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Top 5

Juni-Favoriten: Die 5 beliebtesten Hütten

• 4. Juli 2018
2 Min. Lesezeit

Das gelobte Land für Hüttenfreunde hieß im vergangenen Monat eindeutig: Tirol. Allerdings habt ihr es ein wenig nach Bayern und Südtirol erweitert. Von der einfachen Selbstversorgerhütte bis zum ehrwürdigen Berg-Chalet – das waren eure auf Bergwelten.com meistgesuchten Stützpunkte im Juni.

Berliner Hütte
Foto: Marco Rossi
Auf der Terrasse der Berliner Hütte (Zillertaler Alpen) herrscht wieder Saison
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Platz 5: Bayerische Wildalm, 1.454 m

Bayern/ Bayerische Voralpen

Selbstversorgerleben, Holzherd, Wasser aus dem Brunnen – klingt spartanisch, doch genau das dürfte ganz viele von euch ansprechen. Das verstehen wir natürlich. Noch dazu, wo doch die Bayerische Wildalm mit ihrer prächtigen Lage unterm Halserspitz – und somit mitten im Rofangebirge – ein idealer Stützpunkt für Wander- und Mountainbiketouren ist. Zur nächsten Hütte, der Gufferthütte mit guter Küche, sind es nur 15 Gehminuten.

Platz 4: Landsberger Hütte, 1.810 m

Tirol/ Allgäuer Alpen

Das Leben auf der Landsberger Hütte im Wanderparadies der Allgäuer Alpen in Tirol ist wieder voll erblüht. Das freut eine ganze Menge von Bergfreunden, ganz besonders aber Klettersteiggeher. Nur rund 20 Geh-Minuten hinter der Hütte erreichen sie den Einstieg in den schönen Klettersteig Lachenspitze (C). Bergwanderer können von der Hütte aus mit Steinkarspitze (2.067 m), Rote Spitze (2.130 m) und Schochen (2.069 m) gleich drei Gipfel in jeweils nur einer Stunde Gehzeit erklimmen.

Platz 3: Berliner Hütte, 2.044 m

Tirol/ Zillertaler Alpen

Die Berliner Hütte (2.044 m) ist keine Hütte, sondern ein denkmalgeschützter alpiner Prachtbau aus einer anderen Zeit. Eine Burg zum Schutz seiner Bewohner vor der Kraft und Energie des Wetters in dieser Höhe. Und ein von Menschenhand geschaffenes Abbild eines Zillertaler Gipfels, für die Ewigkeit gebaut. In der Erschaffung der Berliner Hütte steckt auch der Eroberungswille, der alpine Pioniere auszeichnet. In dem Schutzhaus beschleicht einen das Gefühl, dass man in den Gängen, beim Abendessen oder Frühstück jederzeit auf Hans Dülfer, Paul Preuss, Anderl Heckmair oder Hermann Buhl treffen könnte.Die Berliner Hütte steht auf der Schwarzensteinalm im oberen Zemmgrund in den Zillertaler Alpen. 1879, bei der Eröffnung, stand das Haus nahe der Gletscherzungen von Hornkees und Waxeggkees. Die beiden Gletscher zogen bergwärts. Über Zemmgrund, Berliner Hütte und das vergängliche Gletscher-Eis wachen, wie seit ewigen Zeiten, Dreitausender wie der Große Möseler, Turnerkamp, Rossruggspitze, das Schönbichler Horn, Furtschaglspitze und die Hornspitzen mit der Berliner Spitze zuoberst.Das Haus ist natürlich Ziel und Raststation von bergaktiven Menschen jeder Art, wie Hochtouren-Gehern, Kletterern, Ein-Tages- und Weitwanderern, die etwa auf dem Berliner Höhenweg unterwegs sind, sowie Ski-Bergsteigern und Schneeschuhwanderern. Es sollte aber auch Ziel von Menschen sein, die Berg schauen und aus der Distanz spüren wollen. Und Menschen, die Alpinhütten-Geschichte in sich aufsaugen wollen, die sich für die architektonische Beschaffenheit von Schutzhäusern begeistern können, sollten erst recht auf die Berliner Hütte gehen.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Diesen Monat neu in unserer Top-5-Wertung. Und mal ehrlich – welcher Stützpunkt hätte sich diesen Platz an der Sonne mehr verdient als die denkmalgeschützte Berliner Hütte mit ihrer 140-jährigen Geschichte? Seit Anfang Juni hat der am Berliner Höhenweg und in der prächtigen Kulisse der Zillertaler Alpen gelegene Prachtbau wieder seine Pforten geöffnet. Heißt: Köstlicher Kaiserschmarrn auf der Terrasse mit Ausblick auf die umliegende Gletscherwelt. Die Möglichkeiten für Tagestouren sind schier endlos – in 15 Gehminuten ab der Hütte ist zudem ein Klettergarten erreicht.

Platz 2: Drei Zinnen Hütte, 2.405 m

Südtirol/ Dolomiten

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Es gibt wohl keine andere Hütte in Südtirol, die so häufig als Ziel auserkoren wird – im Sommer kommen täglich bis zu 2000 Besucher zur Drei Zinnen Hütte (2.405 m). Das liegt einerseits an der sehr geräumigen Hütte selbst, andererseits (vor allem) an der Lage am Fuße des Paternkofels, die einen unsagbaren Blick auf die berühmten Drei Zinnen (2.999 m, 2.973 m, 2.875 m) eröffnet.Die Wahrzeichen der Dolomiten scheinen von der Hütte aus zum Greifen nahe. Die Erstbesteigung der Drei Zinnen (genauer der Großen Zinne) fand 1869 statt. Heute zählen die Große, die Westliche und die Kleine Zinne bei Kletterern zu den gefragtesten Gipfelzielen der Alpen, wobei auch der Paternkofel (2.744 m), bekannt durch den Innerkofler-De-Luca Klettersteig, und der Toblinger Knoten (2.617 m) beliebte Ziele von Alpinisten sind.Wer nicht ganz so hoch hinaus möchte, dem sei die kindertaugliche Umrundung der Drei Zinnen von der Hütte aus (in beide Richtungen möglich) ans Herz gelegt: Drei Zinnen Hütte – Lange Alm – Auronzohütte – Lavaredohütte – Paternsattel – Drei Zinnen Hütte. Eine wunderschöne, sehr einfache Wanderung mit wenig Höhenunterschied (400 m, rund 4 h Gehzeit).Es geht auf einem Schotterweg vorbei an kleinen Bergseen – auch die folgenden Berge hat man dabei gut im Blick: Rautkofel (2.737 m), Schwalbenkofel (2.800 m), Schwabenalpenkopf (2.687 m), Morgenkopf (2.464 m), Toblinger Knoten (2.617 m), Sexten Stein (2.539 m), Paternkofel (2.744 m) und Passportenkopf (2.701 m).Besonders beliebt ist das Gebiet auch bei Mountainbikern, die aus einem schier unerschöpflichen Reservoir an Routen wählen können. Ab dem Paternsattel herrscht im Naturpark allerdings ein Radfahrverbot. Ähnliches gilt im Winter für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Für Letztere zählt der Aufstieg aus dem Fischleintal durch das Altensteiner Tal zur Hütte zu den schönsten Unternehmungen in den Sextener Dolomiten.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Besucher der Drei Zinnen Hütte müssen sich noch bis zum Start der Sommersaison Ende Juni gedulden – ihr könnt es aber offenbar jetzt schon kaum erwarten. Kein Wunder – der Dolomiten-Stützpunkt ist einfach traumhaft gelegen. Hier, am Fuße des Paternkofels, scheinen die berühmten Drei Zinnen zum Greifen nah. Sie können auf einem kinderfreundlichen Wanderweg umrundet werden – während Kletterer wohl eher die Gipfel locken.

Platz 1: Dolomitenhütte, 1.616 m

Tirol/ Gailtaler Alpen

Nicht in Italien, sondern in Osttirol liegt die allseits beliebte Dolomitenhütte. Und zwar äußerst spektakulär auf einem hohen Felsen. Das scheint zu faszinieren, denn der auch für Genusswanderer und Familien gut erreichbare Stützpunkt belegt verlässlich Spitzenplätze in unserem User-Ranking. Auf Besucher warten zahlreiche Rundwanderungen und Gipfelziele in der Umgebung sowie ein eigener Klettergarten mit über 60 Sportkletterrouten etwas unterhalb der Hütte. Wer über Nacht bleibt, startet mit einem spektakulären Glasfronten-Blick auf die Lienzer Dolomiten in den Tag.

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