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Rezept

Ötztaler Muas

• 19. April 2021

Möchte man authentisches Tiroler Muas kochen, braucht man nur wenige Zutaten, dafür aber viel Gefühl! Die Almwirtschaft Gampe Thaya verrät uns das Geheimnis.

Am besten direkt aus der Pfanne: Muas
Foto: Ingo Eisenhut
Am besten direkt aus der Pfanne: Muas
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Möchte man authentisches Muas kochen, braucht man nur wenige Zutaten, dafür aber Folgendes: eine Muaspfanne aus Gusseisen, offenes Feuer, ein gutes Gespür für Mengen, eine sanfte Rührhand und eine Prise Dialektverständnis. Mit all dem gelingt nämlich das Beste am Muas: die „Scharra“ – eine köstliche braune Kruste am Boden der Pfanne.

Zutaten

  • 50 g feines weißes Maismehl
  • 50 g grobes weißes Maismehl (oder Polenta)
  • 100 g Butter
  • 1 Kelle Wasser
  • 500–600 ml Milch
  • 1 TL Salz

Zubereitung

1. Maismehlsorten in einer Schüssel mischen.

2. Die Hälfte der Butter in der Muaspfanne am offenen Feuer zerlassen. Das Wasser zugeben. Dann die Milch angießen, salzen und die Flüssigkeit zum Kochen bringen.

3. Anschließend die Mehlmischung löffelweise mit dem Schneebesen einrühren und zu einer breiigen Konsistenz verkochen. Bei Bedarf mehr Milch zufügen.

4. Nun mit dem Kochlöffel weitere 15 Minuten rühren, bis die Scharra, also eine Kruste, am Boden entsteht. In der Pfannenmitte muss am kräftigsten gerührt werden; jedoch nicht so fest, dass die Kruste vom Boden abgekratzt wird.

5. Die restliche Butter auf dem fertigen Muas zergehen lassen und heiß servieren.

Tipp: Muas schmeckt am besten direkt aus der Pfanne und mit einer guten Portion zerlassener Butter.

Die Hütte

Auf der Sölder Alm Gampe Thaya steht die Spezialität „Muas“ zwar nicht auf der Karte, auf speziellen Wunsch hin stellt sich ein Mitglied der Familie Prantl aber trotzdem ans Feuer. Schwingt Oma Karolina, 95, den Kochlöffel, gibt es kein Abmessen – die Zutaten werden mit Augenmaß abgestimmt und mit Gefühl verkocht. Keinesfalls sollte man beim Rühren zu fest am Boden kratzen oder stochern, rät sie, denn sonst löst sich die gute Kruste zu früh.

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