Gesäuse: Im Herzen der Steiermark
Gesäuse

Video: Im Herzen der Steiermark

Video • 1. August 2016

In der packenden Bergwelten-Doku machen sich erfahrene Bergsteiger auf die Suche nach den Spuren der alten Helden im Nationalpark Gesäuse. Ein Experiment in einem der anspruchsvollsten Klettergebieten der Alpen.

Bergwelten Erstausstrahlung: „Das Gesäuse“, am Mittwoch, 03. August, ab 21:15 Uhr bei ServusTV.

Ankommen 

Nach Admont kommt man von Wien über die Südautobahn (A2), von Linz/ Graz via Pyhrnautobahn (A9), von Salzburg/München über die Tauernautobahn (A10). 

Schlafen und Essen 

Das Bier nach der Klettertour, die Aussicht auf die Nordwände, ein Tratsch mit Hüttenwirt Fritz Vorraber oder der Schweinsbraten seiner Frau Angela: Es gibt viele gute Gründe für einen Besuch in der Haindlkarhütte. Sie bietet 15 Zimmer und 38 Lagerplätze, geöffnet ist sie von Anfang Mai bis Mitte Oktober. Vom Parkplatz in Gstataterboden erreicht man sie in 2 Stunden. 

Haindlkarhütte
Hütte • Steiermark

Haindlkarhütte (1.121 m)

Die Haindlkarhütte (1.121 m) steht am westlichen Rand des Haindlkars, mitten im Nationalpark Gesäuse und unterhalb der Nordwestwände von Hochtor und Ödstein in der Steiermark. Es ist nicht vermessen zu sagen, dass sich hier das Xeis mit einer seiner beeindruckendsten Seite, den schroffen, Ehrfurcht erregenden Wänden, zeigt. Das Haindlkar, die nahe Gsengscharte, die Nordwände, der legendäre Peternpfad schaffen mitsamt der ebenso charakteristischen Haindlkarhütte eine wirklich unverwechselbare Gesäuse-Atmosphäre, die man erlebt haben muss.  Je höher man von der Enns und der Gesäuse Straße im Tal Richtung Haindlkarhütte steigt, umso tiefer taucht man in österreichische Alpin- und Klettergeschichte, die eng mit dem Gesäuse verbunden ist, ein. An heißen Tagen ist die Rast und Einkehr in die Hütte noch wohltuender als an anderen Tagen. Stille, die der Schatten von Ödstein, Festkogel, Hochtor, Rosskuppe und Planspitze um die Hütte schafft, ist nirgendwo anders so intensiv zu erleben wie hier. Der Aufstieg von Gstatterboden ist auch mit Kindern zu schaffen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Kölblwirt ist das traditionelle Quartier für Gesäuse-Fans im ÖAV-Bergsteigerdorf Johnsbach. Die Familie Wolf hat sich ganz auf Alpinisten eingestellt und bietet Wanderern, Kletterern und Skitourengehern ganzjährig köstliche regionale Küche und schöne Zimmer. Die gemütliche Stube und der Gastgarten sind ideal, um alpine Heldentaten nochmals Revue passieren zu lassen. 

Klettern 

JÜRGEN REINMÜLLERS XEIS-EMPFEHLUNGEN:

  • Für Einsteiger: Die Routen „Herbst Scholz“ (4+) und „Süd- grat“ (4–) am Admonter Kalbling haben festen Fels und eine akzeptable Absicherung
Klettern • Steiermark

Herbst-Scholz

Dauer
2:30 h
Anspruch
IV +
Länge
0,8 km
Aufstieg
177 hm
Abstieg
– – – –
Klettern • Steiermark

Kalbling Südgrat

Dauer
4:00 h
Anspruch
VI -
Länge
0,8 km
Aufstieg
177 hm
Abstieg
– – – –
  • Für Genießer: Die „Waschrumpel (5+)“ am Festkogel und der „Waidhofenerweg“ (4+) am Kleinen Ödstein bieten Wasserrillen vom Feinsten.
Klettern • Steiermark

Waschrumpel

Dauer
4:00 h
Anspruch
VI
Länge
3,6 km
Aufstieg
695 hm
Abstieg
30 hm
Klettern • Steiermark

Waidhofnerweg

Dauer
5:00 h
Anspruch
IV +
Länge
3,6 km
Aufstieg
695 hm
Abstieg
30 hm
  • Die hohe Schule: Die Roßkuppenkante (6+; rote Linie oben) und die Planspitz-Nordwestwand (4+) sind die berühmtesten Touren der Region.
Klettern • Steiermark

Rosskuppenkante

Dauer
6:00 h
Anspruch
VI +
Länge
2,9 km
Aufstieg
932 hm
Abstieg
– – – –
Wandern • Steiermark

Planspitze

Dauer
8:00 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
11,8 km
Aufstieg
1.530 hm
Abstieg
1.530 hm

Wissenswertes 

Bergführer 

Alpinschulleiter Jürgen Reinmüller und neun Bergführer aus der Region können ganzjährig für Touren und Ausbildung in allen Sparten des Bergsports gebucht werden.

Alpinschule Alpinstil 8940 Liezen

Tel.: +43/664/863 37 89

www.alpinstil.at, office@alpinstil.at

Literatur 

Jürgen Reinmüller, Andreas Hollinger: „Xeis Auslese“ und „Xeis Extension“, je ¤ 33,95. Das Gesamtinventar aller Gesäuse-Routen mit vielen Routenskizzen in zwei Bänden.

Josef Hasitschka, Ernst Kren, Adolf  Mokrejs: „Erlesenes Gesäuse“. Verlag Schall, ¤ 37. Eine Fundgrube an Texten und Bildern von  Pionieren  und Gebietskennern.

Josef Hasitschka: „Alpingeschichte kurz und bündig – Johnsbach im Gesäuse“. ÖAV, ¤ 3. Diesen historischen Überblick gibt es bei den Partnerbetrieben der Bergsteigerdörfer.

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