
Firn, Harsch, Triebschnee, Schneebretter, Exposition etc.: Wir erklären dir die wichtigsten Begriffe rund um Lawinensicherheit und Schnee.
Verschiedene Schneearten Lawinenarten Lawinen-Know-How Gelände und Tourenplanung
Verschiedene Schneearten
Abgelagerter Schnee, dessen Struktur sich durch Schmelz- und Verdunstungsprozesse verändert hat.
Eine kaum tragfähige Harschschicht über einer weichen Schneeschicht. Kann unter dem Gewicht von Wintersportlern leicht einbrechen.

Schnee, der bereits einen Sommer überdauert hat. Kommt daher fast ausschließlich auf Gletschern vor.
Umgangssprachlich wird „Firn“ oft als Synonym für Sulzschnee verwendet. Dieser kommt vor allem im Frühjahr vor, taut tagsüber an und gefriert nachts. Bildet eine tragfähige, griffige Oberfläche.
Mehr zu Firn liest du hier:



Eine harte Schneeschicht, die durch Schmelz- und Gefrierprozesse entsteht.
Schnee mit hohem Wassergehalt, der dadurch auch besonders schwer ist. Nassschneelawinen sind daher auch sehr gefährlich.
Frischer, wenig verfestigter Schnee der aktuellen Niederschlagsperiode.
Sulzschnee ist nasser, schwerer Schnee, den man nach Regenereignissen und vor allem im Frühjahr antrifft. Er entsteht durch die Erwärmung der Schneedecke.
Vom Wind verfrachteter Schnee, der sich in Mulden und Rinnen oder an Leehängen ablagert. Oft Ursache für Lawinen.

Lawinenarten
Bei einer Gleitschneelawine rutscht die komplette Schneedecke auf glattem Untergrund, etwa Gras oder Felsplatten, ab, sie weisen keinen horizontalen Bruch zwischen mehreren Schneeschichten oder keine Schwachschicht auf. Gleitschneelawinen können zu jeder Tages- und Nachtzeit abgehen. Du erkennst sie an sogenannten „Fischmäulern“, bis zum Boden reichenden Gleitschneerissen.
Eine Lawine aus ungebundenem Schnee. Sie beginnt punktförmig und breitet sich kegelförmig aus.
Eine Lawine aus nassem Schnee, die vor allem im Frühjahr durch die Erwärmung im Lauf des Tages entstehen kann. Fließt langsamer als eine Trockenschneelawine, hat aber eine höher Dichte.
Eine Schneeplatte bricht entlang einer Schwachschicht ab und gleitet als Lawine talwärts.


Lawinen-Know-How
Eine Art Funkgerät, mit dem man Signale senden und empfangen kann. Wird jemand von einer Lawine verschüttet, kann man ihn damit finden.
Alles zu LVS-Geräten erfährst du hier:


Schicht in der Schneedecke, in der ein Bruch im Gefüge der Schneekristalle stattgefunden hat. Kann eine Lawine auslösen.
Dumpfes Geräusch, wenn eine Schwachschicht zusammenbricht. Akute Lawinengefahr!
Gelände und Tourenplanung
Steile, enge Rinne, meist zu beiden Seiten durch Felswände begrenzt.
Himmelsrichtung, in die ein Hang zeigt.
Oberste Kante eines Bergrückens, kann Teil eines Kamms sein.

Gibt die Steilheit eines Hangs ins Prozent an.
weniger als 30°: mäßig steil
30° bis 34°: steil
35° bis 39°: sehr steil
mehr als 40°: extrem steil
Je nach Lawinenwarnstufe sollten bestimmte Hangneigungen gemieden werden. Mehr dazu liest du hier:


Markanter Gebirgsrücken oder Grat, der häufig mehrere Gipfel miteinander verbindet.
Windabgewandte Seite. Hier lagert sich Triebschnee ab.
Windzugewandte Seite. Oft abgeblasen.
Eine langezogene, schmale Furche im Gelände. Hier kann sich leicht Triebschnee ablagern.

Langgestreckte, erhöhte Geländeform, die sich von der Umgebung abhebt. Wird leicht abgeblasen.
Eine überhängende Schneeformation, die sich an Graten, Kämmen oder Geländekanten bildet – immer auf der windabgewandten Seite (Leeseite).
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