Blick auf den Wildseeloder mit dem Wildseeloderhaus
Foto: Andreas Jakwerth
Hüttenportrait

Das Wildseeloderhaus: Am schönsten Ufer der Kitzbüheler Alpen

Magazin • 18. März 2020

Eine urige Hütte an einem tiefblauen See, Bergwiesen vom mit Alpenblumen, das Gebimmel der hellen Glöckchen am Hals der Schafe... wenn man sich eine Hütte ausdenken könnte, dann würde sie vielleicht genauso aussehen wie das Wildseeloderhaus. Wolfgang Gemünd hat Hütte am gleichnamigen See in den Kitzbüheler Alpen besucht und berichtet von seinen Eindrücken farbenfroh im aktuellen Bergwelten-Magazin (April/Mai 2020).

Das Bergwelten Magazin (Ausgabe April/Mai 2020)
Foto: Bergwelten
Das Bergwelten Magazin (Ausgabe April/Mai 2020)

Das aktuelle Bergwelten Magazin (April/Mai 2020) ist ab 26. März 2020 im Zeitschriftenhandel, bequem im Abo für ÖsterreichDeutschland und die Schweiz oder als E-Paper erhältlich.
 

Zustieg zum Wildseeloderhaus

Was gibt es schöneres, als nach einer Bergtour die Bergschuhe auszuziehen, die verschwitzten Socken abzustreifen und die Beine ins kühle Nass zu halten? Am Wildseeloder wäre dieses Erlebnis allein schon die Wanderung von Fieberbrunn herauf wert, selbst wenn man die Seilbahn nimmt und in nur rund einer Stunde vom Lärchfilzkogel zur Hütte am See wandert. 

Das Wildseeloderhaus

Bernhard Kaufmann ist langjähriger Hüttenwirt am Wildseeloderhaus. Um nichts in der Welt würde er mit einem Job im Tal tauschen wollen, auch wenn an schönen Tagen viel los ist auf der Hütte. Was aber auch kein Wunder ist, denn nicht nur die wunderschöne Lage der Hütte, sondern auch die vorzügliche Küche hat sich herumgesprochen. 

Wildseeloderhaus
Es geht in die Kitzbühehler Alpen, in das Pillersee Tal. Dort schaut auf Fieberbrunn der Wildseeloder herab. An dessen nordöstlicher Seite liegt das Wildseeloderhaus (1.854 m) in einer Karmulde direkt am Wildseeloder See. Loder ist übrigens ein regionaler, volkstümlicher Ausdruck für Mann. Und wie ein breitschultriger Mann sitzt der Berg zwischen den Nachbar-Gipfeln. Er bildet einen geschlossenen Gebirgsblock zwischen Hörndlinger- und Pletzergraben in den Kitzbüheler Alpen. Die Hütte liegt am Fuße eines Alleskönner-Berges. Die Wildseeloderhütte ist Drehscheibe und Treffpunkt für Menschen, die wandern, die auf Klettersteigen die Vertikale suchen, die mit Ski auf Berge steigen, die in alpiner Höhe ihre innere Ruhe abseits des hektischen Alltages finden wollen, die Gehen und gutes Essen verbinden oder die eine Runde mit einem Boot fahren wollen. Am Wildseeloder See kann man mit dem Ruderboot über den See fahren, sich von der Sonne bescheinen lassen und zwischen dem Blau des Himmels und dem Blau des Sees Vergleiche anstellen. Die Fieberbrunner, die auf der Hütte und rund um die Hütte anzutreffen sind, sprechen von einzigartiger Idylle. Sie müssen es ja wissen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Wanderungen rund um das Wildseeloderhaus

Die Umgebung des Wildseeloderhauses lädt zu gemütlichen, zu ausdauernden und auch anspruchsvollen Wanderungen ein. Hier ist eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei. Eine leichte Wanderung rund um den See ist beispielsweise für die ganze Familie ein Erlebnis. 

Wer noch mehr Aussicht genießen möchte, dem sei aber vor allem die 5-Gipfel-Runde ans Herz gelegt. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind allerdings Voraussetzung, denn unterschätzen sollte man die Grasberge der Kitzbüheler Alpe nicht. 

Ausdauernde Wanderer sollten den Fieberbrunner Höhenweg gehen. Er beginnt im Tal in Fieberbrunn und führt über das Wildseeloderhaus in einer weiten Runde gegen Südwesten, eher es durch den Pletzergraben wieder hinaus nach Fieberbrunn geht. Etwas verkürzen kann man die Runde, in dem man mit der Lärchfilzkogelbahn bis zur Bergstation fährt. 

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