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Herbsttouren

5 Bergaktivitäten für den Herbst in Südtirol

9. Oktober 2023
2 Min. Lesezeit

Wandern im Schnalstal, Biken am Roen oder Klettern am Steig Pisciadù: Wir haben fünf Empfehlungen, wo man die Bergsaison in Südtirol besonders lange genießen kann.

Herbst in Südtirol
Foto: mauritius images / Udo Bernhart
Südtirol geht eigentlich zu jeder Jahreszeit - im Herbst ist es aber besonders schön.
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1. Für Familien: Der Waalweg von Schenna

Die Wanderung entlang des Waalwegs von Schenna ist auch gut für Kinder geeignet.
Foto: Tourismusverein Schenna - Klaus Peterlin
Die Wanderung entlang des Waalwegs von Schenna ist auch gut für Kinder geeignet.

Ein Waal ist ein jahrhundertealter Wasserkanal, der zur Bewässerung der Felder dient. Rund um die Kurstadt Meran gibt es viele solcher Waale. Entlang des Schenner Waals, der um 1733 angelegt wurde, verläuft ein schöner flacher Weg, der sich ideal für eine Wanderung eignet. Meist am Waldrand entlang, führt er auch zu Aussichtspunkten über Täler, Wiesen und Obstplantagen. Man startet bei der Waaler Hütte in Verdins und wandert bis zur Talstation Meran 2000. Schenna liegt auf zirka 600 Metern und ist eines der Eingangstore zum urigen Passeiertal. Ein Ausflug ist besonders im Frühling und Herbst zu empfehlen.

Gut zu wissen: Waalerhütte, Pichler, Brunjaunhof und mehr – am Weg gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

2. Für Kraxler: Der Klettersteig Pisciadù

Pisciadu Klettersteig
Foto: mauritius images / Michael Pedrotti / Alamy Stock Photos
Im Herbst sind am beliebten Pisciadu-Klettersteig meist weniger Menschen unterwegs.

Zwar sind die Abende und Nächte kälter als im Sommer, dafür steht tagsüber die Sonne beständiger am Himmel und bietet eine klarere Sicht auf die Berge. Im Herbst hat man außerdem die Chance, an manchen Orten ganz allein zu sein. Den Pisciadù-Klettersteig in der Sellagruppe wird man wohl selbst jetzt nicht völlig menschenleer antreffen, trotz- dem ist es der beste Zeitpunkt für die im Sommer oft überlaufene, weil meistbegangene Via Ferrata in den Dolomiten. Für den Rückweg gibt es zwei Möglichkeiten: Der kürzere Weg führt durch das Val Setus, länger und landschaftlich schöner steigt man durch das Mittagstal ab. Eine mögliche Gipfelbesteigung bietet die Cima Pisciadù, einkehren kann man in der Pisciadùhütte.

Gut zu wissen: Auf dieser Tour halten sich Reste von Eis und Schnee oft sehr lange - ein Grund mehr, sie im Herbst zu unternehmen.

3. Für Ehrgeizige: Mountainbiken am Traminer Hausberg Roen

MTB Monte Roen
Foto: Tourismusverband Tramin, Antie Braito
Die Biketour auf den Gipfel des Roen hat es in sich.

Diese schweißtreibende Tour ist nichts für Anfänger, fort­geschrittene Mountainbiker werden sie aber lieben. Bergauf wie bergab verlangt einem diese Königsetappe alles ab, daher wird auch gelegentliches Schieben verziehen. Nach einem anstrengenden Anstieg mit Blick auf den Kalterer See lässt der Traminer Hausberg Roen auf 2.116 Metern alle Anstren­gung vergessen: Der Berg belohnt den Biker mit einem gran­diosen Ausblick auf die Dolomiten, das Ortlermassiv und die Brenta. Und mit 1.900 Höhenmetern Abfahrt auf 14 Kilo­metern Singletrail.

Die Tour: Ausgangspunkt ist die Kellereistraße in Kaltern.

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Dauer: ca. 4,5 h

Strecke: 53 km

Höhendifferenz: 1.974 m

Gut zu wissen: Wer lieber wandert, kann auch zu Fuß auf den Gipfel des Roen gehen. Die lange Tour erfordert aber gute Kondition und im Gipfelbereich Trittsicherheit.

4. Für Genießer: Törggelen in Neustift bei Brixen

Kloster Neustift
Foto: mauritius images / bao / Imagebroker
Rund um das Kloster Neustift erlebt man den Brauch des Törggelen.

Während der letzten warmen Herbsttage öffnen Buschenschanken und Landgasthöfe im Eisacktal ihre Stuben. Die „Törggelezeit“ beginnt. Besonders schön törggelt es sich zum Beispiel rund um das Kloster Neustift. Serviert werden beim Törggelen hauseigener Wein, Speck, Käse, Gerstensuppe, Schlutzkrapfen, Knödel, süße Krapfen oder gebratene Kastanien, im Südtiroler Dialekt „Keschtn“ genannt.

Gut zu wissen: „Törggelen“ kommt vom lateinischen „torquere“, was in dem Kontext „Wein pressen“ bedeutet.

5. Für Entdecker: Wandern im Schnalstal

Schafabtrieb im Schnalstal
Foto: Philipp Horak
Am Meraner Höhenweg sind zum Schafabtrieb neben Wanderern auch Schafe unterwegs.

Zu Recht ist es Filmkulisse. Urig und unerschlossener als andere Täler, gibt es im Schnalstal viel zu entdecken: das Schloss Juval, das über dem Eingang des Tales thront; das Freilichtmuseum „archeoParc“, dem Leben des Eismannes Ötzi gewidmet; außerdem das geheimnisvolle Dorf Karthaus, das aus einer ehemaligen Klosteranlage entstanden ist. Zahlreiche Gletscher- und Hochtouren sowie Wanderungen sind hier möglich. So verläuft durch das Schnalstal etwa ein Stück des Meraner Höhenweges, vorbei am Vernagter Stausee.

Gut zu wissen: Der Film „Das finstere Tal“ mit Tobias Moretti und Sam Riley wurde im Schnalstal gedreht.

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