Tourentipp

Skitour: Auf den Hohen Dachstein

Touren-Tipps • 3. April 2019

Diesmal führt unser Tourentipp über die Rumplerrunde auf den Hohen Dachstein (2.995 m) an der oberösterreichisch-steirischen Grenze. Georg Rothwangl vom Alpenverein stellt uns die klassische Skihochtour fürs Frühjahr im Detail vor.

Sonnenaufgang: Hoher Gjaidstein und Dachstein
Foto: mauritius images / imageBROKER / Michael Fischer
Sonnenaufgang: Hoher Gjaidstein und Dachstein im Morgenrot

Bald werden die Tourenski wieder gegen die Wanderschuhe getauscht, aber noch gibt es ein paar wunderschöne Frühjahrsziele für berghungrige Skitourengeher. Der Vorteil an Frühjahrstouren: Es ist bereits deutlich länger hell und damit können auch längere Touren in Angriff genommen werden. Und auch die Lawinengefahr – wenn es nicht gerade frischen Neuschnee oder ein latentes Altschneeproblem gibt – kann sehr gut anhand der tageszeitlichen Erwärmung festgemacht werden. Früh aufzustehen ist dennoch eine gute Idee, denn dann erwischt man zur Abfahrt beste Firnbedingungen! Unsere Skitour nimmt ihren Ausgang recht weit oben am Krippenstein, wo die Auffahrt mit der Gondel endet. Zunächst folgt eine kurze Abfahrt, ehe der erste Aufstieg zum Oberfeld ansteht.


Die Tour im Detail

Die Tour führt dann weiter östlich am Niederen- und westlich am Hohen Rumpler (2.022 m) vorbei, der Niedere Gjaidstein wird auf seiner östlichen Seite umrundet. Das Gelände ist hügelig, ohne Bewaldung und ungewöhnlich flach – fast schon wie ein Hochplateau. Dies ist einerseits landschaftlich sehr reizvoll, andererseits bei schlechter Sicht ein Horror für die Navigation. Insofern sollte man unbedingt schöne Frühlingstage abwarten.

Unter den mächtigen Wänden des Gjaidsteinmassivs geht es weiter entlang bis zum Beginn des Skigebiets am Schladminger Gletscher. Nach soviel Einsamkeit ist der Kontrast stark: Entlang der Pistenraupenspur folgt man der Richtung gen Dachsteinwarte, zweigt jedoch kurz davor noch rechts ab, um in der Gipfelfalllinie unter dem Dachstein das Skidepot zu erreichen. Die letzten Meter zum Gipfel werden klettern überwunden, wobei Steigeisen hier sehr hilfreich sein können. Oben auf 2.995 m genießt man einen unglaublichen Ausblick in alle Himmelsrichtungen.

Die gleichermaßen lange wie lustige Abfahrt erfolgt über den Hallstätter Gletscher bis zur Simonyhütte (2.203 m), wo schon kühle Getränke zur Belohnung warten. Danach geht es wieder über das Hochplateau zurück zur Gjaidalm, wohlgemerkt: mit kurzem Gegenanstieg, ehe die Abfahrt weiter zurück zum Ausgangspunkt führt.

Skitour: Hoher Dachstein über dei Rumpelerrunde

Bergwelten: 3D-Kartenausschnitt der Skitour auf den Dachstein
Foto: Bergwelten.com
Bergwelten: 3D-Kartenausschnitt der Skitour auf den Dachstein

Die Simonyhütte im Detail

Simonyhütte im Sommer
Hütte • Oberösterreich

Simonyhütte (2.203 m)

Die 1877 eröffnete Simonyhütte (2.203 m) steht auf einer Kuppe unterhalb des Hallstätter Gletschers am Fuße des Hohen Dachsteins in der Steiermark. Wir sind hier im nördlichen Dachsteinmassiv und im UNESCO-Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut. Der Geograph, Alpenforscher und Pionier der Dachstein-Erschließung Friedrich Simony hat den Platz auf dem die Hütte steht selbst ausgewählt. Sie steht auf einem Ort, der Gästen und Besuchern einen tiefen Eindruck vermittelt wie imposant sich der Dachstein zum südlich gelegenen Ennstal aufrichtet.  Die Hütte ist ein ganzjähriger Anziehungspunkt für Bergsteiger, Kletterer, Wanderer, Ski-Bergsteiger und Schneeschuh-Geher. Sie ist auch Ausbildungszentrum für Menschen, die ihre alpinistischen Kompetenzen in Fels und Eis ausbauen wollen. Direkt neben dem Schutzhaus steht die Dachstein-Kapelle. Sie gilt als das höchstgelegene Kirchlein der Nördlichen Kalkalpen.
Geöffnet
Jan - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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