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Eine Tour von
Beschreibung

Der Sellrain-Express ist eine 5-tägige Skidurchquerung der Sellrainer Berge in Tirol – von der Axamer Lizum bis ins Kühtai. Der Auftakt des Sellrain-Express beginnt mit einer Abfahrt und der anschließenden Überschreitung des Schaflegerkogels bis zum Etappenziel, der Potsdamer Hütte.

Die Bezeichnung Express hat sich in Tirol, wie auch in anderen Gebieten der Alpen, als Synonym für äußerst lange Skitouren entwickelt, bei welchen ganze Gebiete oder Gebirgsgruppen an einem einzigen Tag oder einem Wochenende durchquert werden. Der Sellrain-Express ist die Durchquerung der Sellrainer zwischen dem Kühtai und der Gegend um Innsbruck. Bereits zu Lebzeiten Hermann Buhls galt er als herausfordernde Ausdauerleistung. Betrachtet man die bunte Skitourenszene von heute, so gibt es jene, die den Sellrain-Express sportlich ambitioniert eintägig machen und jene, die sich mehr Zeit dafür nehmen und die Strecke genüsslich mehrere Tage lang erleben. Im folgenden wird die Route grundlegend und in ihren einzelnen Etappen beschrieben. Die Gehrichtung ist grundsätzlich egal, doch erscheint es dramaturgisch besser, wenn man am Hoadl beginnt.

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Beste Jahreszeit
Januar bis März
Dezember
  • Aussichtsreich
  • Einkehrmöglichkeit
  • Mit Öffis erreichbar
  • Strecke: 10-15 km
  • Aufstieg: 900-1.200 m
  • Dauer: 4-6 h
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Hütten entlang dieser Tour
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Bergwelten Tipp

Besonders am Beginn einer Mehrtagestour sollte man noch einmal alles gut überlegen und letzte Informationen einholen. Wettercheck, Ausrüstungscheck, Plan B. Vielen Durchquerer:innen war ein kleines Reparatur-Set bereits äußerst dienlich. Packe zum Multitool ein paar Schnüre, Kabelbinder, Tape sowie Kleinteile für eine provisorische Bindungsreparatur ein. Sind die Batterien des LVS noch ausreichend geladen? Trotz aller Notwendigkeiten kann der Rucksack klein bleiben. Mehrtagestouren erfordern gutes Packen – dass kann man beim Sellrain-Express herrlich üben.

Wegbeschreibung

Abfahrt 1
Vom Hoadl (2.340 m) ein Stück der Damenabfahrt (Piste) entlang nach S. In einer Senke vor dem Hoadlsattel (2.264 m) verlässt man die Piste rechts und erreicht so die großen, freien SW-Hänge des Hoadl. Das Gelände ist in manchen Abschnitten bis über 35° steil – Geländesinn ist geboten. Man bleibt rechts der markanten Mulde die zum Griesbach hinab zieht und hat am Waldrand mehrere Möglichkeiten. Durch lichten Zirbenwald in den Talboden im Bereich des Griesbach und zur Kemater Alm (1.673 m).

Anmerkung: Ein großes Holzkreuz unterhalb der Hochtennspitze erinnert an einen tragischen Lawinenunfall. Die Abfahrten vom Hoadl oder der Hochtennspitze zur Kemater Alm sind allesamt anspruchsvoll und man sollte sie nur bei günstigen Bedingungen machen. Alternativ kann man zur Kemater Alm auch über eine Rodelbahn ab Grinzens (ca. 950 m) gelangen.

Aufstieg 1
Nachdem hoffentlich Zeit für eine Einkehr auf der Kemater Alm blieb, fellt man auf und geht über einen Almweg ins Senderstal. Nach gut einem Kilometer weitet sich das Tal kurz – hier verlässt man den Almweg der weiter ins Tal führt und überquert den Sendersbach. Erst durch einen kurzen Waldgürtel, bald aber in freiem Gelände, steigt man weiter auf. Bis ca. 2.100m Seehöhe hält man südwestlichen Kurs, oberhalb steigt man in einer deutlich ausgeprägten Mulde Richtung W zum Sattel nördlich des Schaflegerkogel auf (ca. 2.325 m). Ein kurzes Stück über den Kamm nach S und man steht am Gipfel (2.405 m).

Abfahrt 2
Vom Schaflegerkogel bzw. vom Skidepot Richtung W. Das Gelände ist frei und kupiert. Entweder bereits vorher, spätestens jedoch ab ca. 2.100 m Seehöhe, hält man sich rechts und gelangt so oberhalb der Waldgrenze zur Furggesalm (1.938 m). Von ihr über den Fahrweg durch den Wald hinab zum Weg am Fotscher Bach (ca. 1.730 m, Wegkehre).

Aufstieg 2
Knapp 300 Hm sind es noch bis zur Potsdamer Hütte. Man bleibt stets am Weg.

Varianten
Für eine Variante bietet sich der Angerbergkopf (2.399 m) an. Er ist zu beiden Seiten ein toller Skiberg und man kann ihn entweder alternativ zum Schaflegerkogel überschreiten (oft ist hier weniger los), oder man spielt JoJo und fügt der Normalroute weitere Aufstiege und Abfahrten hinzu.
Neben dem Angerbergkopf ist auch das Gelände unmittelbar südlich des Schaflegerkogel für Skifahrer:innen interessant. Im steileren NO-seitigen Gelände findet sich so manches Schmankerl.

Die wichtigsten Infos in Kürze

  • Ausgangspunkt: Axamer Lizum (1.564 m)

  • Stützpunkte: Kemater Alm (1.673 m)

  • Höhenmeter Aufstieg: 1.008 Hm

  • Höhenmeter Abfahrt: 1.327 Hm

  • Gesamtzeit: Ca. 5-6 h.

  • Ausrüstung: Herkömmliche Skitourenausrüstung, zusätzlich Ersatzkleidung und Essentials für Hütten.

  • Alternative Touren/Varianten: Angerbergkopf (2.399 m)

  • Lokale Experten: Stubaier Bergführer

Weitere Etappe
Sellrain-Express, Etappe 2: Von der Potsdamer Hütte zum Westfalenhaus

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Anfahrt und Parken

Die Axamer Lizum ist aus dem Innsbrucker Raum gut erreichbar: Man fährt ins südliches Mittelgebirge, entweder über Birgitz, Götzens, Axams oder von Kematen nach Axams - weiter auf der Bergstraße in die Axamer Lizum

Parkplatz

Der Parkplatz an der Talstation der Axamer Lizum ist nicht für Dauerparker gedacht und man stellt sein Fahrzeug deshalb besser in einem Parkhaus oder einer entsprechend ausgewiesenen Zone in Innsbruck ab.

Öffentliche Verkehrsmittel

Innsbruck > Axamer Lizum: Linie 412 (Innsbruck Hbf – Lizum) und Linie 413 (Muttereralm – Lizum). Fahrpläne hier.

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SicherheitshinweisAll unsere Tourenbeschreibungen werden von Expertinnen und Experten überprüft. Trotzdem bist du selbst dafür verantwortlich, dich vor jeder Tour über die aktuellen Bedingungen zu informieren. Beachte die Sicherheitshinweise.
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