Wandern in Lungiarü
Foto: Stefan Voitl
Auf der stillen Seite

Lungiarü - Dolomiten auf Ladinisch

Magazin • 20. März 2019

So kennt man die Dolomiten fast gar nicht mehr - ruhig, idyllisch, von bergbäuerlicher Kultur geprägt. Ein Tal - offenbar lange Zeit gut versteckt und ohne Durchzugstraße - scheint dem Trubel entgangen zu sein. Bergweltenautorin Sissi Pärsch jedenfalls kommt aus dem Schwärmen kaum heraus, sosehr hat sie Lungiarü am Fuße des Peitlerkofels in seinen Bann gezogen. 

Jetzt überall im Zeitschriftenhandel – das Bergwelten Magazin (April/Mai 2019)
Foto: Bergwelten
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Das aktuelle Bergwelten Magazin (April/Mai 2019) ist ab 28. März 2019 im Zeitschriftenhandel oder bequem im Abo für ÖsterreichDeutschland und die Schweiz erhältlich.

Campill - oder wie die Einheimischen hier viel lieber sagen und damit ihre ladinische Tradition pflegen - Lungiarü hat alles, was ein Dolomitendorf auszeichnet: Den Naturpark Puez-Geisler, die schroffen Gipfel des Peitlerkofels, wunderschöne Almen, auf denen Kühe und Pferde in Eintracht grasen, urige Almen und wunderschöne alte Bauernhöfe, die gemäß der Bergbauerntradition gepflegt werden. Und dennoch ist Lungiarü so ganz anders: es ist ruhig. Nur einige Wanderer sind unterwegs, schwärmen von der grandiosen Bergnatur, genießen das vorzügliche Abendessen und italienischen Wein. Was Lungiarü auszeichnet, was den Ort vielleicht sogar vor der anrollenden Welle an Touristen verschont hat, ist seine Lage am Ende des Tales und damit am Ende der Straße. Wer weiter will, kann dies nur zu Fuß tun, denn es gibt keinen asphaltierten Übergang über die Berge.
 

Das Bergsteigerdorf Lungiarü

Kein Wunder also, dass Lungiarü als erstes und bisher auch einziges Südtiroler Dorf in den Dolomiten in den erlesenen Kreis der Bergsteigerdörfer aufgenommen wurde.

Lungiarü am Eingang zum Naturpark Puez-Geisler im Dolomiten UNESCO Welterbe
Kein Motorradverkehr, keine Autoschlange, die sich die Passstraße hochschlängelt, keine Seilbahnen und keine überfüllten Almen… am Dorfende ist einfach Schluss. Wer von dort die Puez- oder Peitlerkofelgruppe hinauf will, muss zu Fuß gehen. Christina Schwann hat Lungiarü, das erste Bergsteigerdorf in den Dolomiten, besucht.

Wo Kultur und Natur aufeinander treffen

Wer hier wandert, der wird schnell feststellen: Hier greifen Kultur- und Naturlandschaft direkt in einander. Fast so, als könne das eine ohne dem anderen nicht. Eine der schönsten Wanderungen führt durch die charakteristischen Bergdörfer - die Viles - die die ladinische Kultur und Geschichte widerspiegeln. Oder man wandert auf die Antersasc-Alm, ein fast schon mystisch anmutender Ort am Fuße des Zwölferkofels. 

Beeindruckende Rundwanderung

Fünf Stunden Gehzeit sollte man schon einplanen, wenn man die Medalges-Rundwanderung in Angriff nimmt. Sie verbindet die landschaftliche Schönheit der Dolomiten und dem Campill-Tal mit dem Flair einer echten alpinen Schutzhütte - der Schlüterhütte - und lädt zum Schluss auch noch in die Ütia Ciamp­cios ein.

Wandern • Trentino-Südtirol

Medalges-Rundwanderung

Dauer
5:00 h
Anspruch
T2 mäßig
Länge
13 km
Aufstieg
930 hm
Abstieg
930 hm
Schlüterhütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Schlüterhütte (2.306 m)

Die Schlüterhütte ist eine Schutzhütte in der Peitlerkofelgruppe, mitten im Naturpark Puez-Geisler in den Südtiroler Dolomiten. Sie befindet sich auf einer Höhe von 2.306 m im Gebiet der Gemeinde Villnöß und ist ein optimaler Ausgangspunkt für Wander- und Mountainbiketouren. Unter anderem führen die Dolomitenhöhenwege 2 und 8, sowie der Europawanderweg München-Venedig direkt an der der urigen Hütte vorbei. Mountainbiker kommen auf der Transalp-Route voll auf ihre Kosten.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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