Raurisertal in den Hohen Tauern in Salzburg
Foto: Birgit Eder - Wandaverlag
Tourentipps

Das Raurisertal: 3 Tage im Nationalpark Hohe Tauern

Touren-Tipps • 31. Juli 2018
von Birgit Eder

Wandern im größten Naturschutzgebiet Österreichs: Das Raurisertal in der Salzburger Goldberggruppe gehört zum Nationalpark Hohe Tauern und wartet mit wilden Wasserfällen, saftigen Almwiesen und dunklen Wäldern auf. Wir stellen euch eine 3-Tages-Tour inmitten dieser lohnenden Landschaft vor.

Raurisertal in der Salzburger Goldberggruppe in den Hohen Tauern
Foto: mauritius images / Udo Bernhart
Das Raurisertal in der Salzburger Goldberggruppe in den Hohen Tauern

Kurze Teiletappen gestalten diese Mehrtagestour übrigens sehr familienfreundlich. Durch die verschiedenen Hütten vor Ort sind auch mehrere Gestaltungsvarianten möglich – je nach Kondition und Können kann man sich die Tour also individuell zurechtlegen.

Kinder jedenfalls kommen voll auf ihre Kosten: Sie können Greifvögel bestaunen, sich im Goldwaschen versuchen und im rauschenden Wasser der Kitzlochklamm oder des Rauriser Urquells planschen.

Kartenausschnitt: Die 3-Tages-Tour im Raurisertal in den Hohen Tauern im Gesamtüberblick
Foto: Overlay data: © OpenStreetMap contributors
Kartenausschnitt: Die 3-Tages-Tour im Raurisertal in den Hohen Tauern im Gesamtüberblick

Etappe 1: Mautstellen Bodenhaus - Kolm Saigurn

Ausgangspunkt ist an der Mautstelle beim Gasthof Bodenhaus (1.230 m). Von hier führt ein Weg nach Kolm Saigurn und vorbei am Goldwaschplatz der Hüttwinkelache. Bald darauf beginnt der Knappensteig, dem man bis zum Knappendorf Kolm Saigurn (1.598 m) folgt. Nächtigen kann man zum Beispiel im gleichnamigen Naturfreundehaus.

Die Tour im Detail:

Das Naturfreundehaus Kolm Saigurn im Detail:

Haus Kolm Saigurn
Im Raurisertal im Nationalpark Hohe Tauern mitten im Talschluss gelegen, ist dieser wunderschöne und extrem kinderfreundliche Stützpunkt einerseits perfektes Basislager für Aktivitäten, die sich über mehrere Tage ziehen, andererseits lohnendes Ziel für Tagesausflügler. Im Sommer lockt die Hütte Wanderer, Bergsteiger und Mountainbiker in die Region, im Winter Rodler, Langläufer und Skitourengeher. Hüttenwirt Hermann Maislinger nennt die Gegend rund um das Schareck (3.122 m), den Hocharn (3.254 m) oder den Hohen Sonnblick (3.106 m) bis weit in den Mai hinein den „Skitouren-Hotspot der Ostalpen“. Auch Eisklettern ist hier in einer der routenreichsten Eisarenen der Ostalpen möglich. Im Winter wird gerne auch ein bis zu 15 Meter hoher Eiskletterturm direkt vor der Hütte gebaut. Außerdem werden geführte Schneeschuhwanderungen angeboten und Schneeschuhe im Haus verliehen. Die Straße, die zum Haus führt, ist im Winter gesperrt und in dieser Zeit nur für Wanderer und Rodler freigegeben. Die Strecke ist sechs Kilometer lang und ein Shuttle-Service bringt die Rodler zurück zur Hütte. Am Ende der Rodelbahn beginnt außerdem eine wunderschöne, stets gut gespurte Loipe.  
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Etappe 2: Kolm Saigurn - Schutzhaus Neubau

Vom Naturfreundehaus folgt man an Tag 2 zunächst einem recht steilen Weg und passiert dabei den beeindruckenden Barbarafall, ehe man das nächste Etappenziel, das Schutzhaus Neubau (2.176 m), erreicht. Unbedingt empfehlenswert: Die Begehung des lehrreichen Tauerngold-Erlebniswegs. Hierfür sollte man ungefähr drei Stunden einkalkulieren: Es gilt beeindruckende Zeugnisse der Goldgewinnung zu entdecken.

Die Tour im Detail:

Das Schutzhaus Neubau im Detail:

Schutzhaus Neubau
Hütte • Salzburg

Schutzhaus Neubau (2.175 m)

Das Schutzhaus Neubau liegt im Nationalpark Hohe Tauern in Salzburg und ist ein beliebter Stützpunkt auf dem Weg zum Hohen Sonnblick in der Goldberggruppe. Die Hütte steht auf historischem Boden: Einst wurde hier Gold abgebaut. Heute bevölkern nicht Goldgräber, sondern Bergsteiger, Skitourengeher und Schneeschuhwanderer das Gebiet. Das Schutzhaus ist Ausgangspunkt des Tauerngold-Rundwanderweges, des Tauerngold-Erlebnisweges und des Gletscherlehrpfades der Naturfreunde. Von Kolm-Saigurn aus gelangt man auf zwei Routen zum Schutzhaus: Über den Barbarawasserfall und über den weniger steilen Familienwanderweg, der auch für Familien mit kleineren Kindern zu bewältigen ist.  
Geöffnet
Apr - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Etappe 3: Schutzhaus Neubau - Mautstelle Bodenhaus

Der Abstieg führt auf dem Naturfreundeweg zunächst zur Gainschniggalm (1.750 m). In weiterer Folge kann man entweder direkt über den Rauriser Urwald zum Parkplatz Lenzanger absteigen oder auf einem Almen-Höhenweg zur Mitterastenalm wandern, von wo aus man relativ steil über den Wanderweg Rauriser UrQuell zurück zum Ausgangspunkt gelangt.

Die Tour im Detail:

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