu 3.500 Meter hohen Gipfel der Sierra Nevada im Hinterland von Granada besteigen, Weitwandern an der Costa Brava, Weitwandern und Skifahren in den Pyrenäen, Wandern im Hinterland der Costa Blanca (Alicante-Berge), Picos de Europa im Norden.
Alternativ: Insel-Flair in nur 2,5 Stunden Flugzeit holst du dir auf Mallorca, das in der Nebensaison deutlich günstiger zu bereisen ist und etliche Wanderrouten mit Meerblick bereithält. Im aktuellen Bergwelten-Magazin erfährst du auch, wo sich die Insel am besten mit dem Gravel-Bike erkunden lässt.
Süditalien und Sizilien

Für das beliebteste Reiseland der Österreicher (und das zweitbeliebteste der Deutschen) gilt: Je weiter unten, desto günstiger. Gerade die südlichsten Regionen des Stiefels gehören auch zu den interessantesten für Outdoor-Aktivitäten. In der dünn besiedelten Basilikata erlebt man nicht nur das ursprüngliche Italien, sondern kann etwa im Naturpark Parco Naturale di Gallipoli Cognato auch durch die Lukanischen Dolomiten wandern und mit Glück Wildkatzen begegnen. Gut zum Biken und (Küsten-)Wandern geeignet sind die moderat bergigen Regionen Apulien (Parco Nazionale del Gargano am Sporn des Stiefels) und Kalabrien (Sila- und Pollino-Nationalpark) sowie die rauen, bis knapp 3.000 Meter hohen Abruzzen.
Alternativ: Außerhalb der Hauptsaison ist auch Sizilien ein günstiges Reiseziel. Eine Vulkanwanderung auf den Ätna gehört zum Pflichtprogramm – wo auf der Insel es sich gut klettern lässt, erfährst du im neuen Bergwelten-Magazin.
Tschechien, Slowakei und Polen

Die drei Nachbarstaaten haben nicht nur gute Möglichkeiten für einen Outdoor-Urlaub, sondern auch jede Menge naturverrückter Landsleute, die gerne davon Gebrauch machen. Daher empfiehlt es sich – insbesondere in der polnischen Tatra-Urlauberhochburg Zakopane und auf beliebten Kajakrouten – die Ferienzeit und Wochenenden zu meiden. Verpflegung und Unterkünfte sind vergleichsweise günstig, anreisen kann man mit dem Zug oder (oft für ein paar Euro) mit Busunternehmen wie FlixBus und RegioJet.
Top-Aktivitäten:
Tschechien: Wandern und Biken in Nationalparks wie der Böhmischen Schweiz mit ihren Sandsteinfelsen, dem Riesengebirge (mit der Schneekoppe, dem höchsten Berg des Landes) und dem Böhmerwald (Šumava) mit dem Lipno-Stausee, der gerne zum Kajaken genutzt wird. Ebenfalls lohnend: der Mährische Karst mit über 1.000 Höhlen und dem Podyjí-Nationalpark, wo man entlang des Flusstals der Thaya wandern und radeln kann.
Polen: Wandern in der Hohen Tatra (rund um Zakopane) oder in den weniger frequentierten Beskiden oder Bieszczady. Paddler kommen in der Masurischen Seenplatte auf ihre Kosten.
Slowakei: Wandern im Tatra-Nationalpark mit über 100 Bergseen und Gipfeln bis 2.655 m (Gerlachovský štít). Auf ausgewiesenen Wegen ist auch Mountainbiken möglich.
Griechenland und Zypern

Abseits der Jetset-Inseln wie Mykonos und Santorin ist Griechenland ein günstiges Reiseziel. Das gilt am allermeisten für das Festland, das für Outdoor-Fans auch besonders viel zu bieten hat – kein Wunder, besteht es doch zu fast 80 Prozent aus Bergen. So lässt sich etwa im dünn besiedelten Vikos-Aoos-Nationalpark im Nordwesten des Landes eine der tiefsten Schluchten der Welt erwandern. Schöne Touren findet man auch auf dem Peloponnes, auf Korfu und auf weniger frequentierten Inseln wie Sifnos oder Samos.
Alternativ: Besonders günstig sind dieses Jahr laut Skyscanner auch Flüge nach Paphos. Zypern eignet sich gut zum Wandern und Mountainbiken, dafür sollte man aber unbedingt die kühlere Nebensaison wählen, durchaus bis in den Winter hinein.
Sri Lanka

Nach Jahren politischer Unruhen gehört Sri Lanka derzeit wieder zu den meist-gehypten Reisezielen in Asien. Während also nicht ausgeschlossen werden kann, dass man etwa auf der Sonnenaufgangs-Tour zum Adam’s Peak einem Bürokollegen über den Weg läuft, können wir garantieren, dass es dich zumindest günstig kommt, sofern du die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt und auf Luxus-Absteigen verzichtest. Sowohl Unterkünfte als auch Verpflegung und Transport kosten auf der südlich von Indien gelegenen Tropeninsel mit 26 Nationalparks vergleichsweise wenig. Ein Hin- und Rückflug ist ab 500 Euro zu finden. Der ersehnten Auszeit zwischen Yogamatte, Traumstränden und Outdoor-Abenteuern steht also nichts im Weg.
Top-Aktivitäten: Elefanten-Beobachten im Uda-Walawe-Nationalpark, Sunset-Tour auf den Adam’s Peak, Horton Plains-Nationalpark mit World’s End, Sigiriya Rock, Surfen in der Arugam Bay.
Kap Verde

Das Hinkommen frisst den größten Teil des Reisebudgets (im günstigsten Fall rund 400 Euro). Ist man mal auf der Inselgruppe im Atlantik – rund 500 Kilometer vor der Westküste Afrikas – angekommen, sind die Kosten klein. Groß ist hingegen die Euphorie, die dank der Qualifikation für die Fußball-WM 2026, der ersten in ihrer Geschichte, die Kapverdier erfasst hat. Mit diesem Elan (und am besten mit einem einheimischen Führer), lassen sich die Gipfel der teils tropischen Landschaften noch leichter erklimmen.
Top-Aktivitäten: Als Wanderinsel Nr. eins gilt Santo Antão wo die Wege zwischen Steilküste und grünen Tälern verlaufen. Wer es sich zutraut, besteigt durch Lavafelder und schwarze Aschehänge den 2.829 m hohen Vulkan Pico do Fogo, zugleich höchster Berg der Kapverden.
Marokko

Flüge nach Marokko sind derzeit sehr günstig, mehrere Billig-Airlines wie Ryanair, Wizz Air und Eurowings fliegen beispielsweise Agadir und Marrakesch an. Von dort geht es direkt ins orientalische Outdoor-Abenteuer. Transport, Unterkünfte und Verpflegung kosten weit weniger als in Europa, auch Guides, besonders für mehrtägige Trekkingtouren, gibt es verhältnismäßig preiswert.
Top-Aktivitäten: Trekkingtouren in den bis zu 2.500 m hohen Antiatlas, wo man durch Wadis, Dattelpalmenoasen und kleine Berberdörfer wandern kann, oder durch die Schluchten des Rifgebirges. Im Hohen Atlas, knapp zwei Stunden von Marrakesch entfernt, geht es bis 4.167 m auf den Djebel Toubkal, den höchsten Berg Nordafrikas. An der Atlantikküste, etwa bei Taghazout, lässt es sich gut surfen und ein Kameltrek in den Dünen der Sahara gehört ohnehin zu jeder Marokko-Reise.
Bolivien

Bolivien weist die mitunter niedrigsten Lebenskosten Südamerikas auf und versammelt alle Reize, die diese Weltregion so faszinierend macht. Kaum zu glauben, dass es – verglichen mit Argentinien oder Peru – von so wenigen Touristen besucht wird. Abseits der Großstädte La Paz oder Santa Cruz warten auf Outdoor-Reisende zahlreiche Abenteuer – vom tropischen Amazonas-Regenwald bis zu den mehr als 6.000 m hohen Gipfeln der Anden. Flüge mit mehreren Zwischenstopps ab Österreich oder Deutschland sind ab 400 Euro zu ergattern, vor Ort kommt man mit circa 35 Euro pro Tag aus.
Top-Aktivitäten: Anden-Trekking in der Cordillera Real, Wanderungen am Titicacasee, Touren im Amboró- und Sajama-Nationalpark, Wandern durch die roten Felsschluchten rund um Tupiza und durch die Salzwüste Salar de Uyuni.
Werbung
Berg & FreizeitDie 10 besten Reiseländer 2024
Berg & Freizeit10 der schönsten Bergtouren im Nationalpark Hohe Tauern
Berg & FreizeitTV-Tipp: „Das Gesäuse – Wild und ungezähmt“
Berg & FreizeitDie 10 besten Outdoor-Reiseländer 2025
